Moto3

Moto3 Sepang 2017: Joan Mir siegt, Philipp Öttl verpasst Punkte

Der WM-Titel reicht nicht. Joan Mir siegt in Sepang vor Jorge Martin, trotz eines frühen Fehlers. Öttl schrammt an den Punkten vorbei.
von Sophie Riga

Motorsport-Magazin.com - Einmal mehr lieferte Joan Mir eine weltmeisterliche Leistung ab. Während Jorge Martin zu Beginn des Rennens lange führte, ging der Weltmeister zu Rennmitte in Führung. Zwar verlor er diese durch einen Fehler kurzzeitig, konnte aber am Ende doch den Sieg feiern. Zweiter wurde Martin von Enea Bastianini, die sich bis zum Schluss ein Duell lieferten.

Die Schlüsselszene

Nachdem er in der elften Runde seine Führung verloren hat, geht der Weltmeister Mir vier Runden später wieder an die Spitze. Dieses Mal kann er sich von seinen Verfolgern Martin und Bastianini loseisen und verschwindet in die Distanz. Schnell baut er einen relativ großen Abstand auf, den die beiden Verfolger nicht einholen können. Auch, weil sie sich selbst um Platz zwei streiten.

Der Rennfilm

Start: Mir und Martin an der Spitze starten sehr gut, aber Martin holt sich den Holeshot. Schon nach der ersten Kurve kann er eine kleine Lücke auffahren.

1. Runde: In Runde eins baut Martin seine Lücke auf über eine Sekunde auf. Weltmeister Mir ist von der Pole auf Rang drei zurückgefallen, Zweiter ist Bendsneyder. Am Ende der Runde fliegt Suzuki mit einem massiven Highsider ab, tut sich aber wie durch Zauberhand nichts.

2. Runde: Zu Beginn von Runde zwei zieht Mir an Bendsneyder vorbei und ist neuer Zweiter. Der Niederländer fällt um weitere Plätze zurück. Suzuki kann sein Bike auch nach mehreren Versuchen sein Bike nicht neu starten. Martin baut seinen Vorsprung auf 1.4 Sekunden aus.

3. Runde: Während Martin immer noch an der Spitze führt, ist es dahinter nicht so ruhig. Zwar ist Mir immer noch erster Verfolger, aber Loi, McPhee, Bastianini und einige andere Piloten hängen ihm dicht auf den Fersen.

4. Runde: Bastianini wird in Kurve zwei neuer Dritter und hängt damit hinter Weltmeister Mir. Local Hero Norrodin dreht auf und bahnt sich seinen Weg durch das Feld. Er ist in dieser Runde der schnellste Mann auf der Strecke und setzt einen neuen Streckenrekord.

5. Runde: Darryn Binder stürzt in Kurve 15, während die Top-Fahrer bereits die nächste Runde begonnen haben. Martins Führung liegt jetzt bei 1.6 Sekunden.

6. Runde: In Runde sechs verkleinert die Verfolgergruppe den Rückstand auf Martin auf 1.5 Sekunden. Diese führt immer noch Mir vor Loi und Bastianini ein. Auf der Start/Zielgeraden gibt es einen Zwischenfall zwischen McPhee und Rodrigo, die einander anrempeln. Am Ende der Runde ist Martins Vorsprung auf eine Sekunde geschrumpft.

7. Runde: Mir kann sich jetzt von seinen Verfolgern lösen und auf Martin aufholen, dessen Vorsprung auf Mir immer kleiner wird. Danilo stürzt unverletzt. Mir fehlen nur noch 0.850 Sekunden auf Martin.

8. Runde: Mir schließt in kleinen Schritten weiter auf Martin auf, er hat noch elf Runden Zeit, um ihn einzuholen. Gleichzeitig wird sein Vorsprung auf Bastianini und seine restlichen Verfolger immer größer.

