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MotoGP

Valentino Rossi: Entscheidung über Rennprogramm 2022 gefallen

Nach Monaten der Planung hat sich Valentino Rossi nun entschieden, in welcher Automobilrennserie und mit welchem Team er 2022 an den Start gehen wird.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Valentino Rossi wird nach seinem Karriereende in der MotoGP 2022 in den Automobilsport wechseln. Das war bereits seit längerer Zeit bekannt. Nun ist aber auch klar, wie Rossis Pläne für seine zweite Karriere genau aussehen.

Er wird in dieser Saison in der Fanatec GT World Challenge Europe einen Audi R8 des belgischen WRT-Teams fahren. Rossi wird dabei sowohl im Sprint-Cup als auch bei den längeren Endurance-Veranstaltungen antreten. Der Kalender umfasst zehn Rennwochenenden in Imola, Brands Hatch, Magny-Cours, Le Castellet, Zandvoort, Misano, Spa-Francorchamps, Hockenheim, Valencia und Barcelona.

Mit welchen Fahrern sich Rossi das Auto, das seine traditionelle Startnummer 46 tragen wird, teilt, muss erst fixiert werden. Fest steht, dass der MotoGP-Superstar bei einem der erfolgreichsten Teams der Sportwagenszene andockt. Insgesamt 28 Titel hat die Mannschaft seit 2011 gesammelt.

Rossi testete den Audi R8 bereits Anfang Dezember 2021 in Valencia. Am 7. und 8. März wird er bei den offiziellen Testfahrten in Le Castellet erneut im Auto sitzen. Die Saison beginnt dann am ersten April-Wochenende in Imola.

Rossi wird auch bei den traditionsreichen 24 Stunden von Spa-Francorchamps starten - Foto: SRO

"Ich freue mich sehr, mit dem Team WRT die Fanatec GT World Challenge Europe zu bestreiten", sagt Rossi. "Jeder weiß, dass ich schon immer ein großer Fan von Autorennen war und es immer mein Ziel war, nach meiner MotoGP-Karriere auf vier Räder zu wechseln. Jetzt ist es mir möglich, mich mit voller Hingabe einem Rennprogramm im Auto auf höchstem Niveau und mit dem richtigen, professionellen Zugang zu widmen. WRT ist dafür der perfekte Partner. Ich kann es kaum erwarten, dieses neue Abenteuer in Angriff zu nehmen."

Team und Serie jubeln über Rossi-Deal

Teamchef Vincent Vosse freut sich über seinen neuen Zugang: "Wir wissen alle, dass Valentino ein großer Motorrad-Champion und eine Sportikone ist. Er ist aber auch ein echter Racer und ein sehr professioneller und ehrgeiziger Athlet. Er will diese neue Herausforderung so erfolgreich wie möglich meistern. Deshalb wollten wir unbedingt mit ihm arbeiten. Der Test in Valencia war sehr positiv. Vor uns liegt eine sehr aufregende Erfahrung."

Von großer Bedeutung ist der Deal freilich nicht nur für Rossi und WRT, sondern auch für die Fanatec GT World Challenge Europe. "Ich bin überglücklich, Valentino Rossi in der Startaufstellung zu begrüßen", sagt Stephane Ratel, CEO von Promoter SRO. "Es ist wirklich aufregend, den Start dieses für ihn neuen Kapitels im GT-Auto mitzuerleben. Dass wir es geschafft haben, einen Fahrer von Valentinos Format anzulocken, ist ein großartiger Vertrauensbeweis für unsere Meisterschaft."