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MotoGP-Test Portimao: Das sagen die Piloten zur neuen Strecke

Die MotoGP-Piloten waren am Mittwoch zum ersten Mal in Portimao unterwegs. Wir haben die ersten Reaktionen von Valentino Rossi und Co für euch.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - Portimao wird im Jahr 2020 zum ersten Mal ein MotoGP-Rennen ausrichten, noch dazu das Saisonfinale. Um Ende November nicht völlig unvorbereitet in den Süden Portugals zu reisen, hatten die MotoGP-Piloten vor dem Frankreich GP in Le Mans die Chance, auf der neuen Strecke zu testen. Motorsport-Magazin.com hat für euch die Reaktionen der Piloten nach dem ersten Testtag zusammengetragen:

Die ersten Reaktionen der MotoGP-Piloten:

Valentino Rossi (Yamaha): "Hier zu fahren ist sehr spannend. Die Strecke ist wunderschön und technisch ziemlich anspruchsvoll. Außerdem sind die vielen Anhebungen hier sehr seltsam. Aber es macht Spaß und der Asphalt bietet tollen Grip. Man kann das Fahren hier sehr genießen. Es sieht im Fernsehen schwieriger aus als es im echten Leben war. Es gibt drei oder vier Stellen, an denen ich mich erschreckt habe. Dort legt man ziemliche Sprünge hin. Es wird schwierig sein, mit einem MotoGP-Bike auf dem Boden zu bleiben. Aber grundsätzlich ist es eine tolle Strecke, um zu fahren, deshalb gefällt sie mir."

Maverick Vinales (Yamaha): "Die Strecke ist anders als alles, was wir gewohnt sind. Es gibt unterschiedliche Höhen in der Strecke und in die meisten Kurven biegt man blind ein. Aber grundsätzlich habe ich mich gut gefühlt. Es ist eine Art Rennstrecke, die mir gefällt, weil man sehr flüssig fahren muss und guten Kurvenspeed braucht. Mit einem normalen Straßenbike habe ich mich wohl gefühlt und wenn ich mit meinem MotoGP-Bike hier fahre, werde ich noch schneller sein. Die Strecke sieht super aus und es macht großen Spaß, hier zu fahren. Die größten Herausforderungen sind die Wheelies."

Jorge Lorenzo (Yamaha): "Es ist natürlich nicht einfach, zum ersten Mal seit neun Monaten auf einem MotoGP-Motorrad zu sitzen. Morgen werden wir noch ein bisschen mit dem Setting umherspielen, um zu sehen, ob wir uns verbessern und einen großen Schritt nach vorn machen können. Die Strecke ist wunderbar. Sie ist einzigartig, denn im Vergleich zu allen anderen hat sie viele Höhenunterschiede. Dadurch ist es sehr spaßig, hier zu fahren. Hoffentlich werde ich auch morgen ein guten Gefühl haben, sodass wir mehr Arbeit erledigt kriegen."

Alex Marquez (Repsol Honda): "Es war ein guter, erster Tag. Das Wetter war super und die neue Strecke hat ein tolles Layout und neuen Asphalt. Es hat Spaß gemacht, sie auszuprobieren. Außerdem ließ sich die Honda hier gut fahren, also lief der Tag sehr erfolgreich. Das Layout ist sehr ungewöhnlich. Deshalb denke ich, dass hier der Fahrer den Unterschied machen wird. Ich freue mich schon darauf, hier auf einem MotoGP-Bike zu fahren. Ich denke, es wird ein interessantes Rennen."

Stefan Bradl (Repsol Honda): "Mit dem guten Wetter und perfekten Bedingungen war es heute ein toller Tag. Wir sind unserem Plan für den Test gefolgt, nachdem sich die Bedingungen verbessert hatten. Das war einer der Vorteile daran, das viele Piloten anwesend waren. Die Strecke war sehr schnell wieder sauber. Die Rennstrecke ist eine große Herausforderung, aber man kann das Fahren mit einem MotoGP-Bike hier sehr genießen. Die Höhenunterschiede gefallen mir sehr gut. Wir waren schnell und konnten unser Testprogramm schon am ersten Tag abschließen. Morgen haben wir dann noch Zeit für ein paar Runs, bevor wir nach Le Mans fliegen."

Miguel Oliveira (Tech3 KTM): "Ich kannte die Strecke schon, bevor ich jetzt mit der MotoGP hier war. Der neue Asphalt ist wirklich super. Nicht nur, weil die Bodenwellen weg sind, sondern auch, weil der Grip stark ist. Grundsätzlich denke ich, das alles gut läuft. Mit einem normalen Bike hier zu fahren ist natürlich ganz anders als mit einem MotoGP-Motorrad. Damit kann man nichts vergleichen. Aber es ist schön, einen Vergleich zu haben und schon ein paar Linien für das Rennen zu kennen."

Aleix Espargaro (Aprilia): "Es war kein schlechter Tag. Es ist immer schön, eine neue Strecke auszuprobieren. Portimao ist eine besondere Strecke, wie eine Achterbahn. Mit dem MotoGP-Bike hier zu fahren, macht Spaß, ist aber körperlich und mental sehr fordernd. Man muss sehr konzentriert sein. Es ist nicht einfach. Ich glaube, eine der anspruchsvollsten Strecken, die ich in der MotoGP je gefahren bin. Es war ein guter Tag für uns. Wir haben viele Daten gesammelt."

Jack Miller (Pramac Ducati): "Diese Strecke ist wirklich eine Achterbahn! Es gibt nicht eine Kurve, in die man nicht blind hineinfährt. Auf den ersten Runden war ich ziemlich verloren. Ich bin froh um diesen Test, wir haben ihn wirklich gebraucht. Allein, um zu verstehen, wo man überhaupt ist. Viele Ecken sehen ähnlich aus, aber wirklich etwas erkennen tut man nicht. Es war ein wichtiger Test, aber ich habe auch viel Spaß gehabt."

Andrea Dovizioso (Ducati): "Ich finde diese Strecke ist wirklich einmalig. Die Höhenunterschiede sind sehr hoch. Das ist für uns sehr ungewöhnlich. Es ist nicht einfach und ich bin gespannt, wie es mit dem MotoGP-Bike funktionieren wird."

Joan Mir (Suzuki): "Für uns wird es wichtig sein, die richtige Anti-Wheelie-Kontrolle zu finden. Es geht viel hoch und runter. Mit dem normalen Bike habe ich das doll gespürt, aber ich weiß natürlich noch nicht, ob das mit dem MotoGP-Motorrad auch der Fall sein wird."

Pol Espargaro (KTM): "Es war ein guter Tag. Die Strecke ist komplett anders als alles, was wir kennen. Wie eine Achterbahn! Ich bin gespannt zu sehen, wie es am Rennwochenende laufen wird. Die Strecke ist so extrem, ich bin mir sicher, dass einige Hersteller sehr zu kämpfen haben werden, während andere gut damit zurechtkommen. Aber darauf spekulieren wir in der MotoGP ja auch. Ich glaube jedenfalls, dass die Strecke unserem Bike gut liegen könne, weil sie sehr aggressiv ist."

Danilo Petrucci (Ducati): "Ich werde gute Erinnerungen mitnehmen. Die Strecke gefällt mir sehr gut. Es war sehr aufregend, hierher zurückzukehren. Es ist eine tolle Strecke! Mit dem neuen Asphalt ist es sogar noch besser. Mein letzter Sieg auf der Ducati, von Mugello einmal abgesehen, war hier. Ich freue mich schon auf mein letzten Rennen als Ducati-Pilot hier."


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