Die Saison 2010 hat einen bitteren Beigeschmack. Am 5. September verunglückte der Japaner Shoya Tomizawa im Moto2-Rennen tödlich, wurde von zwei nachfolgenden Piloten überrollt. Doch, so hart es klingt, das kann passieren. Und das wird auch wieder passieren. Motorsport ist gefährlich, man kann es nicht oft genug betonen.
Und das wissen auch alle Beteiligten. Trotzdem liegt den Fahrern, Herstellern, Verbänden und Vermarktern viel daran, den Sport immer sicherer zu machen - wenngleich es eine hundertprozentige Sicherheit nie geben wird. "Bei beiden Unfällen, mit Rossis Bein und mit Shoya in Misano, denken wir, dass es nicht viele Dinge gibt, die wir tun könnten", sagte Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta.
"Wir arbeiten daran. In der letzten Woche hat die Grand Prix Kommission der Einführung von Reifendruck- und Reifentemperaturprüfungen zugestimmt. Das ist etwas, was nach Meinung der Fahrer sehr helfen wird, damit sie exakt wissen, in welcher Verfassung die Reifen sind. Das war letztes Jahr eines der Hauptprobleme", verkündete Ezpeleta eine Neuerung.
Sowohl bei Valentino Rossis Sturz in Mugello, also auch bei den unzähligen Abflügen von Casey Stoner, hin und wieder bei Marco Simoncelli, Ben Spies oder auch Alvaro Bautista - meistens waren die Reifen einfach noch nicht richtig auf Temperatur. Doch die Fahrer wussten auch nie wirklich, welchen Status die Reifen gerade haben. Das wird nun anders.
Bei Tomizawa aber kann man nicht viel verbessern. "Im Falle von Shoya haben wir viel diskutiert und wir arbeiten nach den Richtlinien der Fahrer in der Grand Prix-Sicherheitskommission. Aber es gibt da nicht viele Dinge, die wir tun könnten, gerade bei einem solchen Unfall. Aber natürlich geben wir nicht auf das beste zu versuchen, was wir nur können", so Ezpeleta.

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