MotoGP

MotoGP Sachsenring 2018: Die Reaktionen zum Qualifying

Marc Marquez hat sich die neunte Pole in Folge auf dem Sachsenring geschnappt. Die Reaktionen zum Qualifying-Samstag in Deutschland.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Marc Marquez (Repsol Honda): "Das Team haben eine perfekte Strategie ausgearbeitet. Wir haben sie zum ersten Mal am Sachsenring ausprobiert. Das hat mir die Pole gesichert. Mit dem harten Reifen habe ich mich gut gefühlt, aber mit dem Medium ging es auch. Ich habe diese Pole nicht erwartet. Auf dem letzten Reifen, mit dem ich mich am wohlsten gefühlt habe, habe ich einen Fehler gemacht auf der letzten Runde. Es war schwer, das wieder aufzuholen, aber die paar Zehntelsekunden haben gereicht."

2. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Ich war auf meiner schnellen Runde hinter Jorge und das hat mir geholfen. Trotzdem war ich schnell. Im FP4 habe ich ein paar Probleme gehabt, aber das Wochenende lief bisher eigentlich ganz gut. Als ich die Ziellinie überquert habe, dachte ich, dass heute vielleicht mein Tag sein könnte. Aber dann habe ich Marc auf dem Bildschirm gesehen und wusste, dass es nicht so war."

3. Jorge Lorenzo (Ducati): "Im letzten Run mit dem letzten Reifen bin ich gut gefahren, aber habe dann einen Fehler gemacht. Ich habe das Gas zu früh geöffnet und dann Zeit verloren. Da habe ich ein paar Zehntel liegen lassen. Es ist trotzdem ein gutes Ergebnis, denn die Strecke war weder für mich noch für Ducati bisher eine gute Strecke. Deshalb bin ich glücklich."

4. Maverick Vinales (Yamaha): "Qualifying war positiv. Ehrlich, der erste Run war sehr gut. Beim zweiten Run versuchte ich zu pushen, aber der Vorderreifen war schon etwas abgenutzt, das hat es schwieriger gemacht. Ich glaube, Pole war heute möglich, aber wir haben uns ohnehin hauptsächlich auf morgen konzentriert."

5. Andrea Dovizioso (Ducati): "Wir haben verschiedene Setups versucht, aber der Grip fällt so stark ab, da ist präzises Feedback schwierig. Trotzdem sind wir im 4. Training ähnlich schnell gefahren wie die anderen Fahrer, die neue Reifen verwendeten. Damit zeigten wir, dass unsere Pace gut ist. Dann blieben wir im Q1 ruhig, fuhren die schnellste Zeit und kamen ohne Probleme durch Q2. Am Ende war es Platz 5, ein wichtiger Platz in Reihe 2. Im Rennen sind wir sicher schnell, aber Reifen-Management ist für alle ein unbekannter Faktor."

6. Valentino Rossi (Yamaha): "Heute lief es für uns viel besser. Wir haben die Bike-Balance und die Beschleunigung dank der Elektronik verbessert. Unsere Pace ist nicht fantastisch, aber auch nicht schlecht. Es stimmt, dass wir wie schon so oft in diesem Jahr sehr eng beisammen sind, also ist ein guter Start aus der zweiten Reihe wichtig, und ein paar gute erste Runden. Danach werden wir sehen. Ich glaube, die Hinterreifenwahl wird kritisch sein, weil wir noch nicht wissen, was das Beste sein wird."

Valentino Rossi startet aus Reihe zwei - Foto: Tobias Linke

7. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Das Team hat einen guten Job gemacht. Ich fühle mich heute besser mit dem Bike als gestern. Auf dem Sachsenring von der dritten Position starten ist nie gut, aber ich habe ein paar Fehler gemacht. Das hat meine Leistung beeinflusst. Ich bin ein bisschen enttäuscht, denn alle liegen so nahe beieinander. Marc ist eine unglaubliche Runde gefahren, aber liegt nur vier Zehntel vor uns."

