Assen, es klingt ein bisschen nach unerwünschten Kellertieren, ist es aber ganz und gar nicht. "Ich liebe Assen", sagt Alex de Angelis, dem es vor allem die Geschwindigkeit angetan hat. Da Laguna Seca eine ähnliche Streckencharakteristik aufweist, geht er mit viel Optimismus in diese beiden Rennwochenenden.

"Ich weiß, dass die Ergebnisse in dieser Saison bisher noch nicht so gut sind, wie sie es zur gleichen Zeit im letzten Jahr waren", gesteht der Mann aus San Marino. "Aber die Rennen sind auch um einiges enger und ich glaube wirklich, dass wir mit kleinen Schritten vorwärts in Punkto des Setups einige Positionen auf die Jungs vor uns gut machen können."

Für ihn sei es entscheidend, das im Kopf zu behalten, positiv zu denken und weiter hart zu arbeiten. "Denn wenn du in dieser Meisterschaft das Handtuch wirfst, fällst du hinter dich selbst zurück." Damit hat er im letzten Jahr schlechte Erfahrungen gemacht. "Ich habe großartige Ergebnisse in der 250er-Klasse in Assen feiern können, stürzte aber in meinem ersten MotoGP-Rennen dort im letzten Jahr in der ersten Runde. Das will ich dieses Jahr vergessen machen und eine solide Leistung abliefern."

Böses Assen

Noch schlimmere Erinnerungen an Assen hat der zweite Gresini Honda Pilot Toni Elias. "Assen war schon immer meine Lieblingsstrecke, weil sie technisch, schnell und flüssig ist. Leider war sie nicht immer sehr nett zu mir", betont er. 2005 verpasste er das Rennen aufgrund von Verletzungen komplett. "Und das Jahr danach stürzte ich nach nur zwei Runden im freien Training und brach mir die Schulter und kugelte sie auch noch aus."

Toni Elias hat keine guten Erinnerungen an Assen., Foto: Milagro
Toni Elias hat keine guten Erinnerungen an Assen., Foto: Milagro

2007 stürzte Elias erneut im freien Training und brach sich das Bein. "Letztes Jahr war das erste Mal, dass ich auf der modifizierten Strecke fuhr." Eine Verletzung blieb diesmal aus, allerdings belegte er nur Platz 12. "Ich hoffe, dass damit der Fluch vorbei ist und dass wir dieses Mal sehr viel besser abschneiden werden."

Bislang kämpfte er in dieser Saison mit dem Grip am Hinterrad, "aber wir konnten beim Test in Barcelona einige Fortschritte machen". Jetzt gilt es diese Verbesserungen auf die Rennstrecke in Assen zu übertragen. "Ich glaube wirklich, dass wir ein Top-Resultat verdienen." Sonst müsste Elias wohl seine Einstellung zu Assen überdenken und es als ebenso unerwünscht einstufen wie die ähnlich klingenden Kellertierchen.