MotoGP

MotoGP Austin 2018: Reaktionen zum Training

Andrea Iannone schnappte Marc Marquez die Bestzeit im MotoGP-Training in Austin weg. Viele Piloten beschwerten sich über den neuen Asphalt.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Andrea Iannone (Suzuki): "Ich habe ein gutes Gefühl auf dieser Strecke und mit dem Motorrad. Die Bedingungen sind natürlich schwierig, aber das ist für alle gleich. Wir haben heute sehr gute gearbeitet und müssen einfach genau so weitermachen. Das Ziel ist es, auch im Qualifying weit vorne zu sein, weil Überholen hier relativ schwierig ist. Wenn uns das gelingt, ist alles möglich!"

2. Marc Marquez (Repsol Honda): "Ich bin mit dem heutigen Tag zufrieden, denn ich habe mich von Anfang an stark gefühlt und fürs Rennen gearbeitet. Noch wichtiger ist aber, dass ich meine Rundenzeit mit dem harten Hinterreifen gefahren bin. Außerdem soll es morgen regnen, deshalb ist es gut, auf Platz zwei zu liegen. Unsere Pace ist schon jetzt gut, aber es gibt ein paar Dinge, die wir noch verbessern müssen. Am Nachmittag hatte ich einen kleinen Crash, als ich ein anderes Setup ausprobiert habe. Deshalb müssen wir weiterarbeiten. Aber auch, weil einige andere Fahrer stark aussehen, vor allem Vinales."

3. Maverick Vinales (Yamaha): "Ich bin insgesamt ziemlich zufrieden. FP2 ist ganz gut verlaufen, auch wenn wir am Ende den weichen Reifen nicht verwendet haben, weil ich mich damit zu Beginn nicht so wohlgefühlt habe. Ich glaube aber dennoch, dass wir mit dem Soft Potenzial haben und somit eine Chance, uns weiter zu steigern. Unser Start hier war auf jeden Fall besser als an den bisherigen zwei Rennwochenende."

4. Valentino Rossi (Yamaha): "Heute sind beide Trainingssessions positiv für uns verlaufen. Ich war immer ziemlich schnell. Wir haben viel an der Renn-Pace gearbeitet. Mit dem Medium fehlt es uns noch etwas an Grip, also haben wir noch Arbeit vor uns. Mein Gefühl mit dem Motorrad ist aber grundsätzlich positiv und am Nachmittag waren die Streckenbedingungen auch schon etwas besser als im ersten Freien Training."

5. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Ich bin mit dem ersten Tag zufrieden. Mein Gefühl für das Bike ist so gut es eben geht. Ich denke, dass wir uns alle einig sind, dass die Strecke wirklich in einem furchtbaren Zustand war. Es war sehr wellig und dreckig. Erst am Nachmittag ist es ein bisschen sauberer geworden, aber es war trotzdem nicht leicht, ein gutes Gefühl für das Bike zu finden."

6. Alex Rins (Suzuki): "Ich bin ziemlich zufrieden, denn wir haben nach FP1 gute Arbeit geleistet. Wir konnten das Motorrad so anpassen, dass wir in unseren Schwachstellen besser wurden. Mit dem Rennreifen fühle ich mich stark und habe eine gute Pace. Wir müssen noch etwas am Setup arbeiten, aber die Richtung stimmt."

Alex Rins schaffte am Freitag den Sprung in die Top-6 - Foto: Suzuki

7. Jorge Lorenzo (Ducati): "Nach dem ersten Trainingstag fühle ich mich hier viel besser als in Katar und vor allem Argentinien. Die Strecke ist in diesem Jahr für alle langsamer, aber am Nachmittag war sie schon viel sauberer, es gab mehr Grip und wir konnten uns alle steigern. Meine Rundenzeit ist nicht schlecht, aber ich habe fast eine halbe Sekunde verloren, als Nakagami vor mit gestürzt ist. Ansonsten könnte ich in den Top-Five sein."

8. Andrea Dovizioso (Ducati): "Es war ein schwieriger Tag und es ist wirklich schade, dass die Oberfläche dieser fantastischen Strecke so ruiniert wurde. Am Vormittag war die Strecke auch noch schmutzig, was die Arbeit weiter verkompliziert hat, aber am Nachmittag konnten wir uns zumindest ausreichend steigern. Wir haben noch nicht das richtige Setup gefunden, aber uns war klar, dass wir hier Probleme haben werden. So gesehen schlagen wir uns nicht so schlecht."

