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Superbike-WM: So liefen die WSBK-Wintertestfahrten

Die Wintertests der Superbike-WM 2020 sind zu Ende. Wie schlägt sich die neue Honda? Was macht Rookie Scott Redding? Wir liefern diese und mehr Antworten.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Je zwei Testtage in Jerez (22. und 23. Januar) sowie Portimao (26. und 27. Januar) hatten Teams und Fahrer der Superbike-WM zur Verfügung, ehe es in einem Monat mit den ersten beiden Saisonrennen auf Phillip Island so richtig ernst wird.

An den vier Testtagen gab es vier unterschiedliche Spitzenreiter auf vier unterschiedlichen Fabrikaten. In Portimao holte sich Scott Redding auf Ducati und Yamaha-Neuzugang Toprak Razgatlioglu die Tagesbestzeiten, in Jerez lagen Weltmeister Jonathan Rea und Leon Haslam auf Honda voran.

Haslams Tagesbestzeit war aber wenig aussagekräftig, war der erste Testtag in Jerez doch von Regenfällen geprägt. Bei trockenen Verhältnissen hatten Haslam und Teamkollege Alvaro Bautista mit der neuen Honda Fireblade nichts mit den Spitzenpositionen zu tun, Bautista fand sich sogar regelmäßig am Ende des Feldes wieder. "Ich hätte gerne 500 Testtage, um alles auszuprobieren", scherzte Haslam. Das völlig neu aufgestellte Honda-Projekt wird also wohl noch eine Weile brauchen, um den hohen Ansprüchen und Erwartungen gerecht zu werden.

Wenig Anpassungsschwierigkeiten in der für ihn neuen Meisterschaft scheint hingegen Scott Redding zu haben. Die Ducati Panigale kennt der Ex-MotoGP-Pilot ja bereits aus der britischen Superbike-Meisterschaft, wo er damit im Vorjahr den Titel holte. Redding lag an allen vier Testtagen in den Top-Four und bestätigte damit die ihm zugerechnete Position als großer Herausforderer von Jonathan Rea. Der verzichtete mit seinem Kawasaki-Team übrigens auf den Test in Portimao, wo Rea acht der letzten neun Rennen gewann, und sammelte dafür lieber Daten auf der für die WSBK neuen Strecke in Barcelona.

Scott Redding zeigte mit der Ducati auf - Foto: Ducati

Im Rampenlicht wird 2020 auch Toprak Razgatlioglu stehen, der bei Yamaha den ins Kawasaki-Werksteam abgewanderten Alex Lowes ersetzt und somit erstmals in einem WSBK-Werksteam fährt. Er setzte mit der abschließenden Bestzeit in Portimao ein Ausrufezeichen, landete mit Ausnahme des verregneten ersten Jerez-Tages jedes Mal in den Top-Drei der Zeitenliste.


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