Endlich gibt es positive Nachrichten aus dem Zarco-Lager. Nachdem sich Johann Zarco bei seinem Horrorsturz in Barcelona Mitte Mai schwere Verletzungen im Knie sowie eine kleine Fraktur im Wadenbein zugezogen hatte, folgte nun eine offizielle Stellungnahme seines Teams LCR Honda zu den gesundheitlichen Fortschritten des Franzosen.

Die gute Nachricht: Eine anfangs befürchtete Verletzung hat sich nicht bestätigt. Die schlechte Nachricht: Zarco wird auch die ersten Rennen nach der Sommerpause im August in Silverstone und Aragon definitiv verpassen.

Verletzter Zarco: Keine Operation notwendig

In der offiziellen Mitteilung seines LCR-Teams heißt es dazu im Detail: "Am 1. Juli suchte Johann Zarco den renommierten Spezialisten Dr. Bertrand Sonnery-Cottet in Lyon auf, um den aktuellen Zustand seines Knies neu beurteilen zu lassen. Nach dem Sturz in Katalonien wurden die ersten MRT-Untersuchungen durchgeführt, als das Knie noch stark entzündet war. Das erschwerte eine genaue Einschätzung des gesamten Ausmaßes der Verletzung erheblich."

Eine weitere, jüngst durchgeführte Untersuchung zeichnete jetzt jedoch ein deutlich positiveres Bild. "Das mediale Seitenband (Innenband) heilt gut, während das hintere Kreuzband, von dem zunächst angenommen wurde, dass es gerissen sei, ebenfalls ermutigende Anzeichen einer natürlichen Genesung zeigt. Das vordere Kreuzband ist allerdings weiterhin gerissen." Nach eingehender Analyse des Ärzteteams ist nun erfreulicherweise doch keine Operation notwendig.

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Rückkehr nach der MotoGP-Sommerpause?

Stattdessen wird Zarco ein gezieltes Rehabilitationsprogramm mit klarem Schwerpunkt auf Regeneration und Muskelaufbau absolvieren. Bezüglich seines anvisierten MotoGP-Comebacks heißt es in der Stellungnahme: "Vorbehaltlich weiterer medizinischer Kontrolluntersuchungen ist es das klare Ziel, im September auf die Rennstrecke zurückzukehren." Damit steht fest: Zarco wird frühestens beim Großen Preis von San Marino, der vom 11. bis 13. September auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli stattfindet, wieder auf seine Honda steigen.

Bei den vergangenen Grands Prix in Mugello, im Balaton Park, in Brünn und in Assen wurde der französische Routinier durch Cal Crutchlow vertreten. Auch beim Deutschland-GP auf dem Sachsenring am nächsten Wochenende wird der 40-jährige Brite definitiv einspringen. Ob Crutchlow auch für die darauffolgenden Stationen in Silverstone und Aragon bestätigt wird, steht aktuell noch nicht fest.