MotoGP

MotoGP-Test Thailand 2018: Reaktionen zu Tag 1 aus Buriram

Die MotoGP erobert neue Gefilde. Was Marquez, Rossi und Co. zum ersten Testtag 2018 in Buriram (Thailand) zu sagen hatten.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Ich hatte Probleme mit Jetlag. Ich habe mich körperlich zwar nicht erschöpft gefühlt, wollte aber einfach nur schlafen gehen. Diese Strecke liegt meinem Fahrstil eigentlich nicht, aber ich habe mich im Winter verbessert und Honda hat mit dem neuen Motorrad auch einen Schritt nach vorne gemacht. Einmal musste ich kurz zu Boden in einer kniffligen Kurve mit vielen Bodenwellen."

2. Alex Rins (Suzuki): "Ich habe diese Strecke schnell verstanden. Wir haben nicht viele Dinge ausprobiert und nur ein wenig mit dem Setup gespielt. Morgen bekommen wir eine neue Verkleidung und werden etwas bei der Aufhängung versuchen. Dieses Layout wirkt bislang aber so, als würde es der Suzuki entgegenkommen."

3. Marc Marquez (Repsol Honda): "Ich bin zufrieden, wie wir in diesen Test gestartet sind und habe mich von Beginn an stark gefühlt. Wir wollten heute zunächst die Strecke kennenlernen. Sobald ich meinen Rhythmus gefunden hatte, konnten wir ein paar Dinge ausprobieren - vor allem bei der Elektronik. Dovi war heute den gesamten Tag stark, aber wir müssen wohl bis zum letzten Tag warten, ehe man eine Prognose abgeben kann. Morgen werden alle Fahrer massiv zulegen."

4. Andrea Dovizioso (Ducati): "Eine seltsame Strecke. Es gibt drei sehr langsame Kurven, aber dem Rest muss man in starker Schräglage mit viel Spin fahren. Vor allem im letzten Teil wird der Asphalt sehr eng. Am Nachmittag haben wir mit der neuen Verkleidung gearbeitet, die wir auch morgen wieder einsetzen werden. Es gab gute und schlechte Punkte und wir werden uns erst beim letzten Test in Katar entscheiden, ob diese Verkleidung Sinn macht."

Dani Pedrosa fuhr in die Top-5 - Foto: HRC

5. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Der erste Tag auf einer neuen Strecke ist nie einfach. Ab Mitte des Tages wussten wir in etwa, in welche Richtung wir arbeiten müssen. Der Grip ist bislang gut, aber die Hitze ist eine der schlimmsten, die ich je bei einem Test erlebt habe. Zu Beginn bin ich einmal über eine Bodenwelle gestürzt, aber das kommt vor, wenn man neu auf einer Strecke ist."

6. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Die Strecke ist sehr gut und wir hatten von Beginn an viel Grip und Traktion. Daher konnten wir mit dem Reifen richtig arbeiten und haben ihn nicht - wie sonst an neuen Strecken - erst einmal zerstört. Es lief für uns heute ziemlich gut, auch wenn Marc und Dovi zu Beginn wieder mal eine Klasse für sich waren. Wir sind aber knapp dran und kämpfen mit."

7. Jack Miller (Pramac Ducati): "Das Layout ist faszinierend. Die Strecke ist schnell und es ist schön, hier zu fahren. Ich hätte erwartet, dass es schmutziger ist, aber ich hatte von Beginn an guten Grip. Wichtig ist es, geduldig zu sein und jede Runde fokussiert zu bleiben, denn sonst riskiert man es, die Fallen der Strecke zu unterschätzen. Mit der Rundenzeit bin ich zufrieden, auch wenn wir alle dicht beisammen liegen."

8. Valentino Rossi (Yamaha): "Auf dieser Strecke liegen wir alle noch enger zusammen als ohnehin schon. Der erste Eindruck ist gut, ich hätte es für uns hier schwieriger erwartet. Vor allem an der Beschleunigung müssen wir aber noch arbeiten. Die Hitze hier schmerzt weniger als in Malaysia, da die Luftfeuchtigkeit nicht so hoch ist."

