Formel E - Buemi dominiert in Monaco, Heidfeld am Podest

Vierter Saisonsieg für Buemi

Sebastien Buemi und Lucas Di Grassi bleiben die tonangebenden Fahrer in der Formel E. Nick Heidfeld holt einen Podestpatz im Fürstentum.
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Monaco ePrix: Die Highlights aus Monte Carlo: (04:31 Min.)

Sebastien Buemi bleibt der Dominator der Formel-E-Saison 2016/17. Der Schweizer feierte in Monte Carlo seinen vierten Saisonsieg im fünften Rennen und baute seine WM-Führung damit weiter aus. Mit Buemi auf das Podium durften Lucas Di Grassi und Nick Heidfeld.

Das Qualifying

Sebastien Buemi durfte sich über seine erste Pole Position in dieser Saison freuen. Der Schweizer zog als Dritter der Qualifikation in die Superpole ein, wo er mit 53,313 Sekunden die Bestzeit fuhr. Lucas Di Grassi, Nelson Piquet jr., Jean-Eric Vergne und Maro Engel mussten sich geschlagen geben. Für Nick Heidfeld (8.) und Daniel Abt (9.) war bereits vor der Superpole Endstation.

Der Rennverlauf

Buemi behauptete seine Pole Position am Start, dahinter folgten Di Grassi, Piquet und Vergne. Auf Platz fünf überholte Heidfeld Engel im innerdeutschen Duell. Daniel Abt verlor in der Startphase zwei Ränge und kam als Elfter aus der ersten Runde. In der letzten Kurve touchierte Piquet die Leitplanken, konnte aber ohne Positionsverlust weitermachen.

In der 8. Runde kollidierte Sam Bird eine Leitplanke, nachdem ihn ein Kerb ausgehebelt hatte. Der Brite musste mit Schäden am Heck sofort an die Box. Einen Umlauf später wurde Jose-Maria Lopez von der Rennleitung an die Box gerufen, da sein Frontflügel auf der rechten Seite beschädigt war - die Spätfolge eines Duells in der Anfangsphase.

Ein harter Zweikampf um den dritten Platz endete in der 22. Runde mit einem Unfall. Vergne attackierte rundenlang Piquet, der sich vorerst erfolgreich wehrte. In der Hafen-Schikane, die in der Formel-E-Konfiguration als 180-Grad-Dreifach-Rechts-Kombination gefahren wird, wollte sich der Franzose außen vorbei drücken, doch Piquet machte ihm die Tür zu und drückte ihn damit in die Streckenbregrenzung. Der Brasilianer konnte weiterfahren, für Vergne war das Rennen zu Ende.

Die Safety-Car-Phase nutzten alle Fahrer für den Bolidenwechsel. In der 26. Runde wurde das Rennen wieder freigegeben und Heidfeld hatte wegen Unfalls Platz drei von Piquet geerbt, der beim Restart Platz vier gegen Maro Engel behauptete. Die zweite Rennhälfte plätscherte ereignislos vor sich hin, ehe es in den letzten fünf Laps noch einmal spannend wurde.

Denn an der Spitze kam Di Grassi immer näher an Buemi heran. Obwohl beide bereits ihren Fan Boost verbraucht hatten und auch mit einer fast identen Energiemenge in die letzten Runden bogen, verkürzte Di Grassi seinen Rückstand. Mehr als Aufschließen konnte er aber nicht mehr. Am Ende musste er sich Buemi um 0,320 Sekunden geschlagen geben. Dahinter holte Heidfeld seinen zweiten Podestplatz der Saison.

Die Top-10

Hinter dem Podest klassierte sich trotz des Zwischenfalls mit Vergne Nelson Piquet junior. Maro Engel holte dahinter als Fünfter das beste Ergebnis seiner Rookie-Saison. Die Top-10 komplettierten Felix Rosenqvist, Daniel Abt, Esteban Gutierrez, Antonio Felix Da Costa und Nicolas Prost.

Der Meisterschaftsstand

Buemi verdreifachte seinen Vorsprung auf Di Grassi dank Pole Positon und Rennsieg von fünf auf 15 Punkte. Nick Heidfeld machte einen großen Schritt nach vorne und kletterte vom achten auf den fünften Rang im Gesamtklassement. Zwar liegt er schon 72 Punkte hinter Buemi, auf die unmittelbar vor ihm klassierten Nicolas Prost, Jean-Eric Vergne und Sam Bird fehlen dem Deutschen aber nur 15, 8 bzw. 2 Zähler. Ein Sprung in die Top-3 ist für Heidfeld mit einem weiteren Podestplatz beim kommenden Rennen in Paris (20. Mai) somit möglich.


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