Nicht schon wieder! Das war der erste Gedanke als Pedro Acosta am Sonntag im MotoGP-Rennen in Assen ausrollte. Doch tatsächlich handelte es sich diesmal nicht um einen erneuten Defekt in der Pannenserie bei KTM. Der Spanier gab freiwillig auf und machte der Öffentlichkeit ein Geständnis über seinen Gesundheitszustand.
Pedro Acosta gesteht nach Assen-Aufgabe: Seit einen Jahr Taubheitsgefühl in der Hand!
"Es ist seit einem Jahr, dass ich in drei Fingern meiner Hand komplett taub werde. Auf manchen Strecken ist es schlimmer, auf manchen besser. Gestern [im Sprint, Anm. d. Red] habe ich schon ab Runde drei daran gelitten, aber ich spürte noch mehr oder weniger, wo der [Brems-]Hebel ist", enthüllte der 'Hai' nach seiner Aufgabe.

In einem heißen Zweikampf mit seinem künftigen Teamkollegen Marc Marquez wurde es dem KTM-Piloten am Sonntag dann aber schlichtweg zu gefährlich für sich und seine Kontrahenten: "Heute habe ich hinter Marc [Marquez, Anm.] manchmal einfach die Bremse aufgemacht, um nicht auf ihn draufzufahren. Ich wusste nicht mal mehr, ob ich den Hebel noch in der Hand habe. Am Dienstag werde ich mich deswegen operieren lassen."
Operation vorverlegt: Pedro Acosta geht von MotoGP-Start am Sachsenring aus
Viele Beobachter dachten zunächst an 'Armpump', doch handelt es sich hier um ein anderes Phänomen. Das 'Karpaltunnelsyndrom' ist eine Einengung des Mittelnervs im Handgelenk und führt zum Taubheitsgefühl. "Es fing vor einem Jahr an. Ihr könnt euch vielleicht erinnern, dass ich in Motegi weit ging und im Kies landete. Das war, weil ich das Gefühl im Finger verlor. Heute war es der bisher schlimmste Fall davon", berichtete Acosta.
Aufgrund des Syndroms wollte sich der Spanier ohnehin einer Behandlung unterziehen, doch nun ist diese akut geworden und wird vorverlegt: "Ich wollte die Operation eigentlich nach dem Sachsenring vornehmen lassen, aber jetzt ist es besser, es sofort machen zu lassen." Vom Start beim Deutschland GP in zwei Wochen geht er bei erfolgreichem Eingriff fest aus: "Es wird wieder in Ordnung, falls alles funktioniert." Dass Acosta mit solch einer sicherheitsrelevanten Einschränkung überhaupt noch Rennen fuhr, könnte allerdings wohl noch für Diskussionen sorgen.
Während Acosta also unters Messer muss, gibt es Entwarnung bei Marco Bezzecchi. Obwohl der Italiener in Assen heftig abflog, hat er sich keine schwereren Verletzungen zugezogen. Die Details gibt es hier:



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