MotoGP

MotoGP-Regelwerk: Ab 2020 neue Strafe für Frühstarts

Nach dem Österreich GP hat die FIM das MotoGP-Regelwerk angepasst. Ab 2020 wird ein Frühstart nicht mehr mit einer Durchfahrtsstrafe bestraft.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - Die MotoGP-Welt sah in Spielberg einen weiteren Krimi zwischen Andrea Dovizioso und Marc Marquez. Doch während auf der Strecke um den Sieg gekämpft wird, fallen für die Verantwortlichen von FIM, Dorna und Co. weniger spannende, dafür aber notwendige Meetings an. Im Rahmen des Österreich GPs wurde nun eine Regel-Anpassung bezüglich der Frühstarts in der MotoGP beschlossen.

In einer Presseaussendung verkündete der Motorradweltverband FIM die Änderung des Regelwerks. Die Grand Prix-Kommission bestehend aus Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta, FIM-Mann Paul Duparc, IRTA-Chef Herve Poncharal und Takanao Tsubouchi von der MSMA entschied bei einem Meeting am 9. August, dass es ab der Saison 2020 keine Durchfahrtsstrafe mehr für Piloten geben wird, die zu Rennbeginn einen Frühstart hinlegen.

Für die restlichen MotoGP-Rennen der Saison 2019 ändert sich damit also noch nichts. Erst, wenn ein MotoGP-Pilot beim nächsten Katar GP einen Frühstart hinlegen sollte, muss er nicht mehr mit einer Durchfahrtstrafe rechnen. Stattdessen müssen Piloten ab der kommenden Saison zwei "Long Lap Penalties" absolvieren.

Das heißt, sie müssen im Falle eines Frühstarts im Laufe des Rennens zweimal das vor dem Wochenende festgelegte längere Layout der Strecke durchfahren. Laut neuen FIM-Richtlinien hat der betroffene Pilot nach der Mitteilung über seine Strafe fünf Runden Zeit, um diese zu absolvieren.

Grundsätzlich soll eine Long-Lap-Penalty dem Fahrer in etwa zwei Sekunden Zeit kosten. Ab 2020 wird ein Frühstart in der MotoGP also mit einer Strafe von etwa vier Sekunden belegt - ein deutlich geringerer Zeitverlust als ihn eine Durchfahrstrafe kosten würde.

Über die Long-Lap-Penalty wurde erstmals in der aktuellen MotoGP-Saison diskutiert, da viele Fahrer den Zeitverlust einer Durchfahrtsstrafe im Vergleich zu der durchschnittlich bei einem Frühstart gewonnenen Zeit als zu hoch empfanden. Aktuell wird die Long-Lap-Penalty zwar genutzt, zumeist aber, um Piloten zu bestrafen, die wiederholt die Streckenbegrenzung überschreiten und sich somit einen Vorteil verschaffen.


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