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MotoGP Jerez 2020: Die Reaktionen zum Rennsonntag

Fabio Quartararo hat sich zum zweiten Mal zum MotoGP-Sieger gekrönt, Valentino Rossi feiert ein Podium. Die Reaktionen zum Rennen in Jerez.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Fabio Quartararo (Petronas Yamaha): "Oh mein Gott, war das hart heute. Ich konnte aber von Beginn an eine super Pace fahren und gleich eine Lücke aufmachen. Das hat sich super angefühlt. Was kann ich noch sagen? Es ist ein unglaubliches Gefühl, hier zwei Rennen in Serie zu gewinnen. Danke an mein Team und meine Familie, die wahrscheinlich schon komplett betrunken ist."

2. Maverick Vinales (Yamaha): "In der ersten Runde habe ich Fabio angegriffen, um freie Fahrer zu haben, denn ich habe mich auf dem Motorrad sehr gut gefühlt. Ich musste aber weit gehen und Fabio und Vale haben mich überholt. Dann bin ich hinter Vale festgesteckt und konnte nichts machen. Ich habe durch die Hitze vor mir kaum Luft bekommen und war total erledigt. Ich habe mir dann etwas Energie für die letzten fünf Runden aufgespart, um noch einmal pushen zu können. Das Rennen habe ich in der ersten Kurve verloren."

3. Valentino Rossi (Yamaha): "Ich bin sehr, sehr glücklich. Es ist lange her, dass ich auf dem Podium gestanden bin und dazwischen liegt eine schwierige Zeit mit schlechten Resultaten. Dieses Wochenende haben wir auf eine andere Art gearbeitet und ich bin sehr zufrieden mit David (Crewchief Munoz, Anm.) und dem gesamten Team. Sie haben super Arbeit geleistet. Das Rennen war unglaublich lang. Dieses Podium fühlt sich nicht ganz wie ein Sieg an, aber sehr ähnlich."

4. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Uns haben nur fünf Zehntelsekunden auf Rossi und das Podium gefehlt, aber ich bin trotzdem ziemlich zufrieden. Ich habe über die gesamte Renndistanz alles gegeben und das Bike hat sich wirklich gut angefühlt. Der Grip war extrem schlecht, aber das war ja für alle gleich. Das Team hat super Arbeit geleistet und das Motorrad im Vergleich zum vergangenen Woche massiv verbessert."

5. Joan Mir (Suzuki): "Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden. Im Rennen hatte ich sogar das Gefühl, dass heute das Podium möglich sein könnte. Durch die vielen Probleme und Ausfälle anderer Fahrer hat auch tatsächlich nicht viel gefehlt. Ich glaube wir haben wirklich gutes Rennen abgeliefert und ich bin mit meiner starken und konstanten Pace sehr glücklich."

6. Andrea Dovizioso (Ducati): "Für uns waren das zwei harte Wochen hier in Jerez. Im Warm-Up heute Morgen hatte ich eine gute Pace, aber die Bedingungen am Nachmittag waren natürlich ganz anders. Außerdem hatte ich im Rennen ein bislang unbekanntes Problem: Wenn ich in der Kurvenmitte die Bremse gelöst habe, hatte ich kein Gefühl mehr für das Vorderrad. Deshalb konnte ich nicht zu viel riskieren und bin eher auf Nummer sicher gegangen. Wäre ich weiter vorne gestartet, hätte ich mich besser schlagen können."

Beste Ducati beim zweiten MotoGP-Rennen in Jerez war Andrea Dovizioso auf Rang sechs - Foto: MotoGP.com

7. Pol Espargaro (KTM): "Heute ging es drunter und drüber. Ich wäre zu Beginn fast gestürzt, als ich Petruccis Hinterrad berührt habe. Da habe ich einige Positionen verloren. Ich habe dann voll gepusht, um wieder Boden gutzumachen. Die Hitze hat mir dabei aber richtig zu schaffen gemacht. Ich hätte es fast nicht bis ins Ziel geschafft. Das Motorrad hat aber auf einer der für uns schlechtesten Strecken wieder sehr gut funktioniert und wir liegen auf Rang fünf in der Weltmeisterschaft."

