Nach der Saison 2008 wusste die MotoGP, sie muss sparen. Kawasaki war ausgestiegen, alle Teams hatten Geldprobleme und die Zeiten waren düster. Also sollte unter anderem beim Testbetrieb gespart werden, was bedeutete, dass die Einsatzfahrer während der Saison außer an speziell angesetzten Tests nicht mehr testen durften. Gespart wurde damit allerdings nicht, denn mit den Testfahrern konnten die Hersteller immer noch testen und sie waren lediglich auf 240 Reifen pro Jahr beschränkt.

Das verminderte die Testarbeit kaum, nur die Ergebnisse daraus waren etwas weniger brauchbar, weil die Testfahrer nicht so schnell unterwegs sind wie die Einsatzfahrer. Das durfte vor allem Ducati diese Saison merken, wo zwar viel getestet wurde, aber nicht viel half. Die Einsatzfahrer konnten derweil nur mit der 1000er testen, da es dafür acht freie Tage gab. Die Ergebnisse damit ließen sich aber nicht auf die 800er umlegen und die Testarbeit an den Rennwochenenden war aufgrund der Kürze der Sessions auch nicht ideal.

Deswegen soll es nun eine Änderung geben, die es den Einsatzfahrern wieder erlaubt, frei zu testen. Das Reifenlimit bleibt allerdings bei 240 pro Jahr und laut Motosprint kann jeder Hersteller eine Strecke nominieren, auf der er mit den Einsatzfahrern so oft testen kann wie er will - bis eben die Reifen ausgegangen sind. Eingereicht haben den Vorschlag alle Werke, Ducati war allerdings Vorreiter und bekam Unterstützung von Honda. Die Grand Prix Kommission muss der Änderung zwar noch zustimmen, deren Mitglieder - bestehend aus Vertretern von Dorna (Rechteinhaber), FIM (Weltverband), IRTA (Teams) und MSMA (Hersteller) - haben sich aber noch nie gegen Vorschläge der Herstellervereinigung gewehrt.