Moto2

Moto2 Sepang 2017: Wieder KTM-Doppelsieg - Oliveira vor Binder

Machtdemonstration von Oliveira und KTM: Beim Moto2-Rennen in Sepang fährt man den zweiten Doppelsieg in Folge ein. Sturzpech für Cortese und Schrötter.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - KTM legt nach! Nach dem Moto2-Doppelsieg mit Miguel Oliveira vor Brad Binder in Australien, fuhr man auch beim Malaysia-GP auf dem Sepang International Circuit einen sagenhaften Doppeltriumph in exakt derselben Reihenfolge ein. Der neue Weltmeister Franco Morbidelli musste sich mit Rang drei begnügen. Ein schwarzer Rennsonntag wurde es für Sandro Cortese und Marcel Schrötter.

Moto2 Sepang 2017: Die Schlüsselszene

Lupenreiner Start-Ziel-Sieg für Oliveira. Den Grundstein dafür legt der KTM-Pilot am Start, als er sofort die Führung übernahm. Danach schaute der Portugiese nie mehr zurück. In den ersten Runden fuhr er eine schnellste Runde nach der anderen und nahm den Gegnern bis zu einer halben Sekunde pro Runde ab. Mit diesem Polster im Rücken konnte er das Rennen in der zweiten Hälfte, auch bei einsetzendem Regen, verwalten.

Moto2 Sepang 2017: Der Rennfilm

Start: Miguel Oliveira holt sich den Holeshot und übernimmt vor Franco Morbidelli und Francesco Bagnaia die Führung. In der ersten Kurve stürzen Pawi, Locatelli, Axel Pons und Marini, in der zweiten Kurve Alex Marquez.

1. Runde: Sandro Cortese stürzt in Kurve sechs und beendet das Rennen, Takaaki Nakagami folgt ihm ins Kiesbett. Oliveira führt vor Morbidelli, Bagnaia, Binder und Quartararo. Schrötter auf der Acht, Raffin auf der 20.

2. Runde: Schrötter verliert einen Platz an Pasini, Raffin eine Position an Corsi. Alex Marquez stürzt noch ein Mal, nach dem er das Rennen noch einmal aufgenommen hat. Zwei weitere Fahrer sind gestürzt: Remy Gardner und Wildcard-Fahrer Pratama.

3. Runde: Oliveira hat schon 1,3 Sekunden Vorsprung auf Morbidelli. Raffin hat wieder Plätze gut gemacht und ist 18.

4. Runde: Schnellste Runde von Oliveira, er nimmt Morbidelli eine halbe Sekunde ab.

5. Runde: Oliveira baut seinen Vorsprung auf 2,1 Sekunden aus. Morbidelli dagegen muss sich mit Bagnaia und Binder auseinander setzen, auch Quartararo hat noch Anschluss.

6. Runde: Binder greift Bagnaia in Kurve vier an, geht aber am Ausgang weit. Bagnaia bleibt Dritter. Oliveira baut sein Polster auf 2,6 Sekunden aus. Schrötter ist weiter Neunter, Raffin 18.

8. Runde: Binder übernimmt jetzt endgültig P3 von Bagnaia. Er bremst sich in Kurve 1 vorbei. Oliveira fährt die nächste schnellste Rennrunde.

9. Runde: Zum ersten Mal fahren die Verfolger die gleichen Zeiten wie Oliveira.

10. Runde: Vierkampf um P7: Schrötter ist voll dabei und hat Stefano Manzi den achten Platz abgenommen.

11. Runde: Sturz von Manzi in Kurve 9. Damit schenkt er ein mögliches Top-10-Ergebnis her. Raffin macht damit einen Platz gut und ist 18.

12. Runde: Auch Lorenzo Baldassarri crasht ins Aus. Damit sind nur noch 18 Fahrer im Rennen. Raffin überholt Edgar Pons und liegt damit auf P16.

14. Runde: Vorentscheidung im Kampf um P2: Bagnaia muss abreißen lassen, damit wird P2 zwischen Morbidelli und Binder ausgemacht. Schrötter hat in Kurve 14 die Front verloren. Immerhin kann er das Rennen wieder aufnehmen - als 17.

16. Runde: Binder greift Morbidelli in der ersten Kurve an, doch der neue Weltmeister kann nochmal kontern. In Kurve fünf schafft es Binder allerdings. Raffin ist inzwischen in den Punkten angekommen. Die Regenflaggen sind draußen.

17. Runde: Bagnaia verliert im stärker aufkommenden Regen P4 an Quartararo.

18. Runde: Bagnaia holt sich P4 in Kurve 2 von Quartararo zurück, auch Mattia Pasini mischt jetzt mit. Pasini übernimmt in Kurve 5 den vierten Platz. Dreikampf auch dahinter: Xavi Vierge, Hafizh Syahrin und Isaac Vinales machen P7 unter sich aus.

Ziel: Miguel Oliveira fährt als Sieger vor Brad Binder und Franco Morbidelli über die Ziellinie. P4 geht an Mattia Pasini vor Francesco Bagnaia und Hafizh Syahrin. Fabio Quartararo wird Siebter vor Xavi Vierge, Isaac Vinales und Tetsuta Nagashima. Die letzten Punkte holen sich Simone Corsi, Augusto Fernandez, Andrea Locatelli, Iker Lecuona und Jesko Raffin.

Moto2 Sepang 2017: Stimmen vom Podium

Miguel Oliveira (Platz 1, KTM): "Ich weiß gar nicht, ob ich wirklich sprechen kann. Ich wusste, dass alle anderen schnell sein würden. Ich wusste auch, dass ich jetzt alles geben und flüchten musste. Brad war so schnell. Ich bin kaputt, aber glücklich."

Brad Binder (Platz 2, KTM): "Ich fühlte mich in den ersten Runden nicht wirklich wohl. Als die Benzinmenge abnahm, wurde ich jedoch immer stärker. Ich kann meinem Team gar nicht genug danken, das Bike war heute einfach unglaublich. Als dann der Regen kam, wollte ich nach vorne und nochmal alles geben und davon fahren. Schon wieder Zweiter zu werden, ist ein unglaubliches Gefühl. Ich kann Valencia kaum erwarten."

Franco Morbidelli (Platz 3, Marc VDS): "Jetzt ist es real. Es tut mir sehr leid für Tom, aber für mich freue ich mich. Für uns waren es zwei tolle Jahre. Wir haben gelitten, aber am Ende haben wir gewonnen. Ich bin gut gewesen und wollte das Rennen so gut wie möglich beenden. Aber die KTMs waren einfach schneller. Es war trotzdem unglaublich."

Moto2 Sepang 2017: So lief es für Cortese, Schrötter, Raffin

Dieses Rennen werden Sandro Cortese und Marcel Schrötter möglichst schnell aus dem Gedächtnis streichen wollen. Cortese wirft sein Rennen gleich in der ersten Runde weg. Nach dem Sturz in Kurve sechs fing seine Suter sogar kurzzeitig Feuer. Auch Schrötter geht in der Schlussphase zu Boden und vergibt damit ein Top-10-Resultat. Am Ende wurde es Rang 17. Einzig Jesko Raffin nimmt Zählbares mit. Der Schweizer profitierte von den vielen Ausfällen und Fehlern und setzte sich im Kampf um die letzten Punkte durch - Platz 15.


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