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WEC

So sieht der 911er für die WEC-Saison 2017 aus - Neuer Werks-GTE-Porsche präsentiert

Porsche zog sich 2016 werksseitig aus den GTE-Klassen zurück. 2017 feiert man mit einem neuen 911er ein Comeback. Nun gibt es erste Fotos.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Nach der überaus erfolgreichen Saison 2015 wagte es GT-Weltmeister Porsche, sein Engagement in den GTE-Klassen der WEC für 2016 herunterzufahren. In der laufenden Saison startet kein Werksteam der Zuffenhausener mehr, die Fahrzeuge #91 und #92 des Manthey-Teams wurden zurückgezogen und starten nur noch bei den 24 Stunden von Le Mans. Einzig Dempsey-Proton-Racing hält die Porsche-Fahnen in der Pro-Kategorie mit einem werksunterstützten 911 RSR hoch.

Zuhause im Werk arbeitete man aber schon fieberhaft an einem Nachfolge-Modell, das auf Basis der neuen GTE-Regeln für 2017 entwickelt wurde. Das Ergebnis der fieberhaften Entwicklungsarbeit bekam die Öffentlichkeit nun erstmals einen Eindruck vom neuen GTE-Porsche. Über seinen Twitter-Kanal präsentierte Porsche Motorsport erstmals Bilder des neuen GTE-Renners, der ab 2017 neue Erfolge in der WEC und anderen Sportwagen-Serien einfahren soll.

Porsche hat Rollout schon absolviert, Debüt in Daytona

Den Rollout hat der neue GTE-Porsche bereits hinter sich. Dafür haben die Zuffenhausener viele Fahrer aus ihren Werks-Reihen hinter das Steuer des neuen Rennwagens gelassen. "Es ist sicher ungewöhnlich, gleich beim Rollout mehrere Fahrer ans Steuer zu lassen", sagt Marco Ujhasi, Gesamtprojektleiter GT Werksmotorsport bei Porsche. "Doch da alle unsere Werksfahrer an der Entwicklung des neuen Autos beteiligt sind, durfte jeder, der es zeitlich einrichten konnte, nach Weissach kommen und ein paar Runden drehen."

Nach dem Rollout beginnt für den neuen Porsche 911 RSR nun die Testphase. Bis zum ersten Renneinsatz hat Porsche knapp acht Monate Zeit, um dem 911er die Kinderkrankheiten abzugewöhnen, denn die Premiere soll beim 24-Stunden-Rennen in Daytona im Januar 2017 erfolgen. "Die Rennpremiere eines komplett neuen Fahrzeugs bei einem 24-Stunden-Rennen ist eine große Herausforderung. Aber wir liegen gut im Zeitplan", gibt sich Porsche Sportchef Dr. Frank-Steffen Walliser optimistisch.


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