Formel 3

Formel 3 Silverstone: Leo Pulcini dominiert Rennen 2

Während Leo Pulcini das zweite Formel-3-Rennen in Silverstone dominierte, ging es dahinter hoch her. Daruvala crasht in letzter Runde. Beckmann holt Punkte.
von Markus Steinrisser

Motorsport-Magazin.com - Leo Pulcini dominierte in der Formel 3 in Silverstone das Sonntags-Rennen, während Robert Shwartzman Platz zwei, die schnellste Runde, und damit die Meisterschafts-Führung zurückholte. Der bisherige Gesamtführende Jehan Daruvala kollidierte in der letzten Runde und blieb dadurch punktelos.

David Beckmann schaffte es in Silverstone endlich wieder in die Punkte, er kämpfte das ganze Rennen über mit der Spitzengruppe um Positionen. Am Ende wurde es Platz sechs für den Deutschen. Im Kampf um Platz drei ging es das ganze Rennen über ordentlich rund.

Der Start zu Rennen 2

Das Wetter: Nur 15 Grad Lufttemperatur am Start, bei 21 Grad Streckentemperatur. Viel wichtiger aber: Starke Bewölkung und erste Regentropfen. Feucht war es aber noch nicht, alle Fahrer starteten auf Slicks.

Liam Lawson kam am Start gut weg und musste sich um Attacken von hinten keine Sorgen machen. Christian Lundgaard verlor gleich Platz zwei an Pedro Piquet, der außen vorbeizog. Hinter den beiden folgte Leo Pulcini, der sich am Start Robert Shwartzam schnappte.

Shwartzman kam gleich auch unter Druck von seinen Teamkollegen Marcus Armstrong und Jehan Daruvala sowie Juri Vips. In Brooklands berührte Vips aber einen der Premas. Beim folgenden Ausritt verlor er einige Positionen.

Ein starker Pulcini holte sich am Ende der ersten Runde Platz zwei von Piquet. Hinter ihm begann in den ersten Runden ein Vierkampf: Lundgaard konnte mit den Top drei nicht mithalten, verteidigte sich aber erfolgreich gegen Shwartzman, Daruvala, Armstrong und David Beckmann.

Der Rennverlauf

Pulcini war in den ersten Runden klar der schnellste Fahrer der Spitzengruppe. In Runde drei war er schon am Führenden Lawson dran, und in Runde fünf holte er sich die Spitze. Außen bremste er sich vor Brooklands vorbei und begann dann wegzufahren.

Lawson begann danach weiter zurückzufallen. Ab Runde zwölf hielt er klar den Verkehr auf. Lundgaard, Shwartzman, Daruvala, Armstrong, Beckmann und Juri Vips stauten sich hinter ihm. Vips hatte sich nach seinem Ausritt in der ersten Runde wieder zurückgekämpft und sah jetzt vor sich die Chance, noch Punkte zu holen.

Lundgaard erlaubte sich in dieser Gruppe den ersten Fehltritt. Nach einem Ausritt in Chapel zogen Shwartzman und Daruvala vorbei. Dahinter versuchte Vips, außen in der schnellen ersten Kurve Beckmann zu überholen. Dabei war er zu optimistisch und verabschiedete sich zum zweiten Mal in die Auslaufzone.

Die Schlussphase

Pulcini fuhr an der Spitze davon. Platz zwei hielt bald Shwartzman, dessen Reifen in der Schlussphase noch im besten Zustand waren. Er zog zuerst an Piquet, dann an Lawson vorbei und fuhr weg. Lawson, Piquet, Daruvala, Lundgaard, Armstrong, Beckmann, Hughes folgten dahinter. Juri Vips schien wie der schnellste Fahrer auf der Strecke, steckte aber am Ende dieser Gruppe fest.

Am Ende von Runde 17 versuchte Vips Hughes in der letzten Schikane zu überholen, verschätzte sich und fuhr dem HWA-Piloten ins Auto. Ein harter Treffer für Hughes, der das Auto abstellen musste.

Zu Beginn der letzten Runde versuchte Piquet noch eine Attacke gegen Lawson. Der blieb aber daneben und wehrte ihn ab. Piquet wollte sich wieder einreihen, doch Daruvala hatte seinen Frontflügel schon neben Piquets Hinterreifen. Die beiden berührten sich, Piquet drehte sich raus. Daruvala musste mit kaputtem Frontflügel in der ersten Kurve parken.

An der Spitze passierte nichts mehr, Pulcini und Shwartzman kamen auf eins und zwei über die Linie. Lawson rettete Platz drei. Dahinter folgten dann Armstrong, Lundgaard, Beckmann, Tsunoda und Scherer auf den letzten Punkterängen.

So lief es für die Deutschen und Schweizer: David Beckmann startete von Platz elf aus gut ins Rennen, und holte sich in den ersten Runden gleich Platz acht. Der wurde dank des Chaos vor ihm am Ende zu Platz sechs. Auch Fabio Scherer und Lirim Zendeli profitierten davon und rückten auf acht und neun vor, nachdem beide starke Schluss-Spurts zeigten. Andreas Estner holte Platz 22.


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