Andrea Iannone hatte ein gutes Gefühl nach Tag 1 - Foto: Suzuki

9. Andrea Iannone (Suzuki): "Der positivste Punkt heute war, dass ich konstant unterwegs bin, vor allem auf gebrauchten Reifen. Damit ist mir sogar meine beste Zeit gelungen. Ich mag die Strecke, sie ist kurz, aber unsere GSX-RR funktioniert hier gut. Auf solchen Strecken, wo ich das Bike rollen lassen und den Kurvenspeed ausnutzen kann, können wir unser Potenzial zeigen."

10. Jorge Lorenzo (Ducati): "Ich war heute nicht in der Lage, schnell zu sein. In den nächsten beiden Tagen müssen wir einen Weg finden, wie wir das Gefühl für das Bike verbessern können, damit ich hart pushen kann. Am Ende haben wir ein neues Aero-Paket ausprobiert, aber es ist noch zu früh für Schlussfolgerungen. Vor allem, da wir hier noch weit hinter unseren Möglichkeiten sind."

11. Maverick Vinales (Yamaha): "Wir hatten den gesamten Tag Probleme mit dem Motorrad und haben keine Lösung gefunden. Ich habe mich absolut nicht wohl gefühlt und konnte deswegen auch nicht pushen. Eigentlich gefällt mir diese Strecke und sie kommt mit den flüssigen Kurven meinem Fahrstil entgegen. Aber ich habe mich einfach nicht wohl gefühlt."

12. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Das Layout der neuen Strecke ist schön und besser als erwartet. Die Position sieht nicht gut aus, aber es sind nur fünf Zehntel bis zur Spitze. Die Abstände sind unglaublich eng. Ich habe nicht alles gegeben, denn ich habe dafür noch fünf Tage Zeit. Auf gebrauchten Reifen hatte ich am Schluss ein gutes Gefühl und wir haben schon eine gute Basis gefunden."

Tito Rabat freut sich über den geringen Rückstand - Foto: Avintia

13. Tito Rabat (Avintia Ducati): "Mir gefällt die Strecke, ich hatte viel Spaß. Der erste Eindruck ist sehr gut. Das einzig Negative ist mein Crash, und wie schon in Malaysia wissen wir nicht, warum das passiert ist. Trotzdem sieht es so aus, als wären wir auf dem richtigen Weg. Wir haben uns darauf konzentriert, das Gefühl für die Front zu verbessern. Durch einige Änderungen haben wir das auch geschafft. Alle liegen dicht beisammen. Uns fehlen immer 0,7 Sekunden. Es wäre schön, Thailand mit nur noch 0,5 Sekunden Rückstand zu verlassen."

14. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Die Strecke ist nicht einfach und hat am Papier leichter ausgesehen. Aber wenn du mit einem MotoGP-Motorrad fährst, wird alles ein bisschen enger. Besonders in den letzten beiden Sektoren musst du unbedingt die richtige Linie wählen, sonst verliert du sehr viel Zeit."

15. Aleix Espargaro (Aprilia): "Die Strecke hat mich überrascht, sie macht mehr Spaß als gedacht. Am ersten Teil der Strecke müssen wir noch arbeiten, denn wir verlieren beim Herausbeschleunigen ein paar Zehntel. Im flüssigen Teil dagegen sind wir sehr konkurrenzfähig. Am Ende bin ich zurückgegangen auf das 2017er-Bike und konnte dadurch noch einmal die Fortschritte der 2018er Aprilia in diesem Bereich bestätigen. Sie ist leichter, agiler und performt besser in den Kurven."

16. Scott Redding (Aprilia): "Am Vormittag musste ich das Motorrad aus 2017 einsetzen, da es beim neuen ein kleines Problem gab. Das konnte ich erst am Nachmittag fahren. Vor allem bei der Traktion und beim Speed in der Mitte der Kurven ist dieses Bike besser. Das kommt aber vor allem daher, dass wir es besser einstellen können als das alte Motorrad."

