Monaco gilt als Fahrerstrecke, hier kann der Pilot noch einen Unterschied ausmachen. Umso zufriedener war Fernando Alonso mit seinem siebten Startplatz, denn sein Teamkollege Nelsinho Piquet scheiterte bereits im ersten Qualifyingabschnitt und auch Alonsos Auto war am Nachmittag nicht mehr so konkurrenzfähig wie im Freien Training. "Platz 7 gibt uns die Möglichkeit, um Punkte zu kämpfen, mit etwas Glück kommen wir sogar in die Nähe des Podiums", glaubt der Spanier. "Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, denn unser Auto ist nicht gut genug, um vorne zu sein."

Mit seiner Leistung ist er ebenfalls zufrieden. "In Monaco gibt jeder Fahrer 100%, es ist wichtig, hier gut zu sein." Jetzt müsse man abwarten, was im Rennen passiert. "Es sind viele Runden zu fahren, wenn es regnen sollte, wird es noch schwieriger ins Ziel zu kommen." Doch genau darin sieht Alonso seine Chance. "Im Regen wird es für alle ein extrem schwieriges Rennen, jeder kleinste Fehler kann das Aus bedeuten." Das könne jedem passieren. "Man muss die 78 Runden durchstehen und da ich nicht um den Titel kämpfe, kann ich mehr riskieren als die anderen." Im Regen könnte er ebenso 18. als auch 4. werden. Alles sei möglich. "Ich bin bereit, jede Möglichkeit zu nutzen."

Nur einen Überraschungsangriff auf den WM-Titel schreibt der Ex-Champion schon jetzt ab. "Dieses Jahr ist der Titel kein Ziel für uns", sagt er ehrlich. "Wir verlieren bei jedem Rennen zu viele Punkte. Es ist nicht einfach, die Spitze einzuholen." In dieser Saison sei es das Ziel, das Auto zu verbessern. Das sei in Barcelona gelungen, das habe Renault in die Situation gebracht, um die letzten Punkteränge zu fahren. Der nächste Schritt müsse das Team vier, fünf Zehntel weiter nach vorne bringen, damit man um Podestplätze kämpfen könne.

Die aktuelle Situation bezeichnet Alonso als Herausforderung. "Ich muss alles geben, 120 Prozent, aber die WM spielt in meinem Kopf keine Rolle mehr." Das sei einerseits frustrierend, andererseits aber schon seit einigen Rennen klar. "Nach zwei, drei Rennen wussten wir, dass wir nicht um die WM fahren können." Seitdem habe man eine andere Motivation für die Rennwochenenden: den Weg zurück an die Spitze.