MotoGP

Zarco träumt von Rossi-Nachfolge in Yamahas MotoGP-Werksteam

Valentino Rossis Karriere in der MotoGP ist eher früher als später vorbei. Für seine Nachfolge bei Yamaha bringt sich nun der erste Fahrer in Stellung.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Es ist die Frage aller Fragen im MotoGP-Paddock: Wann hängt Valentino Rossi seinen Helm endgültig an den Nagel? Der Doktor ist mittlerweile 38 Jahre alt, seine Liebe zum Sport ungebrochen. Obwohl Yamaha-Werkspilot Rossi immer noch zur absoluten Weltspitze gehört, merkt man ihm in gewissen Situationen sein hohes Sportler-Alter an. Rossis Vertrag endet 2018, danach gibt es zwei Optionen: Verlängerung oder Karriereende. Für den zweiten Fall hat sich nun der erste Fahrer in Stellung gebracht.

Das Ziel ist es, auf einem Werksmotorrad zu sitzen. Und wenn ich dabei mit Yamaha weiter zusammen arbeiten könnte, wäre das fantastisch.
Johann Zarco

Es handelt sich dabei um niemand geringeren als Johann Zarco. Der Franzose ist nach zwei WM-Titeln in der mittleren Kategorie in die MotoGP aufgestiegen und hat dort bereits mit einigen eindrucksvollen Auftritten eine starke Duftmarke hinterlassen. Aus seinen Ambitionen auf die Rossi-Nachfolge macht Zarco im Gespräch mit der offiziellen Seite der MotoGP daher keinen Hehl: "Das Ziel ist es, auf einem Werksmotorrad zu sitzen. Denn wenn man um den Titel kämpfen möchte, dann muss man einfach in einem Werksteam fahren. Und wenn ich dabei mit Yamaha weiter zusammen arbeiten könnte, wäre das fantastisch."

Johann Zarco hofft, Valentino Rossis Nachfolger zu werden - Foto: Yamaha

Nach den aktuellen Leistungen dürfte sicherlich auch seitens Yamaha großes Interesse an einer Fortsetzung der Zusammenarbeit bestehen. Zarcos aktueller Rennstall, Yamahas Kundenteam Tech3, hat die Option auf den Rookie für die kommende Saison bereits beim Frankreich-GP in Le Mans gezogen. Für 2019, wenn dann quasi das komplette Feld auf dem Fahrermarkt ist, könnte Zarco dann den Schritt ins Movistar-Yamaha-Team vollführen. Sofern Rossi zurücktritt, versteht sich.

Zarco muss für Rossi-Nachfolge bei Yamaha pushen - und warten

Ich muss einer der besten Fahrer sein, um mir die Übernahme von Valentinos Motorrad zu verdienen.
Johann Zarco

Zarco weiß aber auch, dass er dafür weiterhin Spitzenleistungen abliefern muss. Sein Stern strahlte zuletzt in Mugello und Barcelona nicht ganz so hell wie etwa noch beim Heimspiel in Le Mans oder beim Saisonauftakt in Katar. "Ich muss einer der besten Fahrer sein, um mir die Übernahme von Valentinos Motorrad zu verdienen. Ich denke, das ist alles was ich mir wünschen, erhoffen und worauf ich hin pushen kann, denn das ist ein unglaubliches Ziel und ein Traum für jeden Fahrer."

Doch ob dieser Traum Realität wird oder nicht, darauf hat Zarco vorerst noch keinen Einfluss. Die Entscheidung steht und fällt mit der von Valentino Rossi. Sollte sich der Doktor dazu entscheiden, noch einmal zwei Jahre dranzuhängen, bleibt Johann Zarco vorerst "nur" in Lauerstellung auf die Werks-Yamaha mit der Startnummer 46.


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