8. Andrea Iannone (Suzuki): "Ich glaube das war für uns bis jetzt ein positives Wochenende, besonders was Reifenverschleiß und Konstanz angeht, damit hatten wir gestern noch zu kämpfen. In FP4 ging es gut, aber morgen ist Konstanz über das ganze Rennen gefragt, die zweite Rennhälfte wird wichtig sein. Im Qualifying habe ich mir mehr erwartet, aber die hohen Temperaturen waren ein Problem."

9. Alvaro Bautista (Angel Nieto Ducati): "Wir sind zuversichtlich für morgen. Wir haben eine gute Pace und ich fühle mich wohl auf dem Bike. Es ist das zweite Rennen in Folge, bei dem ich es ins Q2 geschafft habe. Mein Gefühl für die Ducati ist gut. Wir werden sehen, ob wir morgen etwas aus der neunten Position herausholen können. Das ist meine bisher beste Position in diesem Jahr. Ich werde versuchen, am Start in die Führungsgruppe aufzuschließen."

10. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Heute haben wir uns im Vergleich zu gestern verbessert, aber wir kämpfen noch immer mit der richtigen Abstimmung in einigen Bereichen. Besonders beim vollen Ausreizen der Reifen im Qualifying. Leider ist unser Startplatz nicht so gut, auch weil es sehr eng ist. Wir haben unsere Renn-Pace verbessert, und morgen werden ein guter Start und gutes Reifen-Management im Rennen wichtig sein."

11. Alex Rins (Suzuki): "Wir haben keine schnelle Runde geschafft, aber anhand der Zeiten kann man sehen, dass wir mit alten Reifen schnell sind. Es wird morgen ein interessantes Rennen werden. Am Start werden wir versuchen Plätze gutzumachen, und danach werden wir sehen, wie es den Reifen geht, weil die hier schnell abfallen. Nach 12 oder 13 Runden wird sich das Rennen stark verändern."

12. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Gut ist, dass ich es ins Q2 geschafft habe. Dort habe ich mein Bestes gegeben, aber es war so eng und ich habe ein paar Fehler gemacht. Es wird ein hartes Rennen werden, denn die Strecke ist sehr kurz und es sind 30 Runden. Ich glaube, alle haben mit Grip am Heck zu kämpfen, und wir müssen uns noch für einen Reifen entscheiden."

Takaaki Nakagami schaffte den Sprung ins Q2 - Foto: LCR Honda

13. Aleix Espargaro (Aprilia): "Heute konnten wir konkurrenzfähig sein. Leider haben wir das zweite Qualifying trotzdem um ein paar Zehntelsekunden verpasst. Wir haben am Setting und an der Reifenwahl gearbeitet. Wir haben versucht, sie so viele Runden wir möglich zu testen. Meine Runde im Q1 war sehr gut, aber eben nicht genug."

14. Johann Zarco (Tech3 Yamaha). "Heute war ein schwieriger Tag. Ich verstehe nicht, was falsch läuft. Es ist schwer, schnell zu sein und meine Rundenzeit zu verbessern. Morgen im Rennen hoffe ich, mitkämpfen zu können und dann zu sehen, wo ich bleibe. Es ist wirklich eine schwierige Zeit, die hoffentlich bald hinter uns liegt."

15. Jack Miller (Pramac Ducati): "Wir haben versucht, zwischen FP3 und FP4 die Reifen besser zum Arbeiten zu bringen. Im Qualifying versuchte ich hart zu pushen, aber bekam die perfekte Runde nicht zusammen, die ich für Q2 gebraucht hätte. Morgen muss ich gut starten."

