Moto3

Moto3 Barcelona 2018: Bastianini auf Pole, schlägt Martin

Enea Bastianini holt sich beim Moto3-Qualifying in Barcelona knapp die Pole. Jorge Martin stürzt, schafft trotzdem Platz 2. Philipp Öttl auf Platz 18.
von Markus Steinrisser

Enea Bastianini hat die Moto3-Dominanz von Jorge Martin gebrochen. Nach vier Poles in Folge muss Martin sich heute Bastianini geschlagen geben. Mit verantwortlich dafür waren Martins zwei Stürze am Samstag, einer im letzten Training und einer im Qualifying. Das Moto3-Qualifying fand ohne Niccolo Antonelli stat. Er hatte im 3. Training am Samstagmorgen einen Highsider in Kurve 2 und renkte sich die linke Schulter aus. Damit war sein Wochenende vorbei. Kurz zuvor erwischte es Jorge Martin an der gleichen Stelle, aber er kam unverletzt davon.

Das Wetter: Das Barcelona-Wochenende zeichnet sich durch hervorragende Bedingungen aus. Die Folge des wolkenlosen Himmels: Hohe Streckentemperaturen, im Qualifying der Moto3 hatte sich der Asphalt auf 43 Grad aufgeheizt.

Die Platzierungen: Enea Bastianini führte seine gute Trainings-Form zu Beginn fort, fuhr gleich einmal die erste Bestzeit. Selbst Quali-Spezialist Martin kam nicht dagegen an, musste sich mal mit Platz 3 zufrieden geben. Der WM-Führende Marco Bezzecchi startete langsam, erst im zweiten Anlauf schaffte er es in die Top 10.

Nach seinem Sturz schien Martin den Druck zu spüren. Im zweiten Anlauf lief er auf Masia auf, gab wilde Handzeichen. Mit Bastianinis Zeit hatte er ordentlich zu kämpfen. Bastianini dagegen blieb cool - erst drei Minuten vor Schluss ging er für seinen letzten Versuch auf die Strecke.

Im letzten Versuch biss sich Martin schließlich an Bastianinis Zeit die Zähne aus. Knapp ein Zehntel fehlte ihm am Ende, damit holt sich Bastianini die erste Pole seiner Saison 2018. Martin dahinter auf Platz 2, dann Suzuki, Sasaki, Canet und Toba. Meisterschaftsführender Bezzecchi beendet das Qualifying auf Platz 9, Philipp Öttl wurde am Ende 18.

Die Zwischenfälle: Schon nach fünf Minuten stürzte der Meisterschafts-Dritte Fabio Di Giannantonio. Auf seiner Outlap rutschte ihm die Front weg und er landete im Kies. Er konnte wieder aufsteigen und an die Box zurückfahren, sein Bike war allerdings beschädigt. 25 Minuten vor Schluss konnte Di Giannantonio wieder auf die Strecke.

Dann stürzte sein Teamkollege und Pole-König Jorge Martin - in Kurve 10 versuchte er Albert Arenas zu überholen, kollidierte mit dessen Hinterrad und brachte beide zu Fall. Arenas konnte weiterfahren, Martins Honda sprang nicht mehr an. Er musste ohne sein Motorrad zurück an die Box, erst 22 Minuten vor Schluss konnten es seine Mechaniker abholen. Martin musste auf seinem zweiten Bike weiterfahren.

Am Ende des Qualifyings stürzte Kaito Toba in Kurve 7, landete im Kies und brachte sein Motorrad nicht mehr in Gang. Dann crashte Bulega in Kurve 5, er konnte wieder aufstehen und weiterfahren.

Kurz vor Ablauf der Zeit folgte noch ein Crash mit drei Fahrern. Arenas verlor beim Einlenken in Kurve 5 die Kontrolle und räumte Perez ab - kurz darauf flog Rodrigo in der gleichen Kurve ab. Streckenposten mussten Perez von der Strecke helfen.

Die Analyse: Der Pole-König ist gestürzt! Nach einem sehr guten Wochenende holt sich Enea Bastianini die verdiente Pole Position, schlägt Jorge Martin. Der sah nach seinen Crashes am Samstag nicht so souverän aus wie sonst - aber sogar dann reicht es für ihn noch immer für einen Startplatz in der ersten Reihe.


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