MotoGP

MotoGP Mugello 2018: Die Stimmen zum Rennen

Jorge Lorenzo fährt auf italienischen Boden zu seinem ersten Ducati-Sieg. Das hatten die MotoGP-Piloten zum Italien GP zu sagen.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Jorge Lorenzo (Ducati): "Viele Leute haben gesagt, dass ich es mit Ducati nicht schaffen würde. Ich war überzeugt davon, dass ich mich nur wohler auf dem Motorrad fühlen muss. Jetzt hat mir das Team diese Möglichkeit gegeben und ich habe es geschafft. Ich bin konstantere Zeiten gefahren und habe mich wohl gefühlt. Mit Ducati hier in Mugello auf dem Podium zu stehen ist unglaublich."

2. Andrea Dovizioso (Ducati): "Ich bin nicht 100 Prozent zufrieden. Ich denke, wir haben eine falsche Entscheidung mit dem Vorderreifen getroffen. Valentino ist vor mir fast gestürzt. Ich hatte dieselben Probleme, also denke ich, dass Valentino und ich eine falsche Entscheidung getroffen haben. Ich konnte mit Jorge nicht mithalten. Aber ich möchte mich bei Ducati bedanken, in Mugello auf dem Podium zu stehen ist besonders. Für die Weltmeisterschaft ist dieser zweite Platz aber gut."

3. Valentino Rossi (Yamaha): "Ich bin sehr glücklich, denn das Rennen war sehr anstrengend. Wir wussten, dass es mit den Reifen hart werden würde. Vor allem mit der Front war es nicht einfach. Es war trotzdem die richtige Wahl. Denn die Fahrer mit den weichen Reifen konnten am Ende nicht mehr pushen. Am Ende hat mir Iannone noch einen harten Kampf geliefert, aber ich wollte unbedingt aufs Podium. Das geschafft zu haben ist sehr schön."

4. Andrea Iannone (Suzuki): "Ich habe mein Bestes gegeben, aber natürlich hatte ich gehofft, dass ich das Rennen auf dem Podium beenden kann. Leider hatte ich bei diesen heißen Bedingungen aber Probleme mit dem Hinterreifen. Mir fehlte es an Grip beim Beschleunigen, vor allem auf der Start-Ziel-Geraden. Diese Zeit dann in den Kurven gutzumachen, ist sehr schwierig. Ansonsten bin ich mit dem Rennen aber sehr zufrieden. Platz vier ist ein gutes Ergebnis."

5. Alex Rins (Suzuki): "Ich bin sehr glücklich, denn ich hatte dieses Resultat nicht erwartet. Am Samstag hatte ich einen wirklich schlimmen Sturz, bei dem ich mir die Schulter verletzt habe. Deshalb hat es mir heute im Rennen an Kraft gefehlt. Ich habe aber einfach versucht, mich auf das Rennen zu konzentrieren und nicht auf meine Schulter. Mit dem fünften Platz bin ich absolut zufrieden und ich habe in diesem Rennen auch viel gelernt."

6. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Heute ist uns ein besseres Resultat gelungen, als wir das in Anbetracht der Situation mit dem Grip am Vorderrad erwartet haben. Es war für mich aber schwierig, andere Fahrer zu überholen. In einer Phase des Rennens dachte ich, dass das Podium möglich ist, aber das Überholen wäre ein gewaltiges Risiko gewesen. Insgesamt konnte ich die Situation dann gut managen, was anderen Piloten nicht gelungen ist."

Cal Crutchlow verpasste in Mugello die Top-5 - Foto: LCR Honda

7. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Es ist wirklich schade wie das Rennen heute gelaufen ist. Mein Start war wirklich gut, aber leider hat mich Marquez in der zweiten Kurve von der Strecke gedrängt. Das ärgert mich wirklich, denn dadurch wurde unsere gute Arbeit am gesamten Wochenende zunichte gemacht. Ich habe dann alles versucht, um mich wieder nach vorne zu kämpfen. Am Ende hatte ich dann aber auch noch Probleme mit der Benzinpumpe."