16. Pol Espargaro (KTM): "Wir haben einen guten Rhythmus, ich kann mit dem Medium-Reifen schnelle Runden fahren. Also sind wir für das Rennen gerüstet. Aber wir haben ein Problem: Wir können nicht alles aus dem Soft-Reifen rausholen und der Extra-Grip für bessere Qualifying-Runden fehlt. Wir werden morgen sehen, aber es sieht danach aus, dass wir von hinten nach vorne kommen werden."

17. Bradley Smith (KTM): "Die Reifen scheinen bei uns gut zu halten, also wollen wir einen guten Start schaffen und dann in die Top 12 kommen. Das Qualifying war etwas frustrierend, ich wurde ein paar Mal aufgehalten, aber das Wochenende war positiv und konstant. Wir haben auch den Grip am Heck des Motorrades leicht verbessert. Es fühlt sich nicht so an, als ob wir auf Platz 16 liegen würden."

18. Hafizh Syahrin (Tech3 Yamaha): "Am Nachmittag habe ich mich besser gefühlt als am Morgen. Im FP3 habe ich mich um ein gutes Setup bemüht und habe ein paar Probleme gehabt. Trotzdem hat das Team in den beiden Sessions nach dem Mittag das beste Setup für das Bike gefunden. Das habe ich im FP4 genutzt, sodass ich im Longrun das Rennen gut vorbereiten konnte."

Tito Rabat stürzte bisher zweimal - Foto: Reale Avintia Racing

19. Tito Rabat (Avintia Ducati): "Bis jetzt war es ein schwieriges Wochenende, aber wir haben für das Warm-Up ein paar Ideen, die sollten mir mit dem Grip hinten helfen. Das Setup ist okay, wir haben die richtigen Reifen und wir sind bereit, um morgen ein gutes Ergebnis einzufahren."

20. Scott Redding (Aprilia): "Meine Situation ist grundsätzlich gut. Es gibt noch ein paar Kurven, in denen wir Zeit verlieren, aber im ersten Sektor bin ich schnell und auch im Zweiten funktioniert das Bike gut. Nur im letzten Teil, wenn man bergab aus der Kurve kommt, scheinen die anderen noch mehr Traktion als ich zu haben."

21. Stefan Bradl (Marc VDS Honda): "Ich bin zufrieden mit meiner schnellsten Runde. Aber je schneller man wird, desto schwieriger wird es. Wir haben das Bike ein bisschen verändert, aber noch nicht gut genug, damit es wirklich perfekt zu meinem Fahrstil passt. Der Sachsenring ist mein Heimrennen und ich versuche, das Fahren einfach nur zu genießen."

22. Tom Lüthi (Marc VDS Honda): "Wir haben ein bisschen Speed und mehr Grip im Qualifying gefunden. Das ist positiv. Aber meine Position ist so weit von der Spitze entfernt, dass es wirklich frustrierend ist. Ich bin von meiner Rundenzeit enttäuscht. Bisher war alles sehr schwierig."

23. Karel Abraham (Angel Nieto Ducati): "Im heutigen Qualifying habe ich meine schnellste Zeit weiter gedrückt. Aber ich denke, wir hätten noch schneller sein können. In der letzten Runde hat Zarco seine Runde auslaufen lassen und ist trotzdem auf der Ideallinie geblieben. Ich musste ihm ausweichen und habe ein paar Zehntel verloren. In Kurve fünf hatte ich ein Problem, das hat mich weiter davon abgehalten, meine Zeit zu verbessern."

24. Xavier Simeon (Avintia Ducati): "Ich bin enttäuscht, weil wir sehr weit abgeschlagen sind. Nach dem Schritt vorwärts in Katalonien habe ich mir mehr erhofft, aber wir sind wieder zurückgefallen. Am Sachsenring lief es für mich immer gut, ich weiß nicht, warum ich so langsam bin. Am Wichtigsten ist, dass meine Pace verglichen mit Lüthi oder Bradl nicht so schlecht ist, hoffentlich halten meine Reifen und ich kann mit ihnen im Rennen kämpfen."


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