9. Aleix Espargaro (Aprilia): "Ich bin sehr glücklich. Heute war der beste Freitag seit Beginn der Saison. Vor einem Jahr war diese Strecke die schwierigste für mich und heute bin ich gut gestartet. Ich bin gleich in die Top-10 gefahren und bin mir sicher, dass wir uns noch weiter verbessern können. Meine Leistungen zeigen wieder, wie konkurrenzfähig unser Motorrad ist, vor allem im direkten Vergleich zu letztem Jahr. Ich bin davon überzeugt und ich denke, dass wir es bisher auch gut bewiesen haben. Alles, was uns fehlt, ist ein Wochenende ohne Schwierigkeiten."

10. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Ich bin mit dem Ergebnis von heute Nachmittag zufrieden, denn wir haben es geschafft, eine bessere Position herauszufahren, als wir erwartet hätten. Das ist sehr positiv. Trotzdem waren beide Trainings-Session sehr hart. Vor allem das FP2, denn am Nachmittag habe ich alles gegeben, um zu verstehen, ob es Sinn macht, am Sonntag anzutreten. Am Morgen habe ich viele Schmerzen gehabt, aber ich habe versucht, mich auf dem Bike so wohl wie möglich zu fühlen. Meine Pace war nicht sehr gut, also habe ich versucht, mich am Nachmittag zu verbessern. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Jetzt müssen wir versuchen, die Schwellung vor der Action morgen zu minimieren. Das ist jetzt unser größtes Ziel, weil die Schwellung durch meine Anstrengungen größer geworden ist. Wir werden morgen versuchen, unsere Pace ein bisschen besser in den Griff zu bekommen, sodass wir das Rennen mit dem Ziel Punkte mitzunehmen, angehen können."

11. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Ich bin zwei schnelle Runden gefahren, aber ich war am Limit. Ich habe die Top-10 um ein Zehntel verpasst und das könnte ein Problem sein, falls es morgen regnet. Das Bike funktioniert mit den vielen Bodenwellen auf der Strecke nicht besonders gut. Wir werden versuchen, uns morgen zu verbessern. Es ist gerade einmal der erste Tag, aber ich habe nicht erwartet, so große Probleme zu haben."

12. Tito Rabat (Avintia Ducati): "Es war ein sehr guter Tag. Ich hätte gedacht, dass ich mehr Probleme haben würde, aber die Dinge liefen besser als erwartet. Am Morgen waren die Streckenbedingungen sehr schlecht, aber am Nachmittag hat sich der Grip verbessert, weil weniger Staub auf der Strecke war. Ich bin zuversichtlich und habe mich den ganzen Tag wohl gefühlt. Ich bin am Nachmittag gestürzt, aber konnte gleich wieder rausgehen. Dadurch bin ich wieder in meinen Rhythmus gekommen. Morgen Ziel für morgen ist es, im FP3 einen guten Job zu machen und dann direkt ins Q2 zu gehen."

Für Johann Zarco lief es in Austin bisher nicht optimal - Foto: Tech3

13. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Das war ein schwieriger erster Tag in Texas. Am Vormittag hatte ich Pech mit einem mechanischen Problem und konnte deshalb nicht so arbeiten, wie ich das gewollt hätte. Zumindest waren meine Runden am Ende ziemlich gut. Am Nachmittag hatte ich dann aber ehrlich gesagt große Schwierigkeiten. Vor allem mit dem weichen Reifen hatte ich ein komisches Gefühl. Das ist eigenartig und auch schade, denn wir sind nicht in den Top-Ten. Hoffentlich ist es am Samstag trocken."

14. Jack Miller (Pramac Ducati): "Ich bin mit unserem Nachmittag zufrieden, auch wenn ich mit dem gesamten Tag nicht glücklich bin. Ich verliere zu viel Zeit im ersten Sektor, vor allem beim Richtungswechsel. Ich kann das Bike nicht gut zum Arbeiten bringen. Im zweiten Freien Training haben wir aber Fortschritte gemacht, deshalb bin ich fürs Qualifying morgen trotzdem zuversichtlich."

15. Scott Redding (Aprilia): "Es ist das erste Mal, dass ich auf so Bodenwellen-lastigen Asphalt fahren musste. Das hat es für mich schwierig gemacht, aber ich kann mit meinem Ergebnis heute zufrieden sein. Ich denke, dass ich den Speed habe, um direkt ins Q2 zu fahren. Aber ich konnte heute den Vorteil des ersten weichen Reifens nicht nutzen, deshalb bin ich zurückgefallen. Mit dem weichen Reifen an der Front rutscht das Bike viel, deshalb müssen wir uns morgen in diesem Bereich verbessern und einen anderen Reifen ausprobieren."

