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Superbike WSBK

WSBK Assen: Rea gewinnt, Yamaha-Katastrophe in Kurve 1

3 Siege in 3 Rennen. Jonathan Rea glückt eine perfektes Assen-Wochenende. Drama bei Yamaha: Toprak Razgiatoglu wird von Markenkollegen abgeschossen.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Jonathan Rea komplettiert beim Superbike-WM-Wochenende in Assen mit seinem dritten Sieg den Hattrick und gewinnt auch das Sonntagsrennen von der Pole Position. Der große Aufreger des Rennens ereignete sich aber am Start. Yamaha-Pilot Garrett Gerloff erwischte einen Blitzstart und versuchte aggressiv in der ersten Kurve seinen Markenkollegen Toprak Razgatlioglu auszubremsen. Es kommt zum Kontakt und Razgatlioglu fliegt ins Kies.

Von da an war der Weg frei für Jonathan Rea, der den Yamaha-Super-Gau im Titelkampf perfekt machte. Rea hatte in den ersten beiden Rennen des Wochenendes erst die WM-Führung von Razgatlioglu übernommen und zog mit diesem Sieg auf 37 Zähler Vorsprung davon. Scott Redding pilotierte seine Ducati auf die zweite Position während Andrea Locatelli mit Platz 3 für Yamaha die Kohlen aus dem Feuer holte.

Chaz Davies und Alvaro Bautista komplettierten die Top 5. Michael Van der Mark, Alex Lowes, Michael Ruben Rinaldi, Axel Bassani und Leon Haslam komplettierten die ersten Zehn. Jonas Folger erhielt nach einem brutalen Abflug im Samstagsrennen keine Starterlaubnis für das Hauptrennen. Folger überstand den Unfall allerdings glimpflich.

Startaufstellung: Jonathan Rea sicherte sich im Superpole-Rennen die Pole Position, neben ihm gehen Toprak Razgatlioglu und Michael Ruben Rinaldi ins Rennen. Aus der zweiten Reihe starten Andrea Locatelli, Scott Redding und Sam Lowes. Tom Sykes, Garrett Gerloff und Chaz Davies stehen in der dritten Reihe, Startplatz 10 hat Axel Bassani inne.

Start: Garrett Gerloff erwischt einen großartigen Start, er vertut sich aber in der ersten Kurve und crasht seinen Yamaha-Teamkollegen Toprak Razgatlioglu aus dem Rennen. Locatelli übernimmt die Führung vor Rinaldi und Lowes. Auch Redding und Van der Mark auf den Position 4 und 5 gehen an Rea vorbei, der dem stürzenden Razgatlioglu ausweichen muss.

1. Runde: Im Laufe der ersten Runde geht Rea an Van der Mark vorbei

2. Runde: Rea überholt mit Lowes den nächsten Fahrer.

3. Runde: Nächste Runde, nächstes Manöver von Rea: Er geht an Redding vorbei.

4. Runde: Rea übernimmt P2 von Rinaldi. Locatelli hat sich bereits 1,5 Sekunden von seinen Verfolgern absetzten können.

5. Runde: Gerloff erhält eine Durchfahrtsstrafe für seinen Fauxpas in Kurve 1.

6. Runde: Rea fährt die Lücke gegen Locatelli auf unter eine Sekunde zu.

7. Runde: Davies hat sich auf den ersten Runden auf P5 verbessert und liegt dort vor Lowes und Van der Mark.

8. Runde: Lowes wird von Van der Mark und Bautista auf P8 durchgereicht. Gerloff sitzt seine Durchfahrtsstrafe ab und fällt damit auf die 18. Position zurück.

9. Runde: Davies drängt sich an Rinaldi vorbei und übernimmt Platz 4. Rea hängt nun am Hinterrad von Locatelli.

11. Runde: Rea lässt nichts anbrennen und sticht in der letzten Schikane innen gegen Locatelli rein und. Jonathan Rea ist wieder in Führung.

12. Runde: Locatelli will nicht nachgeben und hängt sich ans Heck von Rea. Noch kann er die Pace des Kawasaki-Piloten mitgehen.

14. Runde: Gerloff hat sein Bike nun endgültig weggeschmissen. Der Amerikaner ist gecrasht. Zuvor war er einer der schnellsten Fahrer auf der Strecke, war nach seiner Drive-Through aber natürlich chancenlos.

16. Runde: Locatelli verliert zunehmend den Anschluss an Rea. Bautista geht an Rinaldi vorbei auf die fünfte Position.

19. Runde: Locatellis Pace bricht jetzt deutlich ein. Langsam muss er sich Sorgen um Redding machen, der nur wenige Zehntel dahinter liegt. Redding macht nicht lange Faxen und geht direkt an Locatelli vorbei.

20. Runde: Sykes fliegt in der letzten Kurve ab und fällt weit zurück.

21. und letzte Runde: Rea bringt ungefährdet seinen dritten Sieg an diesem Wocheneden über die Linie, Redding wird Zweiter, Locatelli holt sich mit Platz 3 sein erstes WSBK-Podium. Davies und Bautista komplettieren die Top-5 gefolgt von Van der Mark, Lowes und Rinaldi. Bassani und Haslam komplettieren die Top-10.


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