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Superbike WSBK

Sandro Cortese hofft auf Comeback: Will wieder Rennen fahren

Um ein Haar wäre Sandro Cortese im Rollstuhl gelandet. Nun ist er wieder schmerzfrei und arbeitet an seiner Rückkehr in den Rennsport.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Am 8. August kam Sandro Cortese im ersten Superbike-WM-Lauf von Portimao schlimm zu Sturz. Er knallte nach einer Kollision in die Streckenbegrenzung und zog sich schwere Wirbelverletzungen zu. Der Deutsche wurde in Portugal notoperiert und kämpfte monatelang mit den Folgen seines Crashes. Nun geht es für Cortese langsam wieder bergauf.

"Ich bin endlich schmerzfrei", verrät er im Gespräch mit der offiziellen WSBK-Seite. "Hinter mir liegen harte Monate mit viel Rehabilitationsarbeit. Ich konnte kaum Sport machen und habe jetzt erst nach und nach wieder mit dem Training begonnen. Im April wartet noch eine weitere Operation auf mich, bei der die Platten entfernt werden. Die Platten bereiten mir zwar keine Schmerzen, aber sie sind bei manchen Bewegungen unangenehm."

Dennoch ist Cortese glücklich, ohne dauerhafte Konsequenzen davongekommen zu sein: "Ich bin sehr froh, dass ich überhaupt noch am Leben bin, normal gehen und mein gewohntes Leben wieder genießen kann. Natürlich fehlt mir das Rennfahren und ich würde mir wünschen, dass das alles nicht passiert ist, aber wenn man so harte Zeiten und so einen schlimmen Unfall überstanden hat, dann ist man einfach nur dankbar. Ich wäre um ein Haar im Rollstuhl gelandet. Wenn man das realisiert, vergisst man viele andere Dinge."

Nun richtet der Moto3-Weltmeister von 2012 und Supersport-Champion von 2018 den Blick nach vorne: "Es wird sehr schwierig, in diesem Jahr Rennen zu fahren. Alle guten Plätze sind vergeben. Ich konzentriere mich deshalb jetzt voll auf meine Genesung und schaue dann, was die Zukunft für mich bringt. Mein Wunsch wäre, wieder in einem konkurrenzfähigen Team fahren zu können. Mit 31 Jahren bin ich noch nicht zu alt für den Rennsport. Wenn ich die Chance auf ein Comeback mit gutem Material habe, werde ich sie auch nützen. Ich bin nicht die Art von Rennfahrer, die einfach nur dabei sein will. Ich will um Spitzenpositionen kämpfen. In unserem Sport geht es oft sehr schnell: Manchmal hast du gar nichts vorzuweisen und plötzlich tut sich eine Chance auf, mit der du nicht gerechnet hättest."

Nach seinem WSS-Titel 2018 stieg Cortese mit GRT Yamaha in die Superbike-WM auf. Im Vorjahr wechselte er zu Pedercini Kawasaki. Nach nur sieben Rennen, in denen er insgesamt 14 Punkte holte, war die Saison für ihn aber vorbei.


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