MotoGP

Italien GP: Die Stimmen zum Qualifying

Valentino Rossi musste sich im Pole-Fight zwar gegen Maverick Vinales geschlagen geben, startet aber aus Reihe eins. Was die Piloten zum Quali zu sagen hatten:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Maverick Vinales (Yamaha): "Das Qualifying war sehr besonders und schön. Ich habe 100 Prozent gegeben und das Bike hat sehr gut funktioniert. Ich bin mit der Arbeit des Teams zufrieden, denn wir haben im FP4 einen guten Job geleistet. Wir haben das Bike besser modifiziert und haben uns so verbessert. Darüber freue ich mich sehr."

2. Valentino Rossi (Yamaha): "Heute haben wir gut gearbeitet und an gestern angeschlossen. Meine körperliche Verfassung hat sich verbessert, genauso wie das Setting des Bikes. Heute Morgen habe ich zum ersten Mal an diesem Wochenende eine Session auf P1 beendet, das freut mich, denn es war eine gute Rundenzeit. Am Nachmittag war ich auch stark, aber leider habe ich einen dummen Fehler am Ende des FP4 gemacht und bin ausgerutscht. Zum Glück war das kein Problem, denn es war nur das zweite Bike."

Andrea Dovizioso fuhr gemeinsam mit Valentino Rossi und Maverick Vinales in die erste Reihe - Foto: Ducati

3. Andrea Dovizioso (Ducati): "Ich hatte nicht wirklich das Gefühl, um eine gute Zeit zu fahren und in die erste Reihe zu kommen. Aber alle Ducati funktionieren hier gut dieses Wochenende. Viele Ducati können morgen ein gutes Ergebnis einfahren. Ich bin happy mit meinem FP4, wir haben das Bike verbessert und der Speed auf gebrauchten Reifen war auch gut, ähnlich wie bei Yamaha. Körperlich wird es nicht leicht, keiner wird in der Lage sein, 100% von Anfang bis Ende zu pushen."

4. Michele Pirro (Ducati): "Leider habe ich die erste Reihe wegen eines kleinen Fehlers im letzten Sektor verpasst. Da kann ich mich noch etwas steigern, daran werden wir morgen im Warm Up arbeiten. Der vierte Platz ist auf jeden Fall ein gutes Ergebnis, aber morgen muss ich einen guten Start hinlegen, mit der Spitzengruppe mithalten und versuchen, konstante Zeiten für ein gutes Rennen zu fahren."

5. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Ich denke wir haben im Großen und Ganzen ein gutes Qualifying-Resultat erzielt. Es ist hier einfach, verfolgt zu werden und Positionen zu verlieren. Am Ende ist Fünfter ein gutes Ergebnis. Die Rundenzeiten waren nicht besonders schnell, vielleicht weil es sehr heiß war und somit schwer, eine gute Runde zu setzen. Wir haben viel an den Reifen gearbeitet und Informationen gesammelt, um morgen die richtige Entscheidung zu treffen. Ein paar andere Fahrer haben auch ein gute Pace, deshalb müssen wir uns auf das Bike und die Reifen konzentrieren und unser Bestes geben. Wir müssen gut starten und in den ersten Runden schnell sein."

6. Marc Marquez (Repsol Honda): "Ich hatte heute nicht meine beste Qualifying-Runde. Ich habe ein paar Fehler gemacht und den Windschatten falsch kalkuliert, als ich Johann zu früh auf meiner letzten Fliegenden Runde eingeholt habe. Ich hatte die zweitbeste ideale Zeit, aber wir konnten es nicht in einer Runde schaffen. Im FP4 hatte ich eine schnelle Rennpace auf gebrauchten Reifen, das ist positiv. Aber im Qualifying konnten wir nicht unser Bestes geben, denn wir hatten Probleme mit dem Vorderreifen, der ein bisschen zu weich war. Wir sind vom Setting aber nicht weit hinterher, deshalb müssen wir morgen die richtige Reifenwahl treffen. Dann können wir ums Podium kämpfen."

Jorge Lorenzo hatte sich im Qualifying mehr erhofft - Foto: Ducati

7. Jorge Lorenzo (Ducati): "Ich bin ganz zufrieden, auch wenn es nicht die Position ist, die ich mir erhofft habe. Bei der Rennpace sind wir eigentlich viel besser, aber auf jeden Fall ist das mein bestes Qualifying in diesem Jahr nach Austin. Das wichtigste ist, dass wir ein Setting gefunden haben, mit dem ich morgen im Rennen und auch in Zukunft arbeiten kann. Wir sind alle sehr nah beisammen, da ist es schwer, irgendwelche Vorhersagen zu treffen."

8. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Im FP4 bin ich mit abgenutzten Reifen sehr schnell und konstant gefahren. Die Reifen hatten schon mehr al seine Renndistanz drauf. Im Qualifying habe ich auf eine Zeit unter 1:47 oder auf eine Zeit wie am Morgen gehofft, aber die Hitze hat nicht geholfen. Am Ende starte ich jetzt von P8, was viel besser ist als noch in den letzten Rennen. Das wird wichtig für die ersten Runden morgen, aber wir dürfen nicht so viel riskieren."

9. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Es ist schade. Ich bin ganz allein eine großartige Zeit gefahren. Aber ich habe genau dort einen Kerb überfahren, wo es nach den Regeln verboten ist. In Sachen Zeit hatte ich überhaupt keinen Vorteil ehrlich gesagt. Ich muss aber immer noch sagen, dass das Gefühl großartig und Platz neun nicht schlecht ist. Ich bin sicher, ich kann morgen ein gutes Rennen zeigen."

10. Tito Rabat (Marc VDS Honda): "Ich bin mit dem heutigen Tag sehr zufrieden. Wir haben in beiden Trainings gute Leistungen gezeigt, genauso wie im Qualifying. Ich habe heute viel gelernt und werde jetzt versuchen, dass im Rennen auch zu schaffen, um ein gutes Ergebnis einzufahren. Wir haben seit Training am Freitag viel verändert und jetzt fühle ich mich viel besser. Der Plan fürs Rennen ist es, aus der vierten Reihe Vollgas zu geben und nicht zu viel nachzudenken."

Johann Zarco gab alles, kam aber diesmal nur auf Platz elf - Foto: Tech3

11. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Es war die richtige Entscheidung, im Q1 zu warten und im letzten Moment zu pushen. Wenn man einmal all seine Kraft auf eine gute Runde setzt, ist es schwierig, dasselbe nochmal in der zweiten Session zu tun, ohne alles zu riskieren. Ich habe es ins Q2 geschafft, aber die anderen Piloten hatten viel Grip mit neuen Reifen. Für eine Runde war das für sie ein Vorteil, aber ich konnte das am ganzen Wochenende nicht nutzen. Ich habe mein Bestes gegeben, aber ich wollte nicht crashen und bin deshalb Elfter geworden."

12. Aleix Espargaro (Aprilia): "Ich bin natürlich enttäuscht mit dem Ausgang des Qualifyings, denn mein Bike funktioniert an diesem Wochenende sehr gut. Das Rennen ist wichtig für das Team und ich gebe in jeder Session 100 Prozent. Leider bin ich unerwartet gestürzt, als ich Maverick gefolgt bin. Deshalb konnte ich aus meiner guten Runde nichts machen. Das ist schade, denn ich hatte das richtige Gefühl, um für die erste oder zweite Reihe zu kämpfen. Das wäre ein tolles Geschenk für alle bei Aprilia gewesen. Aber mit gebrauchten Reifen ist unsere Pace gut. Wir werden im Rennen jedenfalls auf unsere Kosten kommen."

13. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Nach dem Sturz am Morgen habe ich nie mehr das Beste aus dem Bike herausholen können. Das war komplett mein Fehler, ich habe gedacht, der Reifen wäre schon genug aufgewärmt. Das hat uns den ganzen Tag behindert, denn das zweite Bike war ein komplett anderes. Daher habe ich Q2 verpasst und bin in Q1 hängen geblieben. Ich hatte da einen großen Wackler im letzten Sektor und habe vier Zehntel auf Zarco verloren."

14.Hector Barbera (Avintia Ducati): "Wir haben einen großen Schritt vorwärts gemacht und waren nah am Q2 dran. Es war eine enge Session und wir haben nur zwei Zehntel hinter Zarco abgeschlossen. Wir starten das Rennen morgen von der besten Position in diesem Jahr. Es ist also offensichtlich, dass ich mich verbessert habe. Wir hatten einen guten Rhythmus und ich fühle mich sehr gut."

Jonas Folger stürzte im Qualifying - Foto: Tech3

15. Jonas Folger (Tech3 Yamaha): "Auch wenn ich von weiter hinten ins Rennen starte als ich gern wollen würde, bin ich mir sicher, dass wir gut abschneiden können. Das FP4 lief gut und ich habe das Selbstvertrauen gefunden, das ich fürs Qualifying brauchte. Dann habe ich mich wohl gefühlt und konnte zwei gute Runden fahren. Danach bin ich in die Box gekommen, um die Reifen zu wechseln, aber habe mich entschieden, die Front zu behalten. Am Ende habe ich in Kurve elf zu har gepusht und am Ausgang der Schikane habe ich die Front verloren. Wir müssen analysieren, warum das passiert ist."

16. Andrea Iannone (Suzuki): "Mein Gefühl hat sich verbessert, auch wenn das Ergebnis nicht zufriedenstellend ist. Es ist schwer für mich, die nötige Effizienz zu finden um mich bei der Zeitenjagd zu verbessern. Es wird schwer, von P16 aus Positionen gutzumachen, aber ich hoffe auf einen guten Start. Meine Pace ist nicht schlecht. Ich fühle mich besser und habe weniger Schmerzen, aber ich fühle mich sehr schwach."

17. Loris Baz (Avintia Ducati): "Heute haben wir am Setting gearbeitet, das Bike hat sich um einiges verbessert. Am Ende vom FP4 hatten wir etwas zu testen, aber das Bike ist angehalten und wir mussten es am Ende im Q1 probieren. Ich freue mich, denn die Pace ist viel besser als gestern. Das Chattering hat nicht komplett aufgehört, aber das Bike ist fahrbar. Morgen wird ein langes Rennen."

18. Pol Espargaro (KTM): "Ich denke, auf dieser Strecke sind uns die größten Fortschritte im ganzen Jahr gelungen. Normal brauchen wir zu lange, um das Bike abzustimmen. Dazu kommt, dass wir nicht mit dem neuen Motor und dem neuen Bike hier waren. Wir hatten am Freitag ein paar Probleme, aber wir haben gearbeitet und uns gesteigert und am Ende hatten wir weniger al seine Sekunde Rückstand auf die erste Reihe. Wir sind also nicht schlecht auf solch einer langen Strecke."

Jack Miller startet von Platz 19 - Foto: Marc VDS

19. Jack Miller (Marc VDS Honda): "Es war ein schwieriger Start ins Wochenende. Ich habe mit dem neuen Vorderreifen hart gepusht und für das FP4 ein gutes Gefühl gefunden. Im Q1 haben wir dann weiteren Fortschritt gemacht. Ich denke, dass wir die Tests in Barcelona verpasst haben, hat uns Zeit für das Setting gekostet. Im Training am Freitag und heute Morgen konnten nicht nicht genug über die Front pushen, ich bin in den Kurven gerutscht. Wir haben viele Änderungen an der Geometrie vorgenommen und mein Crewchief Ramon hat noch ein paar Ideen für da Rennen. Es war aber schön, in die 1:47er Zeiten zu fahren."

20. Scott Redding (Pramac Ducati): "Dieses Wochenende konnte ich nicht das richtige Gefühl fürs Bike finden. Im Q1 hatte ich auch noch ein kleines Problem, dass es mir nicht erlaubt hat, von der zweiten Zeitenjagd zu profitieren. Wir haben hart mit den Reifen gearbeitet, aber ich konnte immer noch nicht die richtige Wahl treffen. Von P20 aus zu starten wird schwierig, aber die Lücke nach vorn ist immer noch klein."

21. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Das ist kein gutes Ergebnis, aber ich will nicht enttäuscht sein - es hätte schlimmer sein können. Wir haben hart für das bestmögliche Setup gearbeitet, aber ich fühle mich immer noch nicht wohl. Ich wollte eine 47,5 fahren, am Ende war es aber nur eine 48,3. Das ist weit weg von dem, was wir hätten fahren können."

22. Sam Lowes (Aprilia): "Meine Pace ist ziemlich gut, auch wenn Mugello keine einfache Strecke ist, um schnell zu sein. Ich konnte schneller sein als mein Bike letztes Jahr hier. Das ist ein guter Referenzpunkt für die Arbeit, die wir leisten. Wir müssen die Motorbremse an manchen Kurven noch verbessern, aber grundsätzlich bin ich zuversichtlich. Basierend auf dem, was wir im Training gesehen haben, müssten wir mit dem weichen Hinterreifen um Punkte kämpfen können."

23. Bradley Smith (KTM): "Im Qualifying hatten wire in Problem mit dem weichen Reifen, daher musste ich mit dem Medium fahren. Das ist nie ideal, aber nichtsdestotrotz haben wir in diesen schwierigen Bedingungen und in dieser Hitze ein paar Problem mit dem Grip hinten gefunden. Morgen wird es ein langes Rennen unter diesen Bedingungen mit diesen Reifen und ohne Fehler. Alles in allem fühle ich mich gut für morgen vorbereitet."

24. Sylvain Guintoli (Suzuki): "Ich bin meine beste Zeit gefahren, als ich nicht wirklich gepusht habe, ich bin nur gut mit den Reifen gefahren. Das sagt dir viel darüber, wie ein MotoGP-Bike gefahren werden muss. Und als ich wirklich mal gepusht habe, war ich langsamer. Zwei Sekunden von der Pole entfernt zu sein ist auf solch einer technischen Strecke nicht schlecht. Ich habe schon einen Abschnitt gesehen, in dem ich Zeit verliere und in dem ich mich verbessern kann."


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