Mit den 24 Stunden von Daytona (24.-25. Januar 2026) steht das erste wichtige Langstreckenrennen des Jahres vor der Tür. In der Topklasse namens GTP (US-Pendant zur Hypercar-Kategorie der WEC) kämpfen elf Prototypen von Vorjahres- und Rekordsieger Porsche, BMW, Acura, Cadillac und Aston Martin um den Gesamtsieg.
Die IMSA-Organisation hat jetzt die Balance of Performance für die offiziellen Roar-Testfahrten in der Vorwoche zum Rennen veröffentlicht, die bis auf Weiteres auch für das Rennwochenende selbst gilt.
24h Daytona 2026: Balance of Performance (vorläufig)
| Fahrzeug | Gewicht | Leistung unter 230 km/h | Leistung über 240 km/h |
|---|---|---|---|
| Acura ARX-06 | 1.041 kg | 707 PS | 687 PS |
| Aston Martin Valkyrie | 1.030 kg | 698 PS | 707 PS |
| BMW M Hybrid V8 | 1.038 kg | 704 PS | 693 PS |
| Cadillac V-Series.R | 1.033 kg | 707 PS | 686 PS |
| Porsche 963 | 1.035 kg | 704 PS | 693 PS |
24h Daytona: Debüt für überarbeitete LMDh-Autos
Änderungen der BoP sind möglich, sobald alle Daten vom Test am übernächsten Wochenende zusammengetragen worden sind. Vor allem, weil alle vier LMDh-Hersteller ihre Autos mittels Update-Jokern weiterentwickelt haben. Aston Martin als einziger LMH-Vertreter startet zwar mit dem gleichen Hypercar wie im Vorjahr, gibt allerdings sein Debüt bei den 24 Stunden von Daytona. Außerdem debütiert ein neuer Slick-Reifen von Michelin, der für einen besseren Aufwärmprozess sorgen soll.
Was bei der vorläufigen BoP direkt ins Auge fällt: Beim vorgegebenen Mindestgewicht liegen alle fünf Marken eng beisammen. Den Aston Martin Valkyrie als wie üblich leichtestes Auto (1.030 kg) und den Acura ARX-06 als schwerstes Fahrzeug (1.041 kg) trennen nur elf Kilogramm. Der Cadillac V-Series.R (1.033 kg), der Porsche 963 (1.035 kg) und der BMW M Hybrid V8 (1.038 kg) liegen innerhalb von überschaubaren fünf Kilo.
GTP-Klasse in Daytona: Hersteller dicht beisammen
Ähnlich sieht es aktuell bei der maximalen Systemleistung aus: Auch hier sind keine größeren Ausreißer zu erkennen. Die IMSA setzt analog zur WEC auf ein Zwei-Stufen-System mit unterschiedlichen Leistungsabgaben unterhalb von 230 sowie oberhalb von 240 km/h. Auf dem Ovalkurs des Daytona International Speedway ist der Topspeed entscheidend, wenngleich es ebenso einen kurvigen Infield-Bereich gibt.
Im Bereich oberhalb der 240 km/h ist der Aston Martin Valkyrie mit 707 PS - das entspricht der per Reglement maximal erlaubten Leistung von 520 kW - das potenziell performanteste Auto. Dafür liegt der V12-Sauger aus Großbritannien unterhalb der 230 km/h als einziges Auto unter der 700-PS-Marke. Der Cadillac V-Series.R darf oberhalb von 240 km/h mit 686 PS die wenigsten Pferdestärken abrufen, bekommt dafür aber unterhalb der 230 km/h die volle Power von 707 PS.
Porsche, Daytona-Sieger von 2024 und 2025, und BMW als zweiter deutscher Hersteller verfügen nach aktuellem Stand über exakt die gleichen Motorleistungswerte; der BMW ist allerdings drei Kilogramm schwerer als sein LMDh-Pendant aus Zuffenhausen. Die BMW-Ingenieure haben dem M Hybrid V8 ein umfangreiches Aero-Update inklusive kleinerer Niere spendiert, auch bei Porsche wurde an Front und Heck nachgebessert.
Apropos Bop: Nach einer jüngsten Änderung des Sportlichen Reglements ist es allen Teilnehmern der IMSA ab sofort untersagt, sich öffentlich zur Balance of Performance zu äußern. Was hinter der Maulkorb-Regel steckt, erfahrt ihr in diesem Artikel:



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