MotoGP

MotoGP Aragon 2018: Marquez gewinnt Schlacht, Lorenzo verletzt

Marc Marquez und Andrea Dovizioso liefern sich eine MotoGP-Schlacht in Aragon. Jorge Lorenzo zieht sich bei einem Crash eine leichte Verletzung zu.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Marc Marquez feiert beim MotoGP-Rennen in Aragon seinen sechsten Saisonsieg und baut damit seinen Vorsprung in der WM weiter aus. Andrea Dovizioso muss sich nach hartem Kampf mit Marquez mit dem zweiten Platz begnügen. Andrea Iannone komplettiert als Dritter das Podest vor seinem Teamkollegen Alex Rins.

MotoGP Aragon: Das Yamaha-Desaster in der Analyse: (26:38 Min.)

Polesitter Jorge Lorenzo crasht bereits in der ersten Kurve und zieht sich eine Fußverletzung zu. Valentino Rossi betreibt mit Platz 8 Schadensbegrenzung. Tom Lüthi verpasst als 17. erneut die Punkteränge.

Die Schlüsselszene: Marquez in Kurve 1

Rundenlang duellierten sich Andrea Dovizioso und Marc Marquez an der Spitze, doch in der drittletzten Runde schob sich der MotoGP-Weltmeister in der ersten Kurve an seinem Vize vorbei. Er zündete für die letzten Laps den Turbo und gab die Führung nicht wieder ab. Damit vergrößterte Marquez seinen WM-Vorsprung auf Dovizioso von 67 auf 72 Punkte.

MotoGP in Aragon: Der Rennfilm

Der Start: Jorge Lorenzos Rennen endet in der ersten Kurve! Er muss Marc Marquez innen vorbei lassen und crasht dann per Highsider. Sein zweiter Ausfall in Folge.

1. Runde: Andrea Dovizioso übernimmt die Führung vor Marquez, Iannone und Rins. Valentino Rossi hat sich auf Platz 13 verbessert.

2. Runde: Aleix Espargaro pflügt durch das Feld und kommt als Sechster durch! Alvaro Bautista begeht einen Fehler und stürzt wenig später im dritten Sektor.

3. Runde: Im Suzuki-Duell um Rang drei schenken sich Rins und Iannone nichts. Sie überholen sich in dieser Runde ganze dreimal gegenseitig. Beide hängen dem Top-Duo nach wie vor im Heck.

5. Runde: Cal Crutchlow stürzt auf Platz sieben liegend in Turn 1. Damit verbessert sich Valentino Rossi auf Platz zehn. Wenig später schnappt sich Rossi Johann Zarco und ist somit Neunter als bester Yamaha-Fahrer.

6. Runde: Die Top-7 sind nur durch zwei Sekunden getrennt. Dovizioso liegt vor Marquez, Rins, Iannone, Pedrosa, Aleix Espargaro und Petrucci.

9. Runde: Die Top-Piloten belauern sich und verzichten auf Attacken. Der Abstand von Rang eins auf sieben ist aber auf 2,9 Sekunden angewachsen.

11. Runde: Bradley Smith überholt Johann Zarco und schiebt sich somit in die Top-10 vor. An der Spitze fächert sich das Feld nun ein wenig auf. Dovizioso liegt bereits eine halbe Sekunde vor Marquez, Pedrosa musst die Top-4 bereits um eine Sekunde ziehen lassen.

12. Runde: Die Spitzengruppe legt endlich los! Dovizioso fährt mit 1:48,365 die schnellste Rennrunde. Marquez büßt zwei zehntel ein, Rins sogar über sechs. Pedrosa liegt nun schon eineinhalb Sekunden hinter den Top-4.

13. Runde: Rins reißt ab und bekommt Druck von Iannone. Die beiden Suzukis liegen nun schon fast zwei Sekunden hinter Dovizioso und Marquez.

