Marc Marquez wird seinem Ruf als 'King of the Sachsenring' im MotoGP-Qualifying zum Deutschland-Grand-Prix einmal mehr gerecht. Er setzt sich vor Bruder Alex und Fabio Di Giannantonio durch. Marco Bezzecchi crasht erneut heftig und steht auf Platz acht, WM-Leader Jorge Martin sogar noch einen Rang dahinter.
So lief Q1 am Sachsenring: Francesco Bagnaia setzt im Q1 die erste Richtmarke, dahinter reihen sich Joan Mir, Fabio Quartararo und Diogo Moreira ein. An der Spitze ändert sich in den folgenden Versuchen im ersten Run nichts mehr, lediglich Moreira kann Quartararo noch von Rang drei verdrängen. Mit diesem Zwischenstand geht es zum Reifenwechsel.
Im zweiten Outing legt Bagnaia direkt nach und unterbietet seine Bestzeit noch einmal um 0,201 Sekunden. Quartararo kann sich ebenfalls deutlich steigern und schnappt Mir Rang zwei weg. Mir und auch Teamkollege Luca Marini attackieren noch einmal, beißen sich aber an den Top-2 die Zähne aus. Bagnaia und Quartararo steigen in Q2 auf.
Mir wird Dritter und steht damit auf Startplatz 13. Hinter ihm qualifizieren sich Marini und Moreira, der für Bummeln im Training am Sonntag aber um drei Positionen strafversetzt wird. Reihe sechs bilden Brad Binder, Enea Bastianini und Toprak Razgatlioglu. Am Ende des Feldes stehen Alex Rins, Maverick Vinales und LCR-Ersatzmann Cal Crutchlow.
Das war Q2 zum Deutschland-GP: Der zweite Qualifying-Abschnitt beginnt mit einem Knalleffekt! Marco Bezzecchi verliert schon in seiner zweiten schnelle Runde in der Anfahrt zu Kurve sieben die Kontrolle, wird per Highsider von seiner Aprilia abgeworfen, schlägt hart auf dem Asphalt auf und wird wild durch den Kies geschleudert. Der nach seinem heftigen Crash in Assen ohnehin noch angeschlagene Bezzecchi bleibt lange liegen, kann aber schließlich auf eigenen Beinen das Kiesbett verlassen.
Unterdessen setzt sich Raul Fernandez vor Alex Marquez, Fabio Di Giannantonio und Marc Marquez an die Spitze. Marc Marquez, der auf eine Zweistopp-Strategie setzt, kann aber nachlegen und sich auf Rang zwei verbessern, 0,089 Sekunden hinter Fernandez. Dann kommt Di Giannantonio: Er unterbietet Fernandez' Bestmarke um weitere 74 Tausendstel. Ogura schiebt sich auf Rang und verdrängt Marc Marquez auf P4.
Mit seinem letzten Reifensatz hat Marc Marquez aber noch etwas im Köcher: Er knallt eine Zeit von 1:19.041 Minuten auf den sächsischen Asphalt. Auch Alex Marquez kann noch einmal kräftig zulegen und sorgt 0,061 Sekunden dahinter für eine Doppelführung der Brüder. An diese Zeiten kommt die Konkurrenz nicht mehr heran.
Marc Marquez holt die Pole Position vor Bruder Alex, Di Giannantonio komplettiert Startreihe eins. Raul Fernandez führt Reihe zwei mit Ai Ogura und Fabio Quartararo an. Franco Morbidelli qualifiziert sich auf P7, wird aber am Sonntag um drei Positionen strafversetzt. Platz acht geht an den gestürzten Bezzecchi, Jorge Martin holt gar nur Rang neun. Die Startpositionen zehn bis zwölf gehen an Pedro Acosta, Francesco Bagnaia und Jack Miller.
Das Wetter: Die MotoGP-Stars gingen bei herrlichem Sommerwetter in ihr Qualifying. Bei fast wolkenlosem Himmel über dem Sachsenring wurden 21 Grad Außentemperatur gemessen, der Asphalt erreichte 35 Grad.



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