9. Runde: Mir ist jetzt nahe genug an Martin dran, um an ihm vorbeizuziehen. Das tut er auch in der Mitte der Runde. Auch auf der langen Gegengeraden kann Martin nicht zurückschlagen, Mir bleibt Führender.

10. Runde: Antonelli crasht unverletzt, während Mir versucht an der Spitze vor Martin zu flüchten. Gleichzeitig schafft es auch Bastianini, auf Mir und Martin an der Spitze aufzuschließen. Auch hinter ihm dünnt die Gruppe weiter aus, die Lücken zwischen den Piloten werden immer größer.

11. Runde: Norrodin stürzt in Kurve eins, kann aber innerhalb von Sekunden wieder auf sein Bike steigen. Auf Platz vier liegend gestürzt, steigt er als 14. wieder ein. Martin hängt weiterhin an Mirs Hinterrad, der Kampf ist noch nicht beendet. Die beiden sind aber nicht mehr allein, Bastianini hat mittlerweile den Anschluss an die Führungsgruppe gefunden. In der letzten Kurve macht Mir einen Fehler, geht weit und lässt damit Bastianini und Martin vorbei.

12. Runde: Bastianini ist nach Mirs Fehler neuer Führender vor Martin und Mir. Jedoch nicht lange, dann hat sich der Weltmeister bereits an Martin vorbeigedrückt.

13. Runde: Auf der Zielgeraden nutzt Martin den Windschatten Mirs und verdrängt den Weltmeister auf Rang drei. Der schlägt aber nur zwei Kurven weiter zurück und holt sich seinen Platz zurück.

14. Runde: Windschatten-Duelle auf der Zielgeraden, aber die Reihenfolge an der Spitze bleibt unverändert. Bastianini führt vor Martin, der Mir wieder auf die Plätze verdrängt hat. Am Ende der Runde verbremst sich Martin allerdings, sodass die Top-3 für einen Moment durcheinandergewürfelt werden.

15. Runde: Zum Beginn der 15. Runde ist die alte Ordnung aber bereits wieder hergestellt, Bastianini führt vor Martin und Mir. Dieses Hin und Her gibt dem viertplatzierten Loi allerdings die Chance, ein wenig auf die Führungsgruppe aufzuholen. In der letzten Kurve geht Mir erneut in Führung.

16. Runde: Mit Beginn von Runde 16 führt Mir vor Martin. Bastianini wird von Martin in einem harten Manöver ein wenig weggedrängt, sodass Loi auf Rang vier ein großes Stück auf ihn aufholt. Bulega stürzt unverletzt in Kurve zwei.

17. Runde: Mir kann flüchten und baut seine Führung in einer halben Runde auf 0.5 Sekunden aus. Martin ist zwar nur noch Zweiter, aber auch sein Vorsprung auf Bastianini ist ein bisschen gewachsen.

18. Runde: In der letzten Runde gibt Bastianini nochmal alles. Martin hat Schwierigkeiten, den Italiener hinter sich zu halten. Mir verschwindet deshalb an der Spitze immer weiter. Im dritten Sektor drückt sich Bastianini an Martin vorbei und ist neuer Zweiter.

Ziel: Mir holt sich den Sieg 0.724 Sekunden vor Martin, der sich gegen Bastianini noch einmal zur Wehr setzt. Der Italiener komplettiert das Podium hinter den beiden Spaniern Mir und Martin. Vierter wird Loi vor McPhee. Wildcard Kasmayudin stürzt am Ende noch unverletzt.

So lief es für Philipp Öttl

Der einzige deutsche Moto3-Starter ging von Rang 24 aus ins Rennen. Zu Rennbeginn kann Öttl nur einen Platz gut machen und fährt lange auf Platz 23. Ein paar Runden später kämpft er sich erst auf Rang 21 vor, dann wird er 20. So geht es für Öttl im Laufe des Rennens immer ein paar Plätze nach vorn, sodass er schlussendlich 16. wird. Damit verpasst er die Punkteränge knapp.


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