MotoGP

MotoGP Thailand: Marquez übersteht schlimmen Unfall unbeschadet

Marc Marquez fliegt im 1. Training zum MotoGP-Rennen in Thailand heftig ab. Eine Untersuchung ergibt: Er kommt mit dem Schrecken davon.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Marc Marquez kam bei einem schlimmen Unfall in der Auftaktsession des Grand Prix von Thailand mit leichten Blessuren und dem Schrecken davon. Der MotoGP-Weltmeister musste nach einem Crash zwar in ein Krankenhaus überstellt werden, dort gab es aber rund zwei Stunden nach dem Vorfall grünes Licht der Ärzte für das weitere Wochenende in Buriram.

Schlimmer Highsider von Marquez

Was war passiert? In den Schlussminuten des 1. Trainings machte sich Marquez zu seinem letzten Stint auf. Er war noch auf seiner Outlap und hatte soeben Pol Espargaro überholt, als er in Kurve 7 plötzlich per Highsider aus seinem Sattel katapuliert wurde. Zunächst wurden von der internationalen TV-Regie nur Onboard-Aufnahmen eingeblendet, später aber auch Bilder von den Streckenüberwachungskameras gezeigt.

Auf diesen war zu sehen, wie Marquez auf den Asphalt knallt und auf dem Hosenboden quer durch die Auslaufzone bis in das Kiesbett schlitterte. Seine Honda überschlug sich hinter ihm mehrmals und wurde dabei völlig zerstört. Unter anderem brach dabei die Schwinge ab und der Hinterreifen wurde von der Felge gerissen.

Marquez selbst blieb kurz benommen liegen, verließ wenig später aber humpelnd und gestützt von Marshals die Strecke. Mit einem Krankenwagen wurde er in das Medical Center überstellt, dass er auf den eigenen Beinen betrat. Nach rund einer halben Stunde verließ er das Gebäude allerdings auf einer Trage liegend und wurde in ein nahe gelegenes Krankenhaus überstellt.

Marquez für rennfit erklärt

Zu diesem Zeitpunkt mussten Fans weltweit um seinen Gesundheitszustand bangen. Doch um 7.43 Uhr unserer Zeit vermeldete die MotoGP via Twitter, dass die Ärzte Marquez die Freigabe für die weiteren Sessions an diesem Wochenende gaben. Wenig später sprach Repsol-Honda-Teamchef Alberto Puig, der seinen Fahrer in das Krankenhaus begleitet hatte, zur Presse: "Marc hat Prellungen am Rücken, der Hüfte und seinen Beinen. Es ist aber nichts, das uns Sorgen machen muss. Er hatte großes Glück, denn normalerweise - wenn du körperlich nicht in einem Top-Zustand bist - zertrümmert es dich. Das zeigt, wie stark er ist."

MotoGP-Arzt Dr. Charte erklärte in einem Video-Interview auf der offiziellen Webseite der Rennserie, warum man Marquez in ein Krankenhaus überstellen ließ: "Im Medical Center haben wir blaue Flecken an seiner Lendenwirbelsäule, der linken Hüfte und dem Gesäß festgestellt. Er war in gutem Zustand, aber wir haben zur Sicherheit ein paar Röntgenuntersuchungen durchgeführt. Bei einem Wirbel konnten wir nicht genau feststellen, ob er verletzt war oder nicht. Daher haben wir ihn nach Buriram in das Krankenhaus geschickt, um dort eine Magnetresonanz-Untersuchung durchführen zu lassen. Dort wurden keinerlei Verletzungen an der Wirbelsäule festgestellt."

Zurück im 2. Training

Marquez konnte bereits am 2. Training wieder teilnehmen. "Wir werden an unserem ursprünglichen Plan festhalten, aber natürlich beeinträchtigt so ein Crash den ganzen Körper", gibt Puig zu bedenken. Der Grund für den Sturz dürfte ein Eigenfehler von Marquez gewesen sein: "Er war etwas von der Idealline weg. Die Strecke war dort wohl schmutzig und der Hinterreifen hat deshalb nicht so gegriffen, wie er es sollte. Das war mit großer Sicherheit die Ursache. Der Reifen war nicht kalt und Marc war auch nicht zu schnell unterwegs."

Am Sonntag könnte sich Marquez bereits zum Weltmeister krönen, falls er zwei Punkte mehr als Andrea Dovizioso holt. Ein Sieg in Thailand würde Marquez somit in jedem Fall zum Champion machen. Im 1. Training war Marquez trotz des vorzeitigen Endes schneller als Dovizioso.


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