8. Maverick Vinales (Yamaha): "Das Rennen lief nicht so, wie ich das nach dem vierten Freien Training erwartet hatte. Auch im Warm Up hatte ich ein anderes Gefühl mit dem Motorrad, als im Rennen. In den ersten Runden habe ich fast in jeder Kurve die Kontrolle über das Vorderrad verloren. Das war wirklich schade, denn nach Runde zehn war ich einer der schnellsten Fahrer auf der Strecke. Ich habe dann aber den Vorderreifen zerstört und konnte deshalb nicht auf das Podium fahren."

9. Alvaro Bautista (Angel Nieto Ducati): "Ich bin zufrieden, denn ich liege nicht weit von der Spitze entfernt. Es war ein sehr hartes Rennen. Ich habe 100 Prozent gegeben die ganze Zeit über. Auf den ersten paar Runden habe ich gesehen, dass Maverick Vinales dicht vor mir lag. Ich habe überlegt, ob ich an ihm dran bleiben soll, weil er in der zweiten Rennhälfte immer sehr konstant und schnell ist. Wir haben Schritt für Schritt auf die Podiumspiloten aufgeholt."

10. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Grundsätzlich war Mugello schwierig. Am ganzen Wochenende, aber vor allem am Samstag hatte ich Probleme. Im Rennen war es genauso. Trotzdem habe ich es beenden können und habe so viele Punkte wie möglich mit nach Hause genommen. Ich habe ein gutes Gefühl, aber wir haben an diesem Wochenende einfach nicht perfekt gearbeitet. Ich will das Rennen einfach nur vergessen."

11. Pol Espargaro (KTM): "Insgesamt hatten wir an diesem Wochenende etwas Probleme. Wir sind eine Sekunde von der Pace der Spitze entfernt. Unser Rennen war aber besser als das einiger anderer. Platz elf ist kein schlechtes Ergebnis und in etwa unser Niveau im Moment. Wir haben keinen schlechten Job gemacht, wollen aber natürlich mehr. Hoffentlich wird es in Barcelona etwas einfacher für uns."

12. Hafizh Syahrin (Tech3 Yamaha): "Es war ein hartes Rennen unter heißen Bedingungen. Ich möchte mich beim Team bedanken. Ich bin zufrieden, denn am Anfang des Rennens hatte ich Probleme damit, den richtigen Grip zu finden. Ich habe viel gepusht und war überrascht, dass die KTM so schnell war. Es war schwierig, sie auf der Geraden zu überholen. Ich habe auf der Geraden Zeit verloren und habe versucht, es in den Kurven wieder aufzuholen."

Hafizh Syahrin wurde im Rennen von Mugello Zwölfter - Foto: Tobias Linke

13. Tito Rabat (Avintia Ducati): "Nach dem guten Qualifying habe ich mir eigentlich mehr erhofft. Aber im Rennen hat es sich mit dem Vorderreifen wie auf Eis angefühlt. Die Bedingungen haben sich stark verändert, und mit den höheren Temperaturen litten wir alle sehr. Ich bin sozusagen mit angezogener Handbremse gefahren, und kam 22 Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel."

14. Bradley Smith (KTM): "Ich hatte richtig Spaß in diesem Rennen, weil ich 22 von 23 Runden voll im Kampf war. Es war schön als wir nur die zwei KTMs waren, aber dann ist Aleix dazugestoßen und hat unseren Rhythmus etwas gebrochen, weil er in manchen Bereichen extrem stark war und schwach in anderen. Zwei Runden vor Ende hat mich Rabat dann abgedrängt, so dass auch Syahrin vorbeigehen konnte. Wir sind dann innerhalb einer Zehntelsekunde durchs Ziel. Es ist frustrierend, nicht Zwölfter geworden zu sein."

15. Franco Morbidelli (Marc VDS Honda): "Das Rennen war gut für mich, weil es nicht die einfachste Strecke für die Honda ist. Trotzdem bin ich gut zurechtgekommen, vor allem zu Beginn des Rennens. Wenn ich hinter anderen Fahrern liege, verliere ich noch immer viel Zeit, aber ich konnte ruhig und auf meinem Bike sitzen bleiben. Meine Pace war nicht herausragend, aber ich war konstant."

