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Formel E

Formel-E-Test mit GEN2-Auto: Abt, Heidfeld, Günther am Start

Die Formel E testet die neuen Generation-2-Autos in Calafat. In Spanien dabei sind Daniel Abt, Nick Heidfeld, Max Günther und auch BMW. Exklusive Stimmen.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Wenige Tage nach der Rennpremiere in Rom geht es für die Formel E weiter nach Spanien. Auf der Teststrecke Calafat beginnen am diesem Dienstag die zweiten Testfahrten mit dem brandneuen Generation-2-Rennauto.

Von Dienstag bis Donnerstag, wobei der Mittwoch als Einstellungs- und Film-Tag eingeplant ist, drehen die Fahrer ihre Runden im Auto, das ab der kommenden Saison 2018/19 erstmals zum Renneinsatz kommen wird.

Heidfeld: Gab noch kleinere Baustellen

Fehlten bei den ersten Tests in Monteblanco Anfang April sämtliche deutschen Stammfahrer, greifen einige ab heute ins Geschehen ein. Nick Heidfeld testet am Dienstag erstmals für sein Mahindra-Team auf der Strecke in der katalanischen Provinz Tarragona.

Heidfeld zu Motorsport-Magazin.com: "Ich bin gespannt. Ich habe gehört, dass es das eine oder andere Problem gab, es für den ersten Test aber ganz rund gelaufen ist. Viele Autos waren noch nicht ganz fertig, bei unserem Auto gab es auch noch kleinere Baustellen."

Abt: Halo überhaupt kein Thema

Daniel Abt ist Dienstag und Donnerstag für Audi im Einsatz. Den ersten Test hatte Teamkollege Lucas di Grassi für das Werksteam bestritten.

"Das Feedback der meisten anderen Fahrer zum Auto war recht positiv", sagte Abt zu Motorsport-Magazin.com. "Alle sagen, dass es Spaß macht zu fahren. Die neue Batterie und das Handling seien gut. Das Halo ist überhaupt kein Thema. Ich habe von keinem Fahrer gehört, dass er das Halo beim Fahren überhaupt gesehen hat. Ich freue mich auf jeden Fall auf den Test, das wird eine spannende Erfahrung."

Max Günther für Dragon im Einsatz

Wie Motorsport-Magazin.com erfahren hat, ist auch Maximilian Günther beim Test in Calafat unterwegs. Der deutsche Formel-2-Pilot ist seit kurzer Zeit offizieller Test- und Entwicklungsfahrer bei Dragon Racing. Günther war auch in Monteblanco mit dem GEN2-Auto unterwegs. Wegen technischer Schwierigkeiten konnte das Team von Jay Penske aber kaum Runden fahren.

Lotterer und Engel nicht im Einsatz

Andre Lotterer bleibt unterdessen zuhause, weil sein Team Techeetah mit einem Renault-Motor fährt und als Kundenteam keine Testeinsätze zugesprochen bekommt. Die chinesische Truppe wechselt Ende 2018 vermutlich ohnehin zu Motorhersteller DS Performance. Die Citroen-Tochter testet in Calafat mit einem eigenen Rennwagen.

Bei Venturi kommen statt der Stammfahrer Maro Engel und Edo Mortara wie schon in Monteblanco die Entwicklungsfahrer zum Zuge. "Wir kommen erst später ins Spiel", bestätigte Engel in Rom.

BMW: Test-Premiere mit Spengler

BMW ist auch in Calafat unterwegs. Den ersten Test in Monteblanco mussten die Münchner wegen einer unerwarteten Fehlfunktion komplett abbrechen. Bei einem anschließenden Rollout in Maisach saß Tom Blomqvist am Steuer des Generation-2-Autos. In Calafat ist DTM-Fahrer Bruno Spengler an der Reihe.

"Sicherlich ist es nicht schön, wenn man Tests auslassen muss", sagte BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt zu Motorsport-Magazin.com. "In diesem frühen Stadium ist das noch eher zu verschmerzen. Schlimmer wäre es ganz hinten heraus, wenn es wirklich ans Optimieren geht. Jetzt geht es darum, sich heranzutasten. Für uns alle ist das komplettes Neuland. Jetzt geht es darum, in Calafat einen guten Test zu haben, alle Systeme zu überprüfen und uns ganz langsam im Performance-Level hochzuarbeiten."


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