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MotoGP

Tulovic-Manager Peter Bales zieht sich zurück

Peter Bales war der einzige Manager, der in den vergangenen fünf Jahren deutsche Fahrer in die WM bringen konnte. Nun zieht er sich zurück.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Die deutsche Motorradsport-Community verliert einen wichtigen Strippenzieher. Peter Bales wird sich mit Jahresende aus dem Fahrermanagement zurückziehen. Bales brachte zuletzt Lukas Tulovic in die Moto2-WM und sorgte für die ersten Einsätze in der Moto3 von Dirk Geiger. Geiger und Tulovic waren die einzigen deutschen Fahrer, die es in den vergangenen fünf Jahren zu einem Debüt in der Weltmeisterschaft brachten.

Tulovic, der 2020 in der MotoE und der Moto2-Europameisterschaft unterwegs war, wird seine Agenden künftig selbst in die Hand nehmen. Geiger wurde bereits im Frühjahr mit der Gründung der Prüstel-Academy in das Management von Moto3-Teamchef Florian Prüstel übergeben.

"Wir bedanken uns herzlich bei Lukas' Familie für ihr Vertrauen in unser Können - und selbstverständlich bei Lukas für die fantastische Zeit! Danke, dass du unseren Traum von der MotoGP wahr gemacht hast", heißt es in einem Schreiben von Bales, das am Montag an Partner, Sponsoren und Pressevertreter ging.

Tulovic bestritt 2019 eine volle Saison in der Moto2 für Kiefer Racing und wäre auch für 2020 gesetzt gewesen. Das Selektionskomitee der Motorrad-WM sortierte den deutschen Traditionsrennstall allerdings für die laufende Saison aus, womit auch Tulovic sich nach einem neuen Arbeitgeber umsehen musste.

Fündig wurde Manager Bales in der MotoE, wo Tulovic in der aktuellen Saison einen 4. Rang, zwei weitere Top-10-Plätze sowie mit 39 Punkten den 11. Platz in der Gesamtwertung holte. Geiger feierte 2019 am Sachsenring sein WM-Debüt per Moto3-Wildcard für Kiefer Racing und kam 2020 beim Saisonstart in Katar zum Einsatz. Die Corona-Zwangspause verhinderte weitere Einsätze, die Geiger als Ersatzmann für Barry Baltus, der erst am 3. Mai das Moto3-Alterslimit von 16 Jahren erreicht hatte.

Bales wird sich nach einigen Jahren im Motorsport künftig anderen Projekten widmen. Motorsport-Magazin.com bedankt sich für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.


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