Würmer mögen zwar lieber rote Äpfel, aber in Laguna Seca verbissen sie sich auch in einem grünen. Denn bei Kawasaki war im Qualifying ordentlich der Wurm drin, was sich in Zahlen mit dem Startplätzen zwölf, 13 und 16 ausdrückte. "Der schnellste Kawasaki-Fahrer zu sein, ist das gute am heutigen Tag, aber ich bekam in der Session einfach nicht das richtige Gefühl", meinte Anthony West nach dem Qualifying. Er hatte vor allem mit den Bedingungen zu kämpfen, da der Wind stärker wurde und viel Staub über die Strecke blies. "Die Qualifikationsreifen haben mir auch nicht wirklich geholfen, aber ich konnte in der letzten Runde etwas mehr pushen und eine anständige Zeit fahren, auch wenn ich damit nicht hundertprozentig zufrieden bin. Ich bin wenigstens nicht rückwärts gegangen", sagte West.

Ähnliche Probleme wie der Wahl-Österreicher hatte auch Randy de Puniet, der mit den Qualifyiern seine Zeit kaum verbessern konnte. "Es war ein schwieriger Tag und das ist meine schlechteste Qualifying-Position in diesem Jahr. Ich denke, wir können einige Elemente der Maschine für das Rennen verbessern und ich hoffe, dass ich im Rennen dann gut fahren kann, wenn wir etwas ändern. Auf den Qualifyiern habe ich nicht viel Verbesserung gespürt, aber ich denke, das war für uns alle heute gleich", berichtete der Franzose.

Roger Lee Hayden konnte über keine mangelnde Leistung der Qualifikationsreifen berichten, allerdings auch nur deswegen, weil ihm auf seinen schnellen Runden immer etwas dazwischen kam. "Auf dem ersten Qualifyier machte ich einen Fehler, habe den Leerlauf rein getan und kam weit nach außen. Auf dem zweiten habe ich einfach nicht genug Gas gegeben und lief dann auf zwei Fahrer auf, die miteinander stritten oder so. Das hat mich aufgehalten", erzählte er. Doch er war insgesamt ganz zufrieden. Er fand zu Beginn der Session schnell den Rhythmus und konnte konstant gute Runden fahren. "Es war ein guter Tag, auch wenn ich auf den Qualifyiern nicht schneller gewesen bin. Ich denke, ich kann im Rennen schnell sein."