Pedro Acosta könnte schon längst in Richtung 2027 und seinem Wechsel zu Ducati denken. Das passt aber nicht zum Erfolgshunger des 'Hais von Mazarron'. In Silverstone enthüllte der Spanier, wie er bei KTM weiter Druck macht. Die Saison 2026 bietet noch Chancen und diese sollen ergriffen werden.
Pedro Acosta: Habe in der Sommerpause unangenehme Fragen gestellt!
"Das war ehrlicherweise eine Überraschung. Ich glaube niemand hatte da eine KTM erwartet. Uns ist während des Wochenendes ein Fortschritt gelungen", konstatierte er nach Rang fünf im Grand Prix. Dabei konnte Acosta sogar die Ducatis von Fabio Di Giannantonio und Marc Marquez hinter sich lassen. Mehr zu den Problemen von Letzterem gibt es in unserem neuesten Interwetten MotoGP-Magazin mit Tom Lüthi zum Rennen in Silverstone:
Für diesen Achtungserfolg hat die KTM-Speerspitze das Heft des Handelns selbst in die Hand genommen. Die Saison einfach ausklingen lassen, das gibt es trotz feststehendem Abschied aus Mattighofen nicht mit ihm. "Ich war in der Sommerpause ziemlich ehrlich mit dem Team und habe einige unangenehme Fragen auf den Tisch gelegt. Wir sind nicht so weit weg von den Top-Drei der Meisterschaft. Daher habe ich gesagt: Leute, wir sollten es wenigstens versuchen, dort hinzukommen", enthüllte der Spanier nach dem Grand Prix in Silverstone. In der Fahrerwertung liegt er aktuell auf Rang sieben mit 163 Punkten. Auf Rang drei fehlen 40 Zähler.
Pedro Acosta mit zwei Forderungen, und KTM liefert!
Der 22-Jährige benannte klar, was für seine Außenseiterchance in der Meisterschaft passieren muss: "Dafür brauchen wir zwei Dinge. Zuerst müssen wir uns während der Wochenenden verbessern, denn normalerweise stagnieren wir und werden nicht viel schneller. Und dann dürfen wir keine Defekte mehr haben." Die Reaktion beim Noch-Arbeitgeber fiel positiv aus: "Ich bin ziemlich zufrieden, dass sie das bestens aufgenommen und nicht als Kritik verstanden haben. Es ging mehr darum, wie wir die zweite Saisonhälfte angehen sollten."

Und den Worten folgten auch Taten seitens KTM. Dass es keinen Defekt gab, war wohl noch ein wenig Glück, aber für die Zeit nach dem Großbritannien-Grand-Prix hat Mattighofen nun doch durchgesetzt, die Motoren im Sinne der Zuverlässigkeit öffnen und analysieren zu dürfen. Die genaueren Infos zu dieser Kehrtwende gibt es hier:
Die andere Forderung Acostas wurde bereits in Silverstone erstmals erfüllt. "Wir haben uns gesteigert auf einer Strecke, die sonst immer schwierig für mich war. Letztes Jahr hatte ich hier große Probleme und jetzt kamen wir unter den ersten Fünf ins Ziel", erkannte der Jungstar zufrieden an. Tatsächlich lesen sich die Ergebnisse wie ein Steigerungslauf: Neunter im Qualifying, Sechster im Sprint und dann Fünfter im Grand Prix. Immerhin 15 Punkte nahm er dadurch von einer eigentlichen Angststrecke für KTM mit. Die Ansprache in der Sommerpause kann also so schlecht nicht gewesen sein.
Während sich Pedro Acosta sehr wohl für seine Platzierung in der Weltmeisterschaft interessiert, meint ausgerechnet der Führende Jorge Martin, dass ihm dies erstmal egal sei. Mehr dazu in diesem Artikel:



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