Formel E

Formel E: Vier Geldstrafen für Mercedes in Marrakesch

Beim ePrix in Marrakesch begeht Formel-E-Neuling Mercedes gleich mehrere Regelverstöße. Andere Teams wegen kurzer Hosen zu Geldstrafen verdonnert.
von Daniel Geradtz & Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Mercedes muss in seiner ersten Formel-E-Saison erneut Lehrgeld zahlen. Bereits beim ePrix in Santiago wurde der deutsche Autobauer zweimal bestraft, weil die Batterie im Fahrzeug von Nyck de Vries zu stark gekühlt wurde. In Marrakesch gab es bis zur Qualifikation erneut mehrere Regelverstöße. Das Resultat: Geldstrafen von 7.500 Euro.

Den ersten Regelverstoß begingen die Mechaniker von Stoffel Vandoorne am Freitagabend. Sie arbeiteten während der Sperrstunde am Auto des Belgiers, was dem Team eine Strafe von 5.000 Euro einbrachte. Im 2. Freien Training überschritten Vandoorne und de Vries die maximale Leistung von 250 kW. Das hatte Strafen von jeweils 1.000 Euro zur Folge.

Und es ging munter weiter beim Neueinsteiger-Team:Die vierte Geldstrafe wurde in der Qualifikation gegen die Silberpfeile verhängt: Vandoorne fuhr fünf km/h zu schnell in der Boxengasse. Seine Geschwindigkeit betrug 55 km/h. Für das Vergehen sprachen die Stewards eine Strafe von 500 Euro aus.

Immerhin: De Vries qualifizierte sich auf dem vierten Platz und nimmt das fünfte Rennen der Saison damit aus der zweiten Startreihe neben Porsche-Pilot Andre Lotterer in Angriff. Teamkollege Vandoorne kam nicht über Platz 18 hinaus.

Teamchef Ian James: "Wir haben gemischte Gefühle. Stoffel fehlte etwas Pace, den Grund haben wir noch nicht gefunden. Nyck schaffte es mit einer guten Runde in die Superpole, obwohl er dabei die Mauer berührte. Wir überprüfen sein Auto bis zum Rennstart."

Auch andere Teams wurden in Marrakesch bereits zur Kasse gebeten. Die Mechaniker von Jaguar, Virgin und Nissan verstießen am Samstag gegen Sicherheitsvorschriften der FIA. Sie trugen kurze Hosen als sie an der Fahrzeugelektronik arbeiteten. Im Reglement sind lange Hosen als Kleidung während dieser Tätigkeiten vorgeschrieben. Die drei Teams müssen jeweils 2.500 Euro Strafe zahlen.

Venturi-Fahrer Felipe Massa nutzte im 2. Freien Training ebenfalls mehr Leistung als das Reglement vorsieht. Der Rennstall von Teamchefin Susie Wolff muss 1.000 Euro zahlen. Beim Shakedown am Freitag war Oliver Turvey um vier km/h zu schnell in der Boxengasse. Es wurde eine Geldstrafe von 400 Euro ausgesprochen.


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