Phillip Island ist eine Strecke der Extreme. Sie ist die Schnellste im Kalender, mit flüssigen Kurvenkombinationen, sie wartet entweder mit einem perfekten Rennwochenende auf, oder sie ist die Kältekammer des MotoGP-Jahres, und auf ihr ist man entweder schnell oder langsam, es gibt nichts dazwischen. Eine absolute Herausforderung.
"Ich liebe diese Strecke", ist Nicky Haydens eindeutiges Bekenntnis zu Phillip Island. "Ich glaube nicht, dass es eine Bessere gibt. Überall fügen sie Kurven hinzu oder verändern den Verlauf aus Sicherheitsgründen, aber Phillip Island ist ein Original."
Dementsprechend anspruchsvoll, nicht nur für Fahrer, sondern vor allem auch für die Reifen. Denn auf der Strecke von Phillip Island befinden sich die Fahrer zum Grossteil in Schräglage. "Die Reifen werden hier am meisten beansprucht, auch bei kalten Temperaturen", erklärt Dani Pedrosa.

"Was die Abstimmung betrifft, braucht man vor allem ein stabiles Motorrad, denn es gibt hier unglaublich viele High-Speed-Passagen", so der Spanier weiter. "Mein Lieblings-Sektor ist der Letzte, der ist echt beeindruckend."
Dass Dani Pedrosa weiß, wie man seine Maschine für Phillip Island richtig abstimmt, konnte der 23-jährige bereits 2005 in der 250cc-Klasse unter Beweis stellen, als er gewann. In seiner ersten MotoGP-Saison holte der Repsol-Honda-Fahrer immerhin den 4. Platz. Vielleicht klappt es also nach dem Podestplatz in Motegi, mit dem nachträglichen Geburtstagsgeschenk auf Phillip Island. "Ich bin sicher, dass ich mich weiter steigern kann. Wir lernen von Mal zu Mal mehr über die neuen Komponenten. Die eigentlich schwierige Frage wird sein, wie das Wetter wird."
Dieser Aussage stimmt auch Team-Kollege Nicky Hayden zu. "Ich wünschte wir würden hier fahren, wenn das Wetter besser ist. Manchmal ist es eine echte Kältekammer."
Ansonsten will sich der US-Boy vor allem darauf konzentrieren mit Michelin die perfekten Reifen fürs Rennen herauszufiltern, um auch in Phillip Island in den Top-5 mitfahren zu können. "Ich hatte hier schon ganz gute Ergebnisse. Einige Pole-Positionen und war schon 2. und 3., nur gewinnen konnte ich noch nicht."
Zumindest statistisch gesehen haben Dani Pedrosa und Nicky Hayden keine schlechten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Wochenende. Immerhin konnten, auf Phillip Island in der Vergangenheit bereits die ehemaligen Honda-Fahrer Mick Doohan, Alex Crivillé, Tadayuki Okada, Valentino Rossi und Marco Melandri gewinnen.

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