16. Hafizh Syahrin (Tech3 Yamaha): "In FP2 habe ich mich wirklich gut gefühlt und wir konnten uns deutlich steigern. Am Ende der Session hätte ich noch schneller sein können, aber leider ist Nakagami direkt vor mit gestürzt und ich musste Tempo rausnehmen. Am Samstag kann ich aber sicherlich noch einmal zulegen, wenn das Wetter so bleibt. Dann werden wir näher an die Spitze herankommen."

17. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Ich wusste, dass Austin eine schwierige Strecke mit einem MotoGP-Motorrad sein würde, aber jetzt verstehe ich von Rennen zu Rennen besser, wie ich mich an ein MotoGP-Motorrad anpassen muss. Das läuft bisher ganz gut und natürlich ist mein Ergebnis aus dem ersten Freien Training besonders schön. Wir sind in den Top-10 gelandet. Aber im zweiten Freien Training waren die Bedingungen etwas besser und alle anderen Fahrer haben sich verbessert."

18. Karel Abraham (Nieto Ducati): "FP1 war für mich sehr schwierig, weil es sehr rutschig war und ich große Probleme mit dem Motorrad hatte. In FP2 habe ich dann voll gepusht, meine Crew hat auch intensiv am Bike gearbeitet und ich war sofort schneller. Im letzten Run ist mir noch einmal eine deutliche Steigerung gelungen. Das Resultat ist nicht großartig, aber wir haben uns ordentlich verbessert und ich mit dem zweiten Training zufrieden."

19. Tom Lüthi (Marc VDS Honda): "Mein Hauptproblem heute war, dass ich einfach überhaupt keinen Grip am Hinterrad gefunden habe und extrem gerutscht bin. Wenn ich dann am Kurvenausgang doch einmal Grip bekommen habe, ist das Motorrad sehr nervös geworden, was das Fahren hier extrem anstrengend und ermüdend macht. Für das Rennen brauchen wir also auf jeden Fall mehr Grip und insgesamt Stabilität."

20. Franco Morbidelli (Marc VDS Honda): "Wir haben heute viel am Setup gearbeitet, sowohl am Motorrad selbst als auch an der Elektronik, und haben damit vor allem am Nachmittag gute Fortschritte gemacht. Uns ist eine Steigerung von 1,7 Sekunden gelungen! Wir können aber immer noch einige kleine Schritte machen. Ich konzentriere mich darauf, bei den Bedingungen hier bestmöglich zu fahren."

Franco Morbidelli wurde am Freitag in Austin 20. - Foto: Marc VDS

21. Alvaro Bautista (Nieto Ducati): "Es war ein schwieriger Tag. Wir haben das gleiche Problem wie an den vergangenen Wochenenden: Mir fehlt es einfach am Gefühl für den Reifen. Wir haben einige Dinge ausprobiert, aber es hat nicht geholfen. Die Strecke war auch schmutzig und so habe ich mich auf dem Bike nicht wohlgefühlt. Das Motorrad lässt sich in den langen Kurven nicht gut lenken. Hoffentlich können wir am Samstag eine Lösung finden."

22. Bradley Smith (KTM): "Ich bin mit meiner Rundenzeit auf gebrauchten Medium-Reifen, die wir am Ende des Trainings gefahren sind, ziemlich zufrieden. Wir sind nicht da, wo wir sein wollen, aber wir stehen viel besser da als vor zwölf Monaten. Trotzdem liegt noch viel Arbeit vor uns."

23. Pol Espargaro (KTM): "Es war das härteste zweite Freie Training der bisherigen Saison. Der Medium-Vorderreifen hat nicht funktioniert. Uns fehlt etwas. Mein Sturz hat natürlich auch nicht dazu beigetragen, uns auf dieser extrem welligen und technischen Strecke zu verbessern."

24. Xavier Simeon (Avintia Ducati): "Es war eine große Herausforderung für mich, diese Strecke auf der Ducati zu verstehen. In der ersten Session habe ich mich nicht wohl gefühlt. Im zweiten Freien Training lief es viel besser, aber ich muss mich noch auf viele Art und Weisen verbessern. Mehr als alles andere muss ich meine Sitzposition verändern, denn ich bin sehr steif auf dem Motorrad und die Strecke ist körperlich sehr anspruchsvoll. Wenn ich das schaffe, kann ich mich um einiges verbessern."


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