16. Marc Marquez (Repsol Honda): "Wir hatten das ganze Wochenende Probleme, mit diesem Reifentyp zurecht zu kommen. Aber im Rennen ging es. Dafür ist mir unerwartet die Front weggerutscht, weil ich habe da nicht so hart gepusht, und ich bin gestürzt, obwohl ich es fast gerettet hätte! Als ich dann wieder ins Rennen ging, war unsere Pace gar nicht schlecht, obwohl das Bike etwas beschädigt war. Außerdem haben wir noch immer 23 Punkte Vorsprung in der WM, das ist auch sehr positiv."

17. Xavier Simeon (Avintia Ducati): "Ich bin gut gestartet und habe vier Positionen gutgemacht, aber so ab Runde 4 oder 5 begannen die Probleme mit dem Hinterreifen. Jedes Mal, wenn ich vom Gas ging, kam mir das Heck fast aus und ich war vier oder fünf Mal knapp davor abzufliegen. Abgesehen davon habe ich mich darauf konzentriert, das Tempo zu halten, aber das Rennen war hart und fühlte sich besonders lang an."

18. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Soweit ich weiß, hat Dani (Pedrosa) die Kontrolle verloren und meinen Hinterreifen erwischt, es war ein unglücklicher Crash. Ich habe etwas gebraucht, bin aber wieder ins Rennen gegangen. Ich bin dann an die Box, habe es mit meinem Team besprochen. Sie sagten nein, aber ich konnte das Rennen nicht einfach so nach zwei Kurven beenden, also bin ich wieder raus. Das Bike war OK, etwas beschädigt aber ich habe mein Bestes gegeben, um einfach das Rennen zu beenden."

Aleix Espargaro musste seine Aprilia einmal mehr in der Box abstellen - Foto: Aprilia

DNF Aleix Espargaro (Aprilia): "So ab der 10. Runde spürte ich, dass der Hinterreifen nicht richtig funktionierte. Ich hatte kaum Grip und wäre ein paar Mal fast abgeflogen. Mit jeder Runde wurde es schlimmer, letztendlich musste ich an die Box. Das war sehr seltsam, wir müssen die Ursache dieses Problems finden."

DNF Jack Miller (Pramac Ducati): "Ich bin extrem enttäuscht. Mein Gefühl war das gesamte Wochenende über sehr gut und ich denke, dass wir mit dem Medium-Hinterreifen auch die richtige Wahl getroffen haben. Deshalb hätte ich mich im Rennen wohl gut schlagen können, aber es ist leider nicht dazu gekommen. Ich werde daraus lernen. In Barcelona sieht es schon wieder anders aus."

DNF Tom Lüthi (Marc VDS Honda): "Es war aus vielerlei Gründen ein schwieriges Wochenende für uns. Ich bin im Training oft gestürzt und das war schlecht für mein Selbstvertrauen. Im Rennen bin ich wieder gestürzt, weil Simeon vor mir fast dasselbe passiert ist. Ich habe versucht, von innen an ihm vorbeizugehen und habe die Front verloren. Es tut mir leid für mein Team."

DNF Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Erst am Morgen im Warm-Up haben wir ein Setup gefunden, das mir mehr Vertrauen gegeben hat. Leider mussten wir von ganz hinten starten, das erhöht oft das Risiko. Ich wollte beim Start gleich Plätze gutmachen, bin an ein paar Fahrern vorbei und war dann neben Nakagami als ich leider Bautista leicht am Hinterrad berührt habe. Ich bin abgeflogen und habe Taka abgeräumt, das tut mir sehr leid."

DNF Karel Abraham (Angel Nieto Ducati): "Es war ein schwieriges Wochenende für mich. Ich fühle mich noch immer nicht fit. Wir hätten Punkte sammeln können, aber ich hatte einen kleinen Sturz in der letzten Kurve. Ich habe das Hinterrad verloren, aber habe nicht wirklich hart gepusht oder bin mehr Schräglage gefahren als vorher. Vielleicht hat Redding mein Rad berührt und deshalb bin ich am selben Punkt wie er gestürzt. Wir analysieren jetzt die Daten."

DNF Scott Redding (Aprilia): "In der letzten Kurve der ersten Runde ist Abraham rausgeflogen. Sein Bike hat mich getroffen und ich bin gestürzt. Ich bin brutal vom Bike gerissen worden, und mir blieb die Luft weg, als ich am Boden aufkam. Ich habe auch sonst ein paar Kratzer, aber hoffentlich gibt es keine schlimmeren Folgen."


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