Ein chaotisches Moto3-Rennen in Assen endet nach einer hässlichen Kollision in der vorletzten Runde vorzeitig. Luca Lunetta stürzt in der Schlussschikane, zwei nachfolgende Fahrer können nicht mehr ausweichen und gehen ebenfalls zu Boden. Da Lunetta behandelt werden muss, zückt die Rennleitung wenige Kurven vor Schluss die Rote Flagge. Den Sieg holt sich Jose Antonio Rueda, der zwischenzeitlich nur auf P10 lag. David Munoz und Valentin Perrone komplettieren das Podium.
In der Fahrer-WM vergrößert Rueda seinen Vorsprung, hält nun bei 187 Punkten. Hinter ihm folgen Alvaro Carpe mit 69 Punkten Rückstand, Angel Piqueras mit 70 und Joel Kelso mit 87.
Moto3 in Assen: Der Rennfilm
Die Startaufstellung: 1. Rueda, 2. Carpe, 3. Almansa, 4. Furusato, 5. Yamanaka, 6. Quiles, 7. Pini, 8. Kelso, 9. Foggia, 10. Perrone, 11. Carraro, 12. Rossi, 13. Fernandez, 14. Munoz, 15. Ogden, 16. Piqueras, 17. Roulstone, 18. Lunetta, 19. Nepa, 20. Buasri, 21. Uriarte, 22. Buchanan, 23. Dettwiler, 24. Abruzzo, 25. O'Shea, 26. Rosenthaler
Start: Alvaro Carpe erwischt den besten Launch, er geht in Führung. Hinter ihm folgt Ryusei Yamanaka, der Jose Antonio Rueda in Kurve eins mit einem späten Manöver ausbremst. Dann David Almansa, Taiyo Furusato und Maximo Quiles. Guido Pini würgt das Motorrad ab, bleibt stehen. Er hat großes Glück, nicht von einem nachfolgenden Fahrer getroffen zu werden.
1. Runde: Rueda setzt den Konter gegen Yamanaka, holt sich Platz zwei zurück. Im dritten Sektor nutzt der Polesitter dann den Windschatten, um Teamkollege Carpe in Kurve 15 vom ersten Rang zu verdrängen und die Führung zurückzuholen.
2. Runde: Almansa verbremst sich in Kurve acht leicht. Carpe muss ausweichen, kommt von der Strecke ab und verliert viele Positionen: Nur noch P18 für den Spanier. Rueda führt vor David Munoz, Quiles, Almansa und Valentin Perrone.
3. Runde: Es wird bereits ziemlich hektisch: Quiles übernimmt kurzzeitig die Front, wird auf dem Weg zu Kurve 15 dann aber wieder von Rueda, Almansa und Munoz geschluckt. Angel Piqueras ist als Neunter in den Top-10 angelangt.
4. Runde: Almansa holt sich in Kurve acht Platz zwei von Munoz, der in der Schlussschikane auch Quiles passieren lassen muss.
5. Runde: Rueda verteidigt Platz eins, hat nun wieder Quiles direkt hinter sich.
6. Runde: Almansa wieder Zweiter vor Quiles und Munoz.
7. Runde: Diesmal drückt sich Quiles in Kurve 15 wieder an Almansa vorbei, auch Munoz überholt den Leopard-Piloten. Moto3-Debütant Leonardo Abruzzo stürzt wenig später an gleicher Stelle aus dem Rennen.
8. Runde: Quiles versucht es in der Schlussschikane auf der Außenbahn gegen Rueda, der WM-Leader schlägt jedoch die Tür zu. Das wäre ein geniales Manöver von Quiles gewesen.
9. Runde: Nächster Angriff von Quiles, diesmal in Kurve acht. Er kommt am Kurvenausgang jedoch von der Strecke ab und fällt wieder auf P2 zurück. In Kurve 13 klappt das Manöver dann aber endlich: Quiles führt. Rueda verliert dadurch an Momentum und muss auch noch Yamanaka und Almansa vorbeilassen.