8. Alex Marquez (Repsol Honda): "Es war mein zweites MotoGP-Rennen und ich bin wirklich zufrieden. Wir haben im Vergleich zum letzten Wochenende einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht. Das war unser Hauptziel. Zwei Rennen in Folge auf derselben Strecke gibt einem eine gute Gelegenheit, Dinge auszuprobieren und Schritte nach vorne zu machen. Das haben wir genutzt. Unser Rennen war neun Sekunden schneller als letztes Wochenende, was unter den Bedingungen schon ein gutes Ergebnis ist."

9. Johann Zarco (Avintia Ducati): "Diesen neunten Platz nehmen wir gerne mit. Verglichen mit der Vorwoche haben wir uns gesteigert, aber das Rennen war dennoch schwierig. Uns haben ein paar Zehntelsekunden gefehlt und mir sind ein Fehler unterlaufen, die auch zu einem Sturz führen hätten können. Insgesamt waren es aber zwei ganz gute Wochen hier in Jerez."

10. Alex Rins (Suzuki): "Das Rennen war unglaublich. Mir ging es schon in der Startaufstellung schlecht, aber ich bin trotzdem super weggekommen. Von Runde zu Runde sind die Schmerzen dann aber stärker geworden. Etwa sieben Runden vor Ende wurde es richtig schwierig, noch weiterzufahren. Nach der tollen Arbeit, die die Ärzte, das Team und auch ich in den letzten Tagen geleistet haben, wollte ich aber unbedingt ins Ziel kommen."

11. Tito Rabat (Avintia Ducati): "Mir ist heute ein guter Start gelungen, aber dann habe ich mich leider in Turn 6 verbremst, bin weit gegangen und musste einige Fahrer vorbeilassen. Was die Renn-Pace betrifft liege ich etwa zwei Zehntelsekunden hinter meinem Teamkollegen - die gilt es zu finden. Das Rennen heute war physisch ein echter Härtetest, den wir gut bestanden haben."

12. Bradley Smith (Aprilia): "In diesem zweiten Rennen sind uns Fortschritte gelungen, vor allem was den Rückstand auf die Fahrer vor mir betrifft. Leider habe ich in der ersten Kurve viel Zeit verloren, als ich den gestürzten Piloten ausweichen musste. Das war schade, denn ich wäre gerne in dieser Gruppe mitgefahren. Positiv ist auf jeden Fall, dass wir beide Rennen ohne gröbere Probleme beenden konnte."

Trotz seiner Kahnbein-Verletzung sicherte sich Cal Crutchlow in Jerez noch Punkte - Foto: MotoGP.com

13. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Das war natürlich ein sehr harter Tag für mich, aber mit einem Boxenstopp konnten wir das Rennen beenden. In der ersten Kurve habe ich durch den Crash von Binder und Oliveira ein paar Positionen verloren, aber ich habe mein Bestes gegeben. Leider musste durch meine Verletzung im linken Handgelenk den rechten Arm sehr stark belasten, weshalb ich mich kaum noch auf dem Motorrad halten konnte. Es wurde richtig gefährlich und ich dachte, dass ich ohnehin außerhalb der Punkte liege, also habe ich mich entschieden, an die Box zu kommen. Dann hat mir das Team aber erklärt, dass ich Punkte holen werde, also bin ich das Rennen zu Ende gefahren."

DNF Francesco Bagnaia (Pramac Ducati): "Nach so einem Wochenende kann ich mich eigentlich nicht beschweren. Wir haben sehr gut gearbeitet. Ich war schnell und komfortabel unterwegs, aber leider hat uns ein technischer Defekt zum Aufgeben gezwungen. Wir werden dennoch stärker als je zuvor nach Brünn kommen."

