"Hier sind wir bei unserem zweiten Heimrennen in Monza", begann Jean Todt fast schon märchenhaft seine Erzählung zum ersten Tag auf dem High-Speed-Kurs. "Wir haben genau dort weitergemacht, wo wir letzten Donnerstag beim Test aufgehört haben", freute sich Ross Brawn über die schnellen Zeiten seiner Piloten.

Die Zielsetzung für das Heimrennen und die restlichen drei Grand Prix danach ist klar, tatsächlich muss sie noch nicht einmal mehr ausgesprochen werden: "Es gibt noch vier Rennen und unser Ziel ist klar, auch wenn es sehr schwierig wird es zu erreichen", betonte Todt. Von seinem Sieg vor 14 Tagen beflügelt, nahm Felipe Massa das Offensichtliche noch einmal in den Mund: "Ich bin für den Rest des Wochenendes zuversichtlich und das ist sehr wichtig für unsere Chancen in beiden Weltmeisterschaften."

Nur Michael Schumacher wollte noch keine "voreiligen Schlüsse" ziehen. "Es ist erst Freitag", mahnte er. "Im Laufe des Wochenendes verändern sich die Dinge meistens etwas." Deshalb sieht er seinen großen Vorsprung auf Renault noch nicht als Fingerzeig auf eine rote Dominanz. "Natürlich möchte ich gewinnen, aber der Vorsprung dürfte nicht das ganze Wochenende so groß bleiben." Die Tatsache, dass er im Gegensatz zu Fernando Alonso keinen neuen Motor verwenden darf, sieht er hingegen nicht als Nachteil. "Wir haben das beim Testen simuliert und es gab niemals Probleme." Beim Heimrennen vor den vielen Tifosi wäre das ja auch noch schöner...