Zum ersten Mal seit Langem können sie wieder wirklich fröhlich sein
Denis Chevrier: Ja, das wohl. Ich muss sagen, dass es von der trockenen Strecke her, schwer zu sagen war, wie es sein würde. Aber wir hatten gestern im Trockenen gute Rundenzeiten. Es war recht heiß und trocken und wir haben bei der Performance ganz gut ausgesehen. Heute Morgen konnten wir gar nichts sagen, weil es war nicht trocken oder nass und auch nicht sehr heiß. Aber auf dem Nassen sind die Michelin-Reifen um einiges besser als die anderen. Also war das schon einmal sicher besser für uns. Dazu mussten wir aber auch die Besten auf den Michelin-Reifen sein und das haben wir heute erreicht.

Es sieht aber so aus, als ob der Michelin besser wird, wenn es nässer wird. Wenn es ein wenig trocknet, dann kommt der Bridgestone wieder…
Denis Chevrier: Ja vielleicht, aber es könnte auch damit zusammenhängen, wie viel Risiko die einzelnen Fahrer gehen. Auf den Regenreifen, dürfen wir uns jedenfalls sehr viel erwarten. Wir wissen aber auch, dass es die sehr viel riskantere Situation ist. Unsere Fahrer sind zwar auf Platz eins und zwei, aber es sind auch beide während des Qualifyings von der Strecke gekommen. Das hätte es auch ganz schwer machen können. Im Rennen sind also nasse Bedingungen immer gefährlich, auch für die Besten da draußen.

Hätten Sie es also lieber, wenn sie im Trockenen gewinnen könnten, um auch ein neues Beispiel zu setzen?
Denis Chevrier: Wir stehen auf den ersten beiden Plätzen und sollten auch im Trockenen ein gutes Auto haben. So in ein trockenes Rennen zu starten und dann auf das Podium zu fahren, wäre natürlich auch eine schöne Sache.

Wie wichtig war das Ergebnis, nach den Ereignissen der letzten Wochen?
Denis Chevrier: Es ist schon eine besondere Genugtuung. Ich denke, das Leben ist so. Du musst die guten Zeiten genießen. Das jetzt ist eine gute Zeit und wir müssen das genießen. Wir müssen uns aber auch darauf konzentrieren, was als nächstes passiert. Also müssen wir uns bald mit den Rennvorbereitungen befassen.

Liegt eine gewisse Gerechtigkeit im Ergebnis?
Denis Chevrier: Ich weiß nicht, ob man Gerechtigkeit sagen kann. Was wir sagen müssen ist: Es ist eine besondere sportliche Situation und wenn du in dieser Situation im Sport Formel 1 in der Weltmeisterschaft der Beste sein willst, dann musst du versuchen, in allen Situationen der Beste zu sein. Es ist der 16. Grand Prix der Saison und wenn man das zusammenfasst, dann sind wir die Ersten, die sich einen Gewinn aus diesem Rennen erwarten und das wollen wir auch erreichen.

Mit den Motoren gibt es auch keine Probleme?
Denis Chevrier: Das ist auch eine gute Sache für uns. Gestern sind wir bei recht warmen Bedingungen auf dem Trockenen gefahren und heute im Nassen und immer hat der Motor das Auto gut vorangetrieben. Die Fahrer hatten ein gutes Gefühl und die Leistung ist da. Beide Autos sind nahe zusammen, jetzt hoffen wir, dass sie auch das Rennen durchhalten.