DNF Franco Morbidelli (Petronas Yamaha): "Mein Start war nicht großartig, also musste ich mich wieder nach vorne kämpfen. Das ist mir aber leicht von der Hand gegangen. Ich hatte auf dem Motorrad ein super Gefühl und die Chance auf ein hervorragendes Resultat, vielleicht sogar das Podium. Leider hat mich ein Defekt gestoppt, aber das ist eben Rennsport. So etwas kann passieren. Den genauen Grund dafür kennen wir noch nicht."

DNF Brad Binder (KTM): "Heute ist definitiv nicht nach Plan verlaufen und das Schlimmste ist, dass ich auch noch Miguels Rennen zerstört habe. Er hatte ein großartiges Wochenende und richtig starke Pace. Es tut mir sehr leid. Mein Start war gut, aber ich habe Petrucci auf der Innenseite nicht gesehen und als ich das Bike aufgerichtet habe, war es schon zu spät. Ich konnte Miguel nicht mehr ausweichen. Dann war es ein schwieriges Rennen, in dem ich schließlich in der letzten Kurve einen Highsider hingelegt habe. Zum Glück geht es mir gut."

DNF Danilo Petrucci (Ducati): "Es tut mir leid, dass das Rennen heute so geendet ist, denn wir hätten ein gutes Resultat holen können. Mit dem Sturz hatte ich nicht gerechnet, denn ic habe eigentlich kein riskantes Manöver gewagt. Vielleicht waren die Reifen schon zu abgenützt und ich habe es übertrieben, als ich Dovi gejagt habe."

DNF Jack Miller (Pramac Ducati): "Mir ist es schwer gefallen, die Yamahas zu überholen. Ich habe es gegen Vinales einige Male versucht, als er langsamer unterwegs war. Schließlich ist es mir gelungen und ich habe dann ordentlich gepusht. Leider ist mir dabei der Grip ausgegangen und ich bin gestürzt. Es war mein Fehler."

Pramac-Pilot Jack Miller konnte das zweite Rennen in Jerez nicht beenden - Foto: MotoGP.com

DNF Aleix Espargaro (Aprilia): "Es gibt nicht viel zu sagen. Ich bin enttäuscht und es tut mir leid für das Team. Ich hatte einen guten Start, aber ich muss im Vergleich zu unseren Rivalen mehr Risiko nehmen und sehr nah ans Limit gehen, um die Pace zu halten - vor allem in der Kurvenmitte, um eine gute Beschleunigung zu haben. Die Saison mit zwei Ausfällen ist alles andere als gut."

DNF Iker Lecuona (Tech3 KTM): "Ich muss mich bei meinem Team entschuldigen. Der Start der Saison war bisher nicht einfach für uns. Letztes Wochenende hatte ich Probleme mit den hohen Temperaturen. Im Rennen heute, ich weiß nicht warum, hat sich das Motorrad auf einmal anders angefühlt. Ich habe davor eine Weile mit Alex Marquez gekämpft. Wir haben einander zwei oder drei Mal auf derselben Runde überholt. Schließlich wurden meine Rundenzeiten besser und ich habe versucht, die Fahrer vor mir einzuholen. Ich habe einen Fehler gemacht und wollte weiterpushen, aber bin dann gestürzt."

DNF Miguel Oliveira (Tech3 KTM): "Es war für uns ganz sicher ein enttäuschendes Wochenende. Nachdem ich den Ausgang des Rennens gesehen habe, bin ich mir sicher, dass ich es ohne Probleme in die Top-5 oder sogar auf das Podium geschafft hätte. Deshalb bin ich sehr enttäuscht, dass ich noch nicht mal das Rennen starten konnte, nach dem Zwischenfall in der ersten Kurve. Ich war der Pechvogel in dieser Situation, aber ich konnte nichts tun, um den Crash auszuweichen."


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