Scott Redding musste lange auf 2017er Material zurückgreifen - Foto: Aprilia

17. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Wie in Sepang haben wir uns auch heute mit jedem Exit verbessert. Die Strecke ist nicht so schwierig, aber in einigen Bereichen muss ich noch arbeiten, da ich Zeit verliere. Außerdem muss ich noch verstehen, wie man das Bike besser aus den Kurven heraus aufrichtet. Trotzdem lief es schon ganz gut, mir fehlt weniger als eine Sekunde auf Cal."

18. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Der Tag heute lief am Anfang gut. Am Nachmittag waren wir schnell, haben aber Probleme mit der Front bemerkt. Die konnten wir nicht ganz lösen. Es liegt noch Arbeit vor uns. Wir müssen ein besseres Setup finden, damit ich mich mit dem Vorderreifen wohler fühle."

19. Franco Morbidelli (Marc VDS Honda): "Wir müssen uns noch anpassen und Veränderungen vornehmen, damit das Bike besser zur Strecke passt. Mir fehlen nur 0,9 Sekunden auf die Spitze. Das ist nicht allzu viel, außerdem war ich der Spitze noch nie so nahe. Jetzt müssen wir uns verbessern und weiter arbeiten, damit wir das Bike besser verstehen. Ich mag die Strecke, sie hat zwar nicht viele Kurven, die wenigen Ecken sind aber recht schwierig zu meistern."

20. Bradley Smith (KTM): "Mir gefällt das Layout hier. Überholen wird schwierig, aber das Layout ist schön fließend. Mir hat der erste Tag hier gefallen, vor allem die zweite Hälfte der Strecke hat mir zugesagt. Unser Tag war ziemlich anstrengend. Wir hatten ein paar Getriebe-Ideen auszuprobieren und mussten uns um die Elektronik kümmern. Am Ende haben wir ein paar 2018er- und 2017er-Teile gecheckt."

Thomas Lüthi musste sich zur Geduld ermahnen - Foto: Marc VDS

21. Thomas Lüthi (Marc VDS Honda): "Die Strecke ist neu, das Bike fühlt sich auch immer noch neu an, ich musste heute also wirklich so viele Runden wie möglich fahren. Runde für Runde hat es sich besser angefühlt, aber ich muss mich immer noch zur Geduld ermahnen. Ich lerne immer noch das Bike kennen und das geht nicht über Nacht. Manchmal ist das schwierig, aber es ist der richtige Weg, um mit einem MotoGP-Bike zu arbeiten."

22. Xavier Simeon (Avintia Ducati): "Es lief ganz gut, bis ich in Kurve zehn die Front verloren habe und gestürzt bin. Dadurch haben wir viel Zeit verloren, denn das Bike war ziemlich beschädigt. Am Ende konnte ich nochmal für fünf Runden rausgehen und versuchen, meine Zeit zu verbessern. Auch wenn mir das nicht gelungen ist, konnte ich relativ einfach die vorherigen Zeiten fahren, das ist gut."

23. Mika Kallio (KTM): "Ich habe mich nicht verletzt und das Bike kann man auch wieder reparieren. Morgen starten wir neu. Heute war einfach ein Tag zum vergessen. Okay, am Morgen und am Mittag waren wir nicht so schlecht, aber mein Gefühl war nicht gerade gut. Das Layout mag ich nicht, aber daran liegt es nicht. Das Gefühl war generell nicht so gut, vor allem an der Front. Danach haben wir viel verändert, aber nichts hat wirklich geholfen."

24. Hafizh Syahrin (Tech3 Yamaha): "Heute war mein erster Tag in der MotoGP und wir haben einen unglaublichen Job abgeliefert. Mein erster Eindruck ist absolut positiv. Mit jeder Ausfahrt konnten wir die Zeiten verbessern. Ich versuche, so weiterzumachen und mehr Vertrauen ins Bike zu finden. Wir haben viele Runden abgespult und einige Starts geübt."


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