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Formel E

Formel E, Marrakesch-Training: Techeetah-Bestzeit, Vergne fehlt

In Abwesenheit von Formel-E-Champion Jean-Eric Vergne sichert sich Techeetah die erste Bestzeit in Marrakesch. Max Günther schnellster Deutscher.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Die Formel E startet zum fünften Rennen der Saison 2019/20 in Marrakesch. Ungewohnter Zeitplan auf der semipermanenten Rennstrecke, die als Ersatz für ein frühzeitig abgesagtes Rennen in Hongkong eingesprungen ist: Das 1. Freie Training ging bereits am Freitagnachmittag über die Bühne. Das 2. Training, Qualifying und Rennen stehen am Samstag an (ab 15:00 Uhr live bei Eurosport 1 und im ARD-Livestream).

Den besten Auftakt bei Temperaturen um die 30 Grad erwischte Antonio Felix da Costa. Der Techeetah-Pilot sicherte sich mit 1:17.863 Minuten die Bestzeit in der 45-minütigen Session. Der Meisterschaftsführende Mitch Evans (Jaguar / 1:17.966)) und Maximilian Günther (BMW / 1:18.062)) folgten auf den Plätzen zwei und drei.

Vergne verpasst Training

Felix da Costas Teamkollege, der amtierende Formel-E-Champion Jean-Eric Vergne, verpasste das 1. Training am Nachmittag und wurde den gesamten Tag nicht im Fahrerlager gesehen.

Später schrieb er auf Twitter in einer Nachricht, die später gelöscht wurde: "Leider hatte ich in den vergangenen 24 Stunden schlimme Kopfschmerzen und bin deshalb nicht in der Lage, am 1. Training teilzunehmen. Aber die FIA-Ärzte kümmern sich gut um mich, sodass ich morgen fahren kann. Im Moment bin ich okay, doch es ist klüger, abzuwarten, damit ich für das Rennen morgen wieder ganz fit bin."

Für Vergne sprang am Freitag Testfahrer James Rossiter bei Techeetah im Auto mit der Startnummer #25 ein. Der Brite hat zahlreiche Formel-E-Tests auf dem Buckel und wird zudem am Sonntag den Rookie-Test für das amtierende Meister-Team bestreiten. Im Training landete Rossiter auf P20.

Die Nacht der Daten

Wegen Zeitplanes können die Fahrer am Samstag etwas länger schlafen, während den Rennstrategen wegen der gesammelten Daten eine etwas längere Nacht bevorstehen dürfte. Einige Piloten finden Gefallen am entzerrten Format, das sich in Marrakesch über zwei Tage erstreckt, nachdem zuletzt die Trainings am Sonntagmorgen noch vor dem Sonnenaufgang ausgetragen wurden.

"Wir fangen normalerweise sehr früh an", sagt Andre Lotterer, der Porsche in Mexiko die erste Pole Position in der Formel E bescherte, zu Motorsport-Magazin.com: "Da entsteht so ein gewisses Langstreckengefühl, wenn du für einen Stint sehr früh aufstehen musst."

Lotterer fuhr mit einer persönlichen Bestzeit von 1:18.812 Minuten auf den zwölften Platz im Feld der 24 Piloten. Porsche-Teamkollege Neel Jani aus der Schweiz beendete die Session auf P22. Ebenfalls ruhig angehen ließ es das Mercedes-Duo Nyck de Vries und Stoffel Vandoorne: Die beiden Silberpfeile schlossen das Training auf den Plätzen 19 respektive 23 ab.

Abt nach Mexiko-Unfall wieder fit

Daniel Abt konnte nach seinem schweren Unfall in Mexiko vor zwei Wochen wiedergenesen ins Geschehen eingreifen. Der Audi-Werksfahrer beendete das Training auf dem achten Platz, während Teamkollege Lucas di Grassi Fünftschnellster war. "Ich war ein paar Mal beim Arzt und jeden Tag beim Physio", sagte Abt vor dem Trainingsbeginn zu Motorsport-Magazin.com. "Es war eine Art Schleudertrauma. Da kannst du die ersten vier, fünf Tage erst mal gar nichts machen."

Wehrlein auf Mahindras Paradestrecke

Pascal Wehrlein beendete das 1. Training auf Position elf. Für sein Team Mahindra war Marrakesch in der Vergangenheit ein gutes Pflaster: Der indische Rennstall feierte mit Felix Rosenqvist und Jerome D'Ambrosio Siege in den vergangenen beiden Saisons. In Marrakesch gab Wehrlein in der letzten Saison sein Renndebüt in der Formel E.

Wehrlein am Freitagmittag zu Motorsport-Magazin.com bezüglich Mahindras Paradestrecke: "Die Strecke hat ziemlich viel Grip, da tun wir uns leichter. Auf solchen Kursen funktioniert unser Auto besser, das hat man auch zuletzt in Mexiko gesehen." Beim vorangegangenen Rennen schaffte es Wehrlein trotz einer Platzstrafe und einer Durchfahrtsstrafe in Folge eines doppelten Getriebewechsels vom letzten bis auf den neunten Platz.

Formel E Marrakesch 2020: 1. Freies Training

1 Felix da Costa (DST) 1:17.863
2 Evans (JAG) 1:17.966
3 Günther (BMW) 1:18.062
4 Rowland (NIS) 1:18.311
5 Di Grassi (AUD) 1:18.418
6 Bird (VIR) 1:18.421
7 Buemi (NIS) 1:18.454
8 Abt (AUD) 1:18.469
9 D'Ambrosio (MAH) 1:18.537
10 Frijns (VIR) 1:18.554
11 Wehrlein (MAH) 1:18.717
12 Lotterer (POR) 1:18.812
13 Mortara (VEN) 1:19.034
14 Sims (BMW) 1:19.064
15 Calado (JAG) 1:19.090
16 Turvey (NIO) 1:19.156
17 Hartley (DRA) 1:19.156
18 Müller (DRA) 1:19.222
19 De Vries (MER) 1:19.492
20 Rossiter (DST) 1:19.813
21 Massa (VEN) 1:19.819
22 Jani (POR) 1:19.990
23 Vandoorne (MER) 1:20.044
24 Hua (NIO) 1:22.171


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