Formel 1

Glock wäre in Reichweite gewesen - Lotus-Fahrer kämpften mit dem Wind

Jarno Trulli und Heikki Kovalainen hatten im Qualifying in China mit den Windböen zu kämpfen. Dennoch sah Mike Gascoyne Timo Glocks Zeit in Reichweite.
von Falko Schoklitsch

Motorsport-Magazin.com - Das Qualifying in China war eine kleine Niederlage für die Lotus-Mannschaft, denn Timo Glock konnte sich im Virgin vor Jarno Trulli und Heikki Kovalainen stellen, die auf 20 und 21 landeten. Dennoch zeigte sich das Team nicht völlig unzufrieden, auch wenn Trulli vor allem über den Wind klagte. "Es war schade, denn ich glaube, ich hätte schneller sein können. Der starke Wind spielte aber eine Rolle und es war da draußen nicht leicht. Es war sehr böig und ich hatte damit ein paar Probleme, aber nach drei guten Trainings erwarte ich morgen ein besseres Rennen", sagte der Italiener.

Die ersten zwei Sektoren waren in Ordnung, aber direkt vor der Gegengeraden bekam ich den Ausgang nicht richtig hin und ich denke, dort habe ich rund drei Zehntelsekunden verloren
Heikki Kovalainen

Auch Heikki Kovalainen hatte mit dem Wind gekämpft, ihn hatte er in den Bremszonen im hinteren Teil der Strecke behindert, da dort die Balance des Autos darunter litt. Dennoch fand es der Finne OK. "Ich schaffte aber einfach nicht die perfekte Runde. Die ersten zwei Sektoren waren in Ordnung, aber direkt vor der Gegengeraden bekam ich den Ausgang nicht richtig hin und ich denke, dort habe ich rund drei Zehntelsekunden verloren", meinte er. Ein wenig Hilfe hatte Kovalainen vom Wind auch, denn in der vorletzten Kurve kam er von vorne, was ihm beim Bremsen ein wenig half. "Das Rennen morgen wird sicher besser. Das Auto hat sich das ganze Wochenende mit viel Benzin gut angefühlt, schauen wir also, was passiert.

Im Rennen wird alles besser

Technikchef Mike Gascoyne trauerte Kovalainens letztem Sektor ein wenig nach, denn mit einer normalen Sektorzeit wäre der Finne wohl vor Glock gestanden. "Manchmal läuft es eben nicht nach Plan. Wir waren mit den Setups an beiden Autos zufrieden und während es etwas enttäuschend lief, bin ich zuversichtlich, dass die Trainings-Arbeit mit viel Benzin sich morgen auszahlen wird", erklärte Gascoyne.

Manchmal läuft es eben nicht nach Plan
Mike Gascoyne

Das hoffte auch Teamchef Tony Fernandes, der froh war, überhaupt in China zu sein, da er im letzten Moment noch aus Paris abreisen konnte, bevor der Luftraum wegen der Aschewolke des isländischen Vulkanausbruchs gesperrt wurde. "Ich habe mich wirklich darauf gefreut, bei diesem Rennen beim Team zu sein", sagte er.


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