10. Runde: Rueda holt sich P3 von Almansa zurück, Adrian Fernandez und Munoz schlüpfen auch gleich noch mit durch.
11. Runde: Fernandez schnappt sich Rueda. In der Schlusskurve drückt sich auch noch Almansa am WM-Leader vorbei, der daraufhin richtig schlecht rauskommt und sich plötzlich nur noch auf Platz sieben wiederfindet.
12. Runde: Erstmals keine Veränderungen an der Front.
13. Runde: Yamanaka übernimmt die Führung, er bremst sich in Kurve eins an Quiles vorbei. Dahinter tauschen die Leopard-Piloten die Plätze: Almansa nun wieder Dritter vor Fernandez.
Dann völliges Chaos im letzten Streckenabschnitt: Yamanaka geht in Kurve 15 weit und verliert mehrere Plätze. Quiles führt wieder, dann Luca Lunetta, Munoz, Almansa, Yamanaka, Furusato, Perrone und Carpe, der wieder Achter ist. Rueda nur noch auf Platz zehn.
Nicola Carraro und Cormac Buchanan stürzen aus dem Rennen.
14. Runde: Almansa mit einer starken Runde: Er holt sich erst Munoz und dann Lunetta, Platz zwei für ihn.
15. Runde: Almsana drückt sich samt Kontakt in Kurve acht in Front. Quiles zeigt sofort per Handgeste, was es von diesem Manöver hält und holt sich Platz eins in der nachfolgenden Kurve neun direkt wieder zurück. Carpe derweil schon wieder Vierter!
16. Runde: Carpe bremst sich in Kurve eins auf den dritten Platz nach vorne. Später stürzt in Kurve fünf Tatchakorn Buasri per Highsider aus dem Rennen. Eddie O'Shea kann der Honda nicht mehr ausweichen und kommt ebenfalls zu Sturz.
Carpe hat noch immer nicht genug: Er schnappt sich erst P2 und dann auch die Führung. Quiles fällt nach leichter Berühung auf Platz fünf zurück.
17. Runde: Die nächste wilde Runde. Almansa geht wieder in Führung vor Carpe, dann Rueda plötzlich wieder Dritter vor Munoz, Perrone und Quiles.
18. Runde: Almansa verbremst sich in Kurve drei und geht weit. Das kostet ihn zwei Plätze. Carpe führt, aber nur kurz, denn Rueda drückt sich im dritten Sektor vorbei.
Quiles kommt in Kurve elf zu Sturz! Almansa geht außerdem in Kurve 15 extrem weit und fällt bis auf Platz 13 zurück.
19. und vorletzte Runde: Lunetta stürzt in der Schlussschikane! Fernandez und Furusato können nicht mehr ausweichen, stürzen ebenfalls. Rueda bleibt in Front, dann Munoz und Perrone, ehe durch die Kollision dahinter eine kleine Lücke zu Carpe und Piqueras aufgegangen ist.
20. und letzte Runde: Perrone geht in Kurve acht an Munoz vorbei, welcher in Kurve 15 den Konter setzt. Bevor es in der Schlusskurve zum Showdown kommen kann, beendet die Rennleitung das Rennen per Roter Flagge vorzeitig, weil Lunetta dort noch behandelt wird.
Zieleinlauf: Rueda gewinnt damit die Dutch TT vor Munoz und Perrone, der erstmals auf dem Podium steht. Carpe wird Vierter, dann Piqueras und Joel Kelso. Platz sieben geht an Yamanaka vor Scott Ogden und Almansa. Dennis Foggia komplettiert die Top Ten.
Marcos Uriarte wird Elfter, Jacob Roulstone Zwölfter. Die letzten Punkte gehen an Stefano Nepa (13.), Riccardo Rossi (14.) und Quiles (15.), der nach seinem Sturz noch weitergefahren ist. Einzig Noah Dettwiler (16.) und Jacob Rosenthaler (17.) bleiben punktlos.



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