Marc Marquez' unglaubliche MotoGP-Siegesserie hält an. Er holt beim Ungarn GP zum siebten Mal in Folge das Punktemaximum von 37 Zählern. Vor seinem Sieg muss Marquez aber eine Schrecksekunde bei einer Startkollision mit Marco Bezzecchi verdauen. Der liefert sich anschließend auch ein tolles Duell mit Marquez, muss sich aber schließlich mit Rang drei hinter Pedro Acosta abfinden.

In der Fahrer-WM baut Marc Marquez seinen Vorsprung gegenüber Bruder Alex Marquez, der nach einem Sturz nur 14. wird, auf 175 Punkte aus.

MotoGP Ungarn: Der Rennfilm

Die Startaufstellung: 1. M. Marquez, 2. Bezzecchi, 3. Di Giannantonio, 4. Bastianini, 5. Morbidelli, 6. Quartararo, 7. Acosta, 8. Aldeguer, 9. Marini, 10. Mir, 11. P. Espargaro, 12. Binder, 13. Bagnaia, 14. A. Marquez, 15. R. Fernandez, 16. Martin, 17. Miller, 18. Zarco, 19. Oliveira, 20. Rins, 21. Ogura

Strafen: Fabio Quartararo muss für seine Kollision mit Enea Bastianini im Sprint eine Longlap-Penalty absitzen. Bastianini selbst muss wegen dem Unfall mit Johann Zarco sogar eine Double-Longlap-Penalty verbüßen.

Vor dem Start: Fabio Di Giannantonio hat in der Sichtungsrunde technische Probleme an seiner Ducati. Er fährt in die Startaufstellung, das VR46-Team bereitet in der Box aber das Ersatzmotorrad für einen möglichen Wechsel nach der Aufwärmrunde vor.

Start: Marc Marquez und Marco Bezzecchi fahren Seite an Seite in Kurve eins. Dort bleibt ein Kontakt noch knapp aus, in Turn 2 berührt Marquez aber das Hinterrad des in Führung gegangenen Bezzecchi und kommt beinahe zu Sturz. Bezzecchi führt vor Morbidelli, Marc Marquez, Luca Marini, Enea Bastianini, Pedro Acosta und Francesco Bagnaia. Fabio Di Giannantonio ist nach der Aufwärmrunde zum Motorradwechsel an die Box gekommen und liegt am Ende des Feldes.

Runde 1/26: Bastianini crasht aus dem Rennen.

Runde 2/26: Auch Alex Marquez ist gestürzt! Er kann das Rennen zwar fortsetzen, liegt aber nur auf Platz 19.

Runde 3/26: Jorge Martin liefert eine tolle Aufholjagd. Er hat es von Startplatz 16 bereits auf Rang sechs geschafft.

Runde 4/26: Joan Mir und Raul Fernandez stürzen unabhängig voneinander an derselben Stelle. Beide Fahrer können noch weiterfahren, kommen am Ende der Runde aber an die Box.

Runde 5/26: Marc Marquez geht in Kurve acht an Morbidelli vorbei und ist neuer Zweiter. Auf Leader Bezzecchi fehlt ihm knapp eine Sekunde.

Runde 6/26: Nächster Sturz - Jack Miller hat es erwischt. Er fährt aber weiter.

Runde 7/26: Acosta ist an Morbidelli vorbei und liegt somit auf Rang drei.

Runde 8/26: Marc Marquez attackiert in Kurve eins Bezzecchi, muss aber weitgehen und Bezzecchi kann innen wieder durchschlüpfen. In Turn 5 versucht Marquez den nächsten Angriff, doch Bezzecchi kann einmal mehr kontern und behält die Führung.

Runde 11/26: Marc Marquez versucht es einmal mehr in Kurve eins. Dieses Mal kann Bezzecchi nicht dagegenhalten, Marquez blockiert ihm die Linie. Marquez führt!

Runde 12/26: Bezzecchi gerät jetzt unter Druck von Acosta. Der KTM-Mann ist deutlich schneller und liegt nur noch rund vier Zehntelsekunden hinter Bezzecchi.

Runde 14/26: Aldeguer ist gestürzt. Er wirft Platz fünf in der ersten Kurve weg.

Bagnaia, der ohnehin nur auf Rang acht liegt, kassiert eine Longlap-Penalty für eine Abkürzung in Kurve 16.

Runde 16/26: Acosta bremst sich in Turn 1 an Bezzecchi vorbei. Er schnappt sich Platz zwei vom Aprilia-Piloten.

Miller ist zum zweiten Mal gestürzt und beendet das Rennen nun.

Runde 21/26: Heftiger Crash für Johann Zarco! Er ist in Kurve acht abgeflogen.

Runde 22/26: Martin ist auch an Morbidelli vorbei auf Platz vier - bärenstarkes Rennen des Weltmeisters!

Runde 24/26: Marini greift Morbidelli in Turn 8 an, der daraufhin die Schikane abkürzt und Platz fünf behält. Die Stewards entscheiden, dass er sich hinter Marini zurückfallen lassen muss.

Runde 25/26: Morbidelli gibt Platz fünf an Marini ab.

Ziel: Marc Marquez gewinnt komfortabel mit 4,3 Sekunden Vorsprung auf Acosta, Bezzecchi wird Dritter vor Teamkollege Martin. Marini holt P5, gefolgt von Morbidelli, Binder und Pol Espargaro. Bagnaia muss sich mit Rang neun begnügen. Quartararo wird Zehnter. Die letzten Punkte gehen an Ogura, Oliveira, Rins, Alex Marquez und Di Giannantonio.

Die Stimmen vom MotoGP-Podium in Ungarn

Marc Marquez (Sieger, Ducati): "Als ich in der ersten Kurve sah, dass Marco innen war, ließ ich die Bremse los und ging weit. Ich wollte keine Probleme haben. In der zweiten Kurve hatte ich dann erwartet, dass er mehr Speed am Scheitelpunkt hätte. Er blieb im ersten Gang und ich berührte ihn. Zum Glück für uns beide, konnte ich einen Sturz vermeiden und er weiterfahren. Von da an änderte sich das Rennen. Ich blieb in den ersten Runden geduldig. Als ich dann sah, dass die weichen Hinterreifen abbauten - ich fuhr auf Medium - da fing ich an, anzugreifen. Ich hatte einen sehr schönen Rhythmus und flog über die Strecke. Ich bin überglücklich."

Pedro Acosta (Zweiter, KTM): "Es ist sehr schön. Das Wochenende begann ziemlich gut am Freitag, aber dann wurde es immer schwieriger. Das Team hat es sehr gut geschafft, mir ein komplett neues Motorrad zur Verfügung zu stellen, um uns im Vergleich zum Sprint von gestern zu verbessern. Ich möchte ihnen allen danken. Sie haben gestern bis zwei Uhr in der Nacht gearbeitet, um zwei neue Motorräder zu bauen. Ich bin sehr stolz auf sie."

Marco Bezzecchi (Dritter, Aprilia): "Ich denke, das war ein fantastisches Rennen. Ich habe mein Bestes gegeben. Ich habe alles gegeben, aber meine Pace war ehrlicherweise das gesamte Wochenende nicht gut genug. Ich brauchte den Extra-Grip des weichen Reifens auf der Bremse, also habe ich es mit diesem riskiert. Für uns war vielleicht doch der Medium besser, aber das konnte man nicht wissen. Ich habe es mit dem Soft probiert und musste mich verteidigen. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden mit dem Resultat. Das war wieder ein gutes Wochenende. Danke an die Jungs in der Box und zuhause. "