14. Runde: Iannone schnappt sich Rins und kann sich sofort ein wenig absetzen. An der Spitze wechselt die Führung! Marquez zieht in Turn 12 innen an Dovizioso vorbei. Im Mittelfeld führt nun Vinales die große Gruppe ab Platz zehn an.

16. Runde: Dovizioso attackiert Marquez, der aber kontert. Ein zweiter Angriff geht aber auf und Dovi liegt wieder voran. Der Nutznießer ist Iannone, der nun direkt am Heck von Marquez hängt. Auch Rins liegt nun nur noch eine Sekunde hinter Platz eins.

18. Runde: Fünf Runden vor dem Ende liegen Dovizioso, Marquez und Iannone innerhalb einer halben Sekunde. Rins liegt als Verfolger eine weitere halbe Sekunde zurück. Der Rest des Feldes hat keine Chance mehr auf das Podest, wenn drei der vier Frontrunner sitzen bleiben.

19. Runde: Volle Attacke! Marquez geht in Turn 12 hinein an Dovizoso vorbei, der kontert kurz später und da kann sich sogar Iannone kurz in Führung setzen! Am Ende der Runde bleibt aber alles beim Alten: Dovizioso vor Marquez, Iannone und Rins. Noch vier Runden...

20. Runde: Dovizioso kontert erneut eine Attacke von Marquez im ersten Sektor.

21. Runde: In der ersten Kurve kann Marquez wieder die Führung übernehmen. Dovizioso kontert, doch Marquez setzt sich durch. Die beiden Suzuki fallen ein bisschen ab.

22. Runde: Rossi geht in der ersten Kurve an Miller vorbei und schnappt sich damit den 8. Rang. Marquez kommt mit 0,352 Sekunden Vorsprung auf Dovizioso in die letzte Runde.

23. und letzte Runde: Es tut sich nichts mehr an der Spitze! Dovizioso unterläuft ein kleiner Fehler und Marquez ist endgültig weg.

Zieleinlauf: Marc Marquez kommt mit 0,648 Sekunden Vorsprung auf Dovizioso ins Ziel. Andrea Iannone und Alex Rins holen dahinter ein starkes Ergebnis für Suzuki. Dani Pedrosa belegt Rang fünf vor Aleix Espargaro, Danilo Petrucci und Valentino Rossi.

So lief das MotoGP-Rennen für Tom Lüthi

Für Tom Lüthi wurde es wieder nichts mit dem ersehnten ersten MotoGP-Punkt. Der Schweizer startete von Platz 20 gut und lag nach der ersten Runde bereits auf Platz 16. Weiter nach vorne ging es aber nie, denn zunächst verlor Lüthi das Duell mit Karel Abraham und gegen Ende auch jenes mit Scott Redding. Somit reichte es nur zum 17. Platz - drei Sekunden hinter dem ersten WM-Punkt.

Die Stimmen vom MotoGP-Podest

Marc Marquez (Sieger, Repsol Honda): "Ich bin ein Risiko eingegangen mit dem weichen Hinterreifen. Ich konnte mit Dovizioso kämpfen, obwohl ich ganz schön am Limit war. Danke an die Leute, die hier waren. Ich weiß, es war sehr heiß und auf den Tribünen war es sicher schwer auszuhalten."

Andrea Dovizioso (Zweiter, Ducati): "Ich bin sehr zufrieden, denn in Aragon hatten wir immer Probleme. In der Vergangenheit haben wir das Podium nur von weitem gesehen. Jetzt haben wir es aufs Podium geschafft und sogar um den Sieg gekämpft. Die Überraschung war, dass ich mit Marc kämpfen konnte. Der zweite Platz ist toll für die Weltmeisterschaft."

Andrea Iannone (Dritter, Suzuki): "Ich dachte schon, dass ein Podium möglich war. Aber wenn Jorge nicht gestürzt wäre, wäre es schon schwieriger geworden. Ich habe am Anfang nicht bis zum Maximum gepusht. Das war eine gute Strategie. Am Ende war ich schneller als Alex, dann habe ich Andrea und Marc folgen können."


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