Mit einer entschlossenen Fahrt im Finale des verregneten England-Grand Prix erkämpfte Thomas Lüthi einen WM-Punkt und brachte ein für das gesamte schwieriges Wochenende zu einem versöhnlichen Ende. Nach vielen Problemen mit dem Set-Up seiner Suter vom 14. Startplatz ins Rennen gegangen, fiel der 24-jährige aus Oberdiessbach in der Schweiz im Getümmel der ersten Runden zunächst auf Rang 21 zurück, blies dann aber zu einer starken Aufholjagd und kam zu Halbzeit wieder in Recihweite der Punkteränge. Im Endspurt kämpfte er den Italiener Andrea Iannone nieder und stellte den 15. Platz sicher.

"Nach unseren Schwierigkeiten im Training habe ich den Regen als Chance betrachtet. Doch wenn die Abstimmung auf trockener Piste nicht stimmt, geht es auch auf nasser Strecke nicht. Ich war schon am Vormittag im Warm-Up klar hinter den Schnellsten, und im Rennen war noch mehr Wasser auf der Piste", erklärte Lüthi. "Zudem hatte ich zu Beginn Sichtprobleme, weil Wasser in den Helm eingedrungen ist. Ich habe dann einfach versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Positiv waren die letzten Runden, in denen ich nicht mehr über meine Position nachdachte, sondern nur noch versucht habe, den richtigen Rhythmus und das Gefühl für die Maschine zu finden. Das ist mir gelungen, was mir im Hinblick auf das nächste Rennen in Assen ein gutes Gefühl gibt. Ich hoffe, dass das Motorrad dort wieder so gut funktioniert wie gewohnt!"

"Heute im Rennen haben wir Schadensbegrenzung betrieben. Das Wochenende war technisch nicht einfach für uns, doch wir sind jetzt wieder auf dem richtigen Weg. Der Tom war auch im Rennen sehr analytisch und konnte wichtige Aussagen machen, und das lässt uns für Assen hoffen", sah Teammanager Terrell Thien das Positive. "Tom ist ein gutes Rennen gefahren und hat sich den Punkt schwer erkämpft, mit dem wir eigentlich gar nicht mehr gerechnet hatten. Doch in den letzten Runden ist er seine schnellsten Zeiten gefahren!"

"Im Rahmen der Möglichkeiten ist der Tom heute ein vernünftiges Rennen gefahren", sagte Crewchief Alfred Willecke. "Das Set-Up war nicht schlecht, aber auch nicht hundertprozentig. Doch wenigstens konnte er um WM-Punkte kämpfen. Ich denke, dass wir in Assen auf jeden Fall besser aussehen werden!"