Noch bevor Jacques Villeneuve bei BMW Sauber durch Robert Kubica ersetzt wurde, gab er unseren Kollegen vom F1 Racing Magazine ein Interview und machte damit mächtig Schlagzeilen, die in der letzten Woche vor allem Michael Schumacher-Fans zur Weißglut brachten.

Seine Zukunft ist dabei genauso offen wie jene seines Lieblingsstreitpartners: Neben der F1 bietet sich ihm nur die Chance Juan Pablo Montoya in die NASCAR-Serie zu folgen. Alles andere schließt er aus: "Le Mans, Sportwagen, DTM, IRL, Champ Cars? Das ist alles ein Rückschritt. NASCAR ist keiner", sagte er viel sagend.

Was die Wahl seines BMW-Nachfolger angeht, zeigte er sich überrascht: "Er hat nicht viel Rennerfahrung. Aber das ist immer wichtig, denn im Motorsport muss man sich aus kniffligen Situationen befreien - das ist einfacher, wenn man es vorher gelernt hat." Aber irgendwann muss man ja damit anfangen, nicht wahr Jacques?

Dennoch sieht der Kanadier ein "Fragezeichen" über Kubica. "Die Leute sollten verstehen, dass gute Arbeit am Freitag nicht mit einem guten Rennwochenende gleichzusetzen ist. Das findet man erst heraus, wenn ein Fahrer einige Rennwochenenden bestritten hat." An seinem Debütwochenende hat Kubica jedenfalls einen guten Eindruck in der F1-Welt hinterlassen; für Jacques galt dies nicht immer in dieser Saison.