MotoGP

Dovi stichelt gegen JL99: Mir egal, was für ein Fahrer ich bin

Ob man ihn für einen starken Fahrer oder Champion hält, ist Andrea Dovizioso völlig egal. Im Gegensatz zu seinem ehemaligen Teamkollegen.
von Sophie Riga

Motorsport-Magazin.com - Valentino Rossi streute nach dem irren Fight auf dem Red Bull Ring Andrea Dovizioso Rosen und bezeichnete ihn als MotoGP-Champion, auch wenn der Italiener noch gar keinen Titel eingefahren hat. Dovizioso gab nun aber aller Welt deutlich zu verstehen, dass es ihm egal ist, ob sie ihn bereits als einen Champion oder "nur" als ein starker Fahrer sieht. Und holte dabei noch gegen einen ehemaligen Teamkollegen aus.

"Ich kümmere mich nicht darum, ob mich jemand für einen guten Fahrer oder einen Champion hält", erklärte Dovizioso nach dem Österreich GP deutlich. "Es reicht, wenn sich das ein Fahrer hier, den wir alle kennen, auf den Helm schreibt." Damit spielte Dovizioso natürlich, ohne es direkt auszusprechen, an seinen ehemaligen Teamkollegen Jorge Lorenzo an.

Der war in seiner Ducati-Zeit nämlich nicht damit einverstanden von Ducati-CEO Claudio Domenicali einen "tollen Fahrer" genannt zu werden. Stattdessen schoss Lorenzo mit der Aussage "Ich bin kein toller Fahrer, sondern ein Weltmeister" zurück. Diesen Satz hat er in der aktuellen Saison sogar in sein Helmdesign bei Repsol Honda integriert.

Andrea Dovizioso und Jorge Lorenzo waren bei Ducati Teamkollegen - Foto: Ducati

Mit alldem kann Dovizioso ganz offensichtlich herzlich wenig anfangen. "Ich bin nicht so ein Mensch", machte der Italiener deutlich. "Die Leute können von mir aus ehrlich gesagt denken, was sie wollen. Sollen sie doch denken, dass ich ein guter Fahrer oder ein Champion bin. Das zählt nur bis zu einem gewissen Grad."

Andrea Dovizioso: Fokus auf WM-Titel

Dovizioso ist im MotoGP-Fahrerlager als ein eher ruhiger und wenig exzentrischer Charakter bekannt. Während Kollegen wie Jorge Lorenzo oder Andrea Iannone mit selbstdarstellerischen Aussagen und dem Ausschlachten ihres Privatlebens auf den sozialen Netzwerken auffallen, behält Dovizioso sein Leben abseits der Rennstrecke lieber für sich und hält sich außerdem mit reißerischen Aussagen über sich selbst und seine Kollegen eher zurück. Kein Wunder, dass ihm nichts ferner liegt als eine Aussage wie Lorenzos.

Stattdessen konzentriert sich Dovizioso lieber auf seine Arbeit. "Ich weiß, was wir als Team und ich an mir selbst verbessern muss", sagte er. "Unser Ziel ist der WM-Titel und den Unterschied zwischen einem Champion und einem starken Fahrer machen die Details aus." Damit macht der Ducati-Pilot deutlich, dass er dem Rennen in Spielberg lieber Taten statt Worte folgen lassen möchte.


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