MotoGP

FP4 Spielberg: Marquez mit Bestzeit und Sturz

FP4 deutete an: Repsol Honda gilt als Favorit auf den Sieg. Marquez fuhr trotz Sturz zur Bestzeit, auch Pedrosa war stark. Für Aufsehen sorgte Iannone.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Das vierte Freie Training der MotoGP ließ auch beim Österreich-GP auf dem Red Bull Ring einige Rückschlüsse auf die Rennpace zu. Besonders stark aufgelegt waren dabei die Repsol Honda von Marc Marquez und Dani Pedrosa. Der Weltmeister stürzte zwar, fuhr danach aber trotzdem zur Bestzeit. Andrea Iannone war ebenfalls stark unterwegs, bis sich seine Suzuki rauchend verabschiedete.

Die Platzierungen: Zur Halbzeit der Session lag Maverick Vinales mit einer 1:24.347 in Führung, doch den stärksten Eindruck machten in den ersten Runs andere: Die beiden Repsol-Honda von Marc Marquez und Dani Pedrosa sowie Suzuki-Pilot Andrea Iannone. Alle drei führten das Training zwischenzeitlich an und lagen bei Halbzeit auf den Plätzen zwei bis vier. Fünfter war zu diesem Zeitpunkt Andrea Dovizioso.

In der letzten Minute der Session übernahm Marquez mit einer 1:24.180 wieder die Spitze. Vinales behauptete Platz zwei vor Pedrosa, Johann Zarco schob sich in letzter Sekunde auf Platz vier nach vorne. Iannone wurde Fünfter vor Dovizioso und Valentino Rossi. Die restlichen Plätze in den Top-10: Scott Redding, Jonas Folger, Jorge Lorenzo.

Die Zwischenfälle: Karel Abraham leistete sich als erster Fahrer einen Fehler. Der Tscheche verbremste sich in Kurve vier und musste den Umweg über das Kiesbett gehen. Abraham blieb aber sitzen. Wenig später verbremste sich auch Aleix Espargaro, er ging in der Remus-Kurve weit. Marc Marquez stürzte als erster Fahrer gut fünf Minuten vor Schluss in der Remus-Kurve über das Vorderrad, konnte die Fahrt aber sofort wieder aufnehmen. Zweieinhalb Minuten vor Schluss musste Andrea Iannone seine Suzuki mit einem Defekt abstellen. Nach Ablauf der Zeit verbremste sich Jonas Folger in Turn vier und musste ins Kiesbett ausweichen.

Das Wetter: Die Verhältnisse am Samstag präsentieren sich stabiler als noch am Freitag. Zwar hingen weiterhin Wolken über dem Red Bull Ring, aber von einem Regenschauer war weit und breit nichts zu sehen. Damit konnten Teams und Fahrer bedenkenlos das FP4 nutzen, um am Rennsetup zu feilen. Die Temperaturen zu Sessionbeginn: 19 Grad Celsius in der Luft, knapp 29 Grad Celsius auf der Strecke.

Die Analyse: In Sachen Longruns zeichnete sich im FP4 ab, dass die Repsol Honda von Marquez und Pedrosa wohl am stärksten aufgelegt sind. Im ersten Run konnte zumindest Andrea Iannone positiv auffallen. Die Favoriten von Ducati haben sich dagegen stark zurückgehalten, während sich Valentino Rossi in Lauerstellung befindet. Bis zum Sonntag dürfte der Doktor wie gewohnt noch ein paar Zehntel finden und damit im Rennen noch stärker mitmischen.


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