MotoGP - Katar-Test: Die Stimmen zum ersten Tag

Die Reaktionen der MotoGP-Asse

Startschuss zum Test-Finale der MotoGP. Das sagten Marquez, Rossi und Co. nach dem ersten Tag in Katar:
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1. Andrea Dovizioso (Ducati): "Das Gefühl für meine Desmosedici war heute besser als erwartet. Alle waren schon heute sehr schnell unterwegs. Mir fiel es aber trotzdem relativ leicht, meine schnellste Zeit zu setzen. In vielen Bereichen müssen wir uns noch verbessern, aber einen Test in dieser Manier zu beginnen, hilft uns sehr."

2. Maverick Vinales (Yamaha): "Von der ersten Runde an hatte ich ein gutes Gefühl. Das ist jetzt bereits die vierte Strecke für mich auf der Yamaha und ich habe mich bisher überall wohl gefühlt. Meine Rennpace nimmt immer weiter zu und erste und letzte Runde auf einem Reifensatz fühlen sich fast gleich an. Ich bin überrascht, dass wir uns in jedem Run verbessern konnten."

3. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Wir konnten nicht so viel arbeiten wie geplant, weil wir an beiden Maschinen kleinere Probleme hatten. Etwas mit der Kalibrierung der Sensoren an den neuen Motoren hat nicht funktioniert, es war also nichts Schlimmes. Dennoch musste ich dadurch lange in der Garage bleiben und konnte nur 28 Runden fahren. Dabei hätten wir heute viel vor gehabt."

4. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Es hat schon ausgesehen, als würde das ein harter Tag, denn die Strecke war dreckig und rutschig. Dreimal ging ich raus und es wurde nicht besser. Erst als alle Fahrer unterwegs waren, wurde es angenehmer. Ich zog dann den weichen Reifen auf und erwischte eine komplett freie Runde. Die Zeit hat mich dann selbst überrascht."

5. Jorge Lorenzo (Ducati): "Heute war mein bester erster Testtag seit ich bei Ducati bin. Von den ersten Stunden an war ich im Klassement bei den Führenden dabei. Andrea (Dovizioso) hat gezeigt, dass die Ducati hier richtig stark ist. Das bedeutet aber auch, dass ich noch viel Raum für Verbesserung habe. Perfekt ist mein Gefühl für das Bike noch lange nicht, aber es wird stetig besser."

Jonas Folger war schneller als Valentino Rossi - Foto: Tech 3

6. Jonas Folger (Tech 3 Yamaha): "Wir sind heute schnell auf Tempo gekommen. Ich konnte beide Bikes fahren, die ein wenig anders eingestellt waren. Ich weiß aber schon jetzt, für welches ich mich entscheiden werde. Daher können wir morgen gezielt in diese eine Richtung arbeiten."

Wir stehen noch nicht bei hundert Prozent, denn ich habe noch nicht das nötige Gefühl, um an den Kurveneingängen zu pushen
Valentino Rossi

7. Valentino Rossi (Yamaha): "Wir stehen noch nicht bei hundert Prozent, denn ich habe noch nicht das nötige Gefühl, um an den Kurveneingängen zu pushen. Auch hatten wir Probleme mit der Lebensdauer des Vorderreifens. Die Mischung ist uns ein bisschen zu weich, daher müssen wir noch an der Gewichtsverteilung arbeiten."

8. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Unter solchen Bedingungen muss man sich die Zeit nehmen, sich an die Strecke anzupassen. Am Ende wurde es erneut schwierig, als die Temperatur nach unten ging und es zu vielen Stürzen kam. Ich selbst habe mich fast nur darauf konzentriert, meinen eigenen Rhythmus zu finden."

9. Johann Zarco (Tech 3 Yamaha): "Mein Gefühl für das Motorrad ist noch besser als in Australien. Obwohl ich es heute gar nicht so darauf angelegt hatte, wurden meine Zeiten im Verlauf des Tages immer besser. Ich arbeite noch immer an meinem Fahrstil, um noch mehr aus diesem Bike herauszuholen."

10. Andrea Iannone (Suzuki): "Wir haben Probleme mit Chattering und müssen hier eine Lösung finden. Leider hatte ich auch einen Crash, als ich das Motorrad ans Limit tragen wollte. Für die Front kann ich noch nicht das richtige Gefühl aufbauen. Vor allem in harten Bremszonen fühle ich mich nicht wohl und wenn ich die maximale Schräglage erreiche, fühle ich, wie das Vorderrad zu rutschen beginnt."

Andrea Iannone musste in Katar einmal zu Boden - Foto: Suzuki

11. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Wir haben seit Phillip Island nicht viel verändert, dennoch war ich heute mit neuen Reifen von Beginn an deutlich schneller als zuletzt. Als die Temperaturen in den späten Stunden gefallen sind, fühlte ich mich nicht mehr richtig wohl und bin deshalb in der Box geblieben."

Ich hatte zwei kleinere Stürze: Beim ersten habe ich zu spät gebremst, der zweite war den Bedingungen auf der Strecke geschuldet.
Marc Marquez

12. Marc Marquez (Repsol Honda): "Das war heute wirklich nicht unser bester Tag. Wir haben viele verschiedene Dinge ausprobiert, unter anderem die neue Verkleidung, die wir weiter einsetzen werden. Einige unserer Änderungen haben gut funktioniert, andere müssen noch nachjustiert werden. Ich hatte zwei kleinere Stürze: Beim ersten habe ich zu spät gebremst, der zweite war den Bedingungen auf der Strecke geschuldet."

