Die Zeiten ändern sich: Es gab Rennwochenenden, da betete Bridgestone regelrecht um Regen, damit man die Stärke der Regenpneus voll ausspielen und die Konkurrenz demontieren konnte. Heutzutage hört sich das anders an: "Bridgestone hat im Vergleich zu Budapest Fortschritte erzielt, aber nicht genug um konkurrenzfähig zu sein", sagte Ross Brawn. "Die Wettervorhersage sagt nur eine geringe Regenwahrscheinlichkeit für das Rennen voraus, wollen wir hoffen, dass dies stimmt!"
Denn was Jean Todt mit den Worten "die Wetterbedingungen lagen unserem Paket nicht" nur vornehm umschrieb, nannte Michael Schumacher beim Namen: "Wir sind im Nassen definitiv zu langsam - das ist offensichtlich." Trotzdem habe man den Schaden mit Platz 6 "in Grenzen" halten können. "Es ist also nicht aussichtslos", macht Schumacher sich und seinen Fans Mut. "Unter normalen Bedingungen lässt sich da schon noch etwas machen, aus dieser Position zu siegen, wird natürlich um einiges schwieriger."
Außer der Wettergott hat ein Einsehen mit den Roten, denn Felipe Massa glaubt, dass er im Trockenen auch vom letzten Startplatz noch "in die Punkte" fahren könne. "Es ist ein langes Rennen und wir können noch auf ein gutes Ergebnis hoffen", pflichtet ihm Schumacher bei, der natürlich nicht mehr auf die Hilfe seines Teampartners zählen kann. "Felipe kann von da hinten weniger eingreifen, als uns lieb wäre. Aber selbst wenn wir hier nicht gewinnen sollten, sind noch zwei Rennen zu fahren." Seine WM-Chancen sieht er demnach nicht gefährdet. Nur ein Kampf gegen Fernando Alonso in Shanghai könnte unter Umständen schwierig werden. "Es hängt von den Bedingungen ab", betont er. "Unter diesen Bedingungen gibt es keinen Kampf, im Trockenen kann alles passieren..."



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