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Tito Rabat spricht erstmals über sein MotoGP-Aus

Vor den Medien versteckt sich Tito Rabat seit einigen Wochen, doch die MotoGP bekam ihn nun für ein Statement vor die Kamera.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Tito Rabat sprach am Sonntagabend zum ersten Mal über sein MotoGP-Aus. Obwohl er über einen gültigen Vertrag für 2021 verfügt, wurde er auf die Straße gesetzt. Das ging aus einer Presseaussendung vom Samstag hervor, in der Enea Bastianini und Luca Marini als künftiges Lineup des Avintia-Teams präsentiert wurden.

Rabat, der seit Wochen sämtliche Pressetermine absagt, nahm in einem Video-Interview mit der offiziellen MotoGP-Webseite kurz Stellung: "Ich muss noch ein par Dinge in Erfahrung bringen, bevor ich mich endgültig äußern kann. Ich kann euch aber sagen, dass ich noch immer Rennen fahren will, das nötige Level habe und mir dieses Niveau durch große Anstrengung erarbeitet habe."

"Ich will um Siege kämpfen und auf dem Motorrad Spaß haben", so Rabat weiter. "Diese Chance hatte ich in dieser Saison und auf diesem Bike nie. Jeder sieht, dass ich keine Möglichkeit hatte, vorne mitzufahren."

In der MotoGP nie durchgestartet

Rabat holte in den bisherigen zwölf Saisonrennen nur zehn WM-Punkte und wird regelmäßig von seinem neuen Teamkollegen Johann Zarco, der ebenfalls auf einer Ducati aus dem Vorjahr unterwegs ist, düpiert. So eroberte Zarco bislang siebenmal so viele Punkte wie Rabat, punktete in zehn Rennen und holte in Brünn sogar einen Podestplatz.

Rabat hingegen kam in fünf Jahren in der MotoGP auf Honda und Ducati nur auf sechs Top-10-Plätze mit einem 7. Rang in Argentinien 2018 als bestem Resultat. Seit einem schlimmen Unfall in Silverstone vor zwei Jahren, der Rabat wochenlang ans Bett fesselte, ließen seine Ergebnisse deutlich nach.

Seine erfolgreichste Zeit hatte der Spanier zwischen 2013 und 2015 in der Moto3, wo er insgesamt 13 Siege holte, sich 2014 den WM-Titel sicherte und zwei weitere Male die Gesamtwertung als WM-Dritter beendete.

Unter Mithilfe von Ducati könnte es 2021 für Rabat in die Superbike-WM gehen. Dort muss allerdings noch ein Platz gefunden werden, nachdem das Werksteam mit Scott Redding und Michael Ruben Rinaldi schon besetzt ist. Rabat wollte zu seiner weiteren sportliche Zukunft keinen Kommentar abgeben.


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