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MotoGP: Suzuki verzichtet auf Protest gegen Yamaha-Strafe

Yamaha kommt wohl mit einem blauen Auge davon. Titelrivale Suzuki verzichtet auf einen Protest und fordert keine Strafe für die Fahrer.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Suzuki hat angekündigt, keinen Einspruch gegen die Strafe gegen Hersteller Yamaha und deren beide Teams einzulegen. Am Donnerstagabend war der japanische Hersteller wegen eines Verstoßes gegen das Technische Reglement beim Auftaktrennen in Jerez mit einem nachträglichen Punkteabzug in Konstrukteurs- und Team-Wertung bestraft worden.

Da die betroffenen Fahrer Fabio Quartararo, Maverick Vinales und Franco Morbidelli (Valentino Rossi fiel ohnehin aus) ihre Punkte nach dem aktuellen FIM-Urteil behalten dürfen, musste Yamaha befürchten, dass einer der Rivalen Einspruch gegen den Richtspruch erhebt und im Zuge dessen auch eine Aberkennung der Punkte für die Fahrer-Wertung fordert.

Zumindest Suzuki wird das aber nicht tun, wie Teamchef Davide Brivio im offiziellen MotoGP-Livestream während des 1. Trainings in Valencia klarstellte: "Wir respektieren diese Entscheidung und freuen uns darauf, weiter mit ihnen kämpfen zu dürfen. Ob wir gewinnen oder verlieren soll auf der Strecke entschieden werden."

MotoGP-Talk: Verwirrspiel um Strafe für Yamaha: (28:48 Min.)

Ein Urteil mit Beigeschmack

Brivio räumte allerdings ein, dass das FIM-Urteil einen schalen Beigeschmack hat: "Was immer man jetzt tut, wirft einen Schatten auf die WM. Hätte man die Fahrer bestraft, könnte man am Ende behaupten, dass wir nur deswegen Weltmeister sind. Andernfalls wäre ein WM-Titel von Yamaha unter dem Licht, dass sie im ersten Rennen viele Punkte mit einem vielleicht nicht regulären Motor geholt haben."

Aktuell liegt Joan Mir in der MotoGP-Gesamtwertung vor drei Yamaha-Fahrern: Fabio Quartararo (14 Pkt. Rückstand), Maverick VInales (19) und Franco Morbidelli (25). Im Auftaktrennen in Jerez holte Quartararo 25 Punkte, Vinales 20 und Morbidelli 11. Ein Abzug dieser Zähler würde den Titelhoffnungen von Yamaha einen herben Rückschlag versetzen.

In einem TV-Interview mit "Sky Italia" versicherte auch Ducati-Sportchef Paolo Ciabatti, auf einen Protest gegen das Urteil zu verzichten. Laut Informationen von "Radio Catalunya" sollen auch KTM, Aprilia und Honda das Urteil akzeptieren. Yamaha wäre in diesem Fall mit einem blauen Auge aus der Causa gekommen.


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