Moto2 - Lüthi erklärt: Darum bin ich 2017 so stark

Das neue Erfolgsgeheimnis

Tom Lüthi ist 2017 stärker als in der Moto2 je zuvor. Der Schweizer erklärt die Gründe für seine neue Top-Form:
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Motorsport-Magazin.com - So stark war Tom Lüthi noch nie zuvor in seiner Karriere: Nach sieben Rennen steht er in der Moto2 mit sechs Podestplätzen da und liegt nur sieben Zähler hinter WM-Leader Franco Morbidelli. "Nach drei Wochenenden haben schon alle Franco als den neuen Weltmeister ausgerufen. Ja er ist stark, aber es gibt noch viele andere, die mitmischen", sagte Lüthi nach seinem dritten Platz in Barcelona.

Zum zweiten Mal in Folge war er vor Morbidelli, der die ersten drei Saisonrennen gewann, ins Ziel gekommen. Zum zweiten Mal in Folge hatte Lüthi damit seinen Rückstand auf Platz eins der Gesamtwertung verkürzt. Und auch wenn er in diesem Jahr noch keinen Grand Prix gewinnen konnte, mischt der Schweizer voll um die Weltmeisterschaft mit.

Vor allem die Konstanz Lüthis überzeugt und ist für seine Fans eine erfreuliche Neuigkeit. Denn auch in den vergangenen Jahren war er stets Podestkandidat, schaffte es aber nie, eine gute Form über mehrere Rennen hinweg konstant in Ergebnisse umzusetzen. Immer wieder kamen Stürze dazwischen oder Wochenenden, an denen das Motorrad einfach nicht so wollte wie er selbst.

Immer ganz vorne dabei

Seit Einführung der Moto2-Klasse im Jahr 2010 landete Lüthi immer unter den Top-6 der WM-Wertung, aber erst im Vorjahr knackte er zum ersten Mal die 200-Punkte-Marke und wurde am Ende Vizeweltmeister. Zum ersten Mal seit seinem Titel-Jahr 2005 (in der 125cc-Klasse) fuhr er wieder mehr als zwei Saisonsiege ein - nämlich gleich vier; drei davon alleine in den letzten sieben Saisonrennen.

Er ist ein Genie für mich und ich vertraue ihm immer mehr an.
Tom Lüthi über Crewchief Bigot

Für Lüthi ist klar, woher diese neue Konstanz kommt: "Es ist die Zusammenarbeit mit meinem Crewchief Gilles. Er ist ein Genie für mich und ich vertraue ihm immer mehr an. Er hat stets gute Tipps für mich und wir sprechen nicht nur über Technik, sondern er hilft mit auch auf der fahrerischen Seite. Ich lerne immer mehr, nicht in vorgefertigten Bahnen zu denken, sondern offen für alles zu sein. Das macht uns im Moment so stark."

Wer ist das Genie an Lüthis Seite? Gilles Bigot, der einst schon an der Seite von Alex Criville den WM-Titel 1999 in der Königsklasse feiern durfte. Im Vorjahr begann Lüthi mit dem begnadeten Techniker zusammenzuarbeiten und seither läuft es für ihn deutlich runder.

Gewann Lüthi in sechs Jahren Moto2 vor Bigot fünf Rennen, waren es in eineinhalb mit Bigot bereits vier. Die aktuelle Podest-Serie ist ein weiterer Beweis für die fruchtbare Zusammenarbeit. Nur sieben Punkte liegt Lüthi vor dem Rennen in Assen hinter Morbidelli. "Natürlich würde ich auf dem Podium lieber ganz oben stehen, aber die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Konstanz für den Titelkampf wichtiger ist", weiß Lüthi.


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