13. Aleix Espargaro (Aprilia): "Das war ein sehr guter Start für uns. Ich bin ziemlich nah am zweiten Platz dran und mein Gefühl für das Motorrad ist nicht schlecht. Leider habe ich zur Hälfte der Session einen kleinen Fehler gemacht und bin gestürzt, weshalb wir etwa eine Stunde verloren haben. Das ist hier ziemlich viel, weil wir nur drei Stunden haben, in denen die Strecke wirklich gut ist. Dann wird die Luftfeuchtigkeit zu hoch. Morgen haben wir eine Menge Sachen zu testen, also müssen wir extrem präzise sein, um die Zeit bestmöglich zu nützen."

14. Jack Miller (Marc VDS Honda): "Wie immer haben wir zu Beginn erst einmal die Strecke frei gefahren vom Staub. Ich bin mit dem Motorrad noch nicht ganz zufrieden, aber das ist wohl aufgrund der Kombination aus schmutziger Strecke und der neuen Motor-Version, die wir von Honda bekommen haben und die wir hier zum ersten Mal einsetzen."

15. Scott Redding (Pramac Ducati): "Ich bin jetzt viel zufriedener als nach den letzten Tests, wo wir einige Probleme hatten. Wir hatten dort Schwierigkeiten, die Probleme zu finden. Der Start auf Phillip Island war nicht sehr gut, während mein Gefühl hier sofort besser war und ich Runde für Runde besser geworden bin. Wir haben nicht viel verändert und als wir einen neuen Reifen verwendet haben, konnte ich meine Rundenzeit immens verbessern. Deshalb bin ich zufrieden. Als die Temperaturen gefallen sind, habe ich mich nicht mehr wohl gefühlt und wir sind keine unnötigen Risiken eingegangen.

Alvaro Bautista war deutlich langsamer als Teamkollege Karel Abraham - Foto: Aspar

16. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Wir hatten heute zwei GP16, deshalb konnten wir einiges ausprobieren. Leider haben wir etwas Zeit verloren gegen Ende, da Ducati etwas neues bei der Software versuchen wollte."

17. Loris Baz (Avintia Ducati): "Ich hatte seit einem Jahr kein so gutes Gefühl mehr für mein Motorrad. Ich war von Beginn an schnell, auch wenn ich nicht wirklich viele Runden gefahren bin. Unser Basissetup hat von Beginn an funktioniert und ich konnte mich darauf konzentrieren, ein Gefühl für die Strecke aufzubauen."

18. Alex Rins (Suzuki): "Ehrlich gesagt ist diese Strecke auf einem MotoGP-Bike schwieriger als erwartet. Im Dunkel der Nacht fällt es mir sehr schwer, die Referenzpunkte für Bremsen und generelle Linie zu finden. Am Ende bin ich zwar gestürzt, aber es geht mir gut."

19. Pol Espargaro (KTM): "Es war ein schwieriger Tag. Immer, wenn wir hierherkommen, ist die Strecke irgendwie anders. Es ist immer heiß und wir fahren im Dunklen. Viele Kurven sind sehr spitz, das macht es oft sehr schwierig, zu bremsen. Am Ende ist es aber normal, denn wir probieren viele Dinge aus. Wir versuchen, am Limit zu sein und wenn man das tut, crasht man eben. Das ist uns heute zweimal passiert, hoffentlich wird es morgen weniger.

20. Sam Lowes (Aprilia): "Am Ende der Session hatte ich einen kleinen Crash, aber da war ich ja nicht der einzige. Vier oder fünf Fahrer sind da gestürzt. Man muss hier in Katar extrem Acht geben, wenn die Luftfeuchtigkeit steigt. Es war aber dennoch ein guter Tag, denn wir haben mit dem neuen Bike einen großen Schritt nach vorne gemacht. Ich fühle mich damit extrem wohl. Das Motorrad hat eine Menge Potential und ich verstehe es viel besser. Ich glaube daher, dass wir morgen noch einmal einen guten Schritt machen können."

21. Esteve Rabat (Marc VDS Honda): "Nach meiner langen Verletzungspause habe ich einige Runden gebraucht, um wieder halbwegs auf Tempo zu sein. Ich bin aber glücklich, dass ich fit genug bin, wieder fahren zu können. Beim Richtungswechsel habe ich im Knie zwar noch Schmerzen, aber das ist auszuhalten."

22. Mika Kallio (KTM): "Es standen heute viele Dinge auf dem Plan. Wir müssen es schaffen, unseren Plan einzuhalten. Das Bike braucht bis zum ersten Rennen in Katar ein Setup. Das ist eigentlich meine Aufgabe, den anderen Fahrern zu helfen. Heute lief es eigentlich ganz gut, aber dann haben uns am Ende die Runden aus irgendeinem Grund gefehlt. Wir hätten gehofft, dass ich mehr schaffe, aber wir hatten einige kleine Probleme.

23. Bradley Smith (KTM): "Unser Tag hat heute um vier Uhr angefangen, damit wir viel Zeit zum Testen hatten. Das Wichtigste war heute, eine Motor-Konfiguration zu bestätigen. Wir sind heute auf dem Medium-Reifen geblieben und haben wirklich versucht, ein Gefühl zu kriegen. Ich konnte relativ schnell zu